Forschung an der KPH Wien/Krems trägt zum wissenschaftlichen Diskurs über Bildung, Schule und Unterricht und zur disziplinären Weiterentwicklung der pädagogischen Berufe, des Berufsumfeldes und der Bildungsinstitutionen bei. Die angeführten Forschungsprojekte bieten einen Einblick in die vielfältigen Forschungsaktivitäten im Bereich der Bildungsforschung an der KPH Wien/Krems vorwiegend bezogen auf die einzelnen Bildungsbereiche. 

Einen Überblick zu den Bildungsprojekten der Pädagogischen Hochschulen Österreichs finden Sie hier: Forschungslandkarte der Pädagogischen Hochschulen Österreichs 

Schwerpunkte in der Bildungsforschung 2022-2024

Diversität – Inklusion – Interkulturalität – Interkulturelles Lernen

Akademische und sozial-emotionale Entwicklung von Kindern mit Lernbehinderung im Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe I im inklusiven Unterricht

Kooperation mit: Bildungsdirektion Wien/Fachbereich Inklusion, Diversität und Sonderpädagogik, Universität Wien/Zentrum für Lehrer:innenbildung, Universität Bielefeld
Projektleitung KPH: Marie Gitschthaler
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2022

Das Projekt „PATHWAY“ wird in Kooperation mit der Universität Wien, Zentrum für LehrerInnenbildung, unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Schwab durchgeführt und ist vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank gefördert. Es handelt sich um eine Mixed-Methods Längsschnittstudie mit zweijähriger Projektlaufzeit, die auf Schüler*innen mit diagnostiziertem sonderpädagogischem Förderbedarf (kurz: SPF) im Bereich Lernen fokussiert. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage wie sich Schüler*innen mit SPF Lernen in Integrationsklassen an Wiener Schulstandorten im Vergleich zu vergleichbaren Schüler*innen in Klassen der Allgemeinen Sonderschule entwickeln. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der akademischen und emotionalen Entwicklung sowie der sozialen Teilhabe der Schüler*innen. Neben standardisierten Fragebögen kommen qualitative Interviews und Photovoice zum Einsatz. Für Österreich liegen aktuell keine Forschungsergebnisse zu diesem Forschungsschwerpunkt vor und es handelt sich um eine Pionier-Studie.

Austrian-Israel multi-age structure project

Kooperation mit: Kibbutz Gaash
Projektleitung KPH: Thomas Schrei
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Die Studie beschäftigt sich im Rahmen einer Vergleichuntersuchung mit dem Konzept der Mehrstufenklassen in Österreich und Israel. Die Studie geht der Frage nach, welche geselllschaftlichen und pädagogischen Visionen die MS-Klassen in Österreich und Israel prägen und welche Vor- bzw. Nachteile es aus Sicht der Schüler*innen und des pädagogischen Personals im Bezug auf die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung der Kinder in MS-Klassen gibt. Ziel der Studie ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der MS-Klassen in Österreich und Israel aufzuzeigen.

Capability Approach in der Lehrer*innenbildung

Projektleitung: Katharina Rosenberger
Laufzeit: WiSe 2021– SoSe 2023

Das Entwicklungsprojekt verfolgt das Ziel einer systematischen Auseinandersetzung mit dem Capability Approach nach Amartya Sen und Martha Nussbaum im Hinblick auf eine Übertragung in die Lehrer*innenbildung. Im angegebenen Projektzeitraum sollen die sich aus dem Capability Approach ergebenden theoretischen und praktischen Implikationen unter anderem in einem Partizipationsprozess mit weiteren interessierten Lehrerbildner*innen kritisch reflektiert und das Potenzial dieses Ansatzes in verschiedene Bereiche der Lehrer*innenbildung durchleuchtet bzw. erarbeitet werden. Langfristiges Ziel des Projekts ist die Fertigstellung eines Manuskripts für eine Publikation, die Hochschullehrenden Grundlagentexte bzw. auch Materialien zum Capability Approach für den Einsatz in der Lehre (Allgemeine Bildungswissenschaftliche Grundlagen, Fachdidaktiken, Pädagogisch-praktische Studien) bietet.

Co-Enrollment in Österreich

Projektleitung: Silvia Kramreiter
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2023

Co-Enrollment bedeutet das gemeinsame Lernen gebärdensprachiger und hörender Schüler*innen in einer inklusiven Lernumgebung, arrangiert über vielfältige Unterrichtsmethoden, Lernmaterialien und Medien in Begleitung eines diversen Lehrer:innenteams. Das Interesse an diesem Schulmodell ist groß und Schritte bezüglich der Implementierung weiterer Klassen und Standorte werden von Seiten der Elternschaft gefordert. Das Forschungsprojekt beleuchtet die gesamte derzeitige Schulgemeinschaft. Ziel des Projektes ist Lehr- und Lernmethoden, Lernumgebung und das Team (z. B. Einstellung, Kooperation, Aus-, Fort- und Weiterbildung) zu analysieren, Herausforderungen und Gelingensbedingungen zu formulieren sowie die Gesamtkonzeptualisierung darzustellen. Vorschläge zur Implementierung von erfolgreichen inklusiven bimodal-bilingualen Modellen an verschiedenen nationalen und internationalen Standorten schließen das Vorhaben ab.

Das Konzept der Neuen Autorität und deren Implementierung an der Praxismittelschule Mayerweckstraße

Kooperation mit: Kompass, Zentrum für Gesundheitsförderung
Projektleitung KPH: Desiree Schrom
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

“Neue Autorität – Stärke durch Beziehung” nach Haim Omer ist ein Haltungs- und Handlungskonzept, das sich mit seinem systemischen Ansatz in der pädagogischen Praxis bereits in verschiedensten Kontexten bewährt hat. Es fokussiert, anders als andere pädagogische Konzepte, auf die professionelle Handlungsfähigkeit der Erwachsenen, um auch in schwierigsten Erziehungs- und Unterrichtssituationen klar und wertschätzend zu agieren. Dieses Konzept orientiert sich an Grundsätzen des „Gewaltlosen Widerstandes“(Omer, 2012).
Ziel des vorliegenden Forschungsprojektes ist die Begleitung einer nachhaltigen Implementierung dieses Konzepts sowie die Mobilisierung des gesamten Schulstandortes PMS Mayerweckstraße im Sinne eines top-down-Ansatzes danach zu handeln.
Die Ausbreitung dieses Interventions- und Präventionskonzepts erfolgt dadurch, dass Expert*innen zum Thema „Neue Autorität“ zunächst mit interessierten Erwachsenen auf freiwilliger Basis arbeiten, die im weiteren Schritt als Multiplikanden für die gesamte Organisation dienen.
Das Produkt der Forschungsprozesses soll die Definition von Gelingensfaktoren für eine funktionierende Implementierung des Konzepts der Neuen Autorität sein, die für die Entwicklung eines zukünftigen Implementierungsleitfadens herangezogen werden kann. Für den Standort ist die erfolgreiche Implementierung selbst von Interesse, wobei der Erfolg dessen durch Interviews mit den klassenführenden Lehrkräften gemessen werden wird. Zudem soll „Neue Autorität“ künftig auch im Schulleitbild als solches definiert werden.

Elementare Sprachbildung: Mehrsprachigkeit und Sprachförderung als Thema in der elementarpädagogischen Ausbildung

Projektleitung: Niku Dorostkar
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Das Projekt „Elementare Sprachbildung” untersucht, wie der Themenkomplex Mehrsprachigkeit und Sprachförderung in der Ausbildung von Kindergartenpädagog*innen verankert ist und vermittelt wird. Ziel des Projektes ist herauszufinden, wo in der derzeitigen Ausbildung an den Bildungsanstalten für Elementarpädagogik Nachholbedarf in Bezug auf sprachwissenschaftliche Inhalte und Kompetenzen besteht, die Kindergartenpädagog*innen für die neuen beruflichen Anforderungen und Herausforderungen im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit rüsten sollen. Hierfür werden im Zuge einer Bestandsaufnahme vorhandene Curricula, Lehrwerke und Unterrichtsmodelle analysiert. Zudem werden via Online-Fragebogen Lehrer*innen an Wiener Bildungsanstalten für Elementarpädagogik befragt, wie der Themenkomplex Mehrsprachigkeit und frühkindliche Sprachförderung in ihrem Unterricht implementiert wird.   

Geschichte für das Leben lernen – Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen zum Bildungswert des Faches Geschichte

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

In diesem Projekt werden 50 österreichische Geschichtslehrpersonen aus Wiener Schulen in Interviews nach ihren berufsbezogenen Überzeugungen befragt. Die volltranskribierten Interviews werden qualitativ und quantitativ inhaltsanalytisch ausgewertet und hinsichtlich der folgenden Fragen ausgewertet:
Was kann man aus der Sicht jener, die tagtäglich in zahlreichen Schulen Geschichte unterrichten, aus der Historie lernen? Welchen Bildungswert hat das Fach in den Augen von Geschichtslehrpersonen? Ist es das zentrale Ziel des Geschichtsunterrichts, historische Inhalte – Daten und Fakten über die Vergangenheit zu vermitteln? Oder erkennen Lehrpersonen den Sinn des Geschichtslernens darin, dass sich durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit unser Gewordensein und die Zustände der Gegenwart besser verstehen lassen? Durch die Beantwortung dieser Fragen wird ein Beitrag zur empirischen Erforschung von Geschichtsunterricht und Geschichtslehrpersonen in Österreich geleistet.

Inclusive Assessment Map

Kooperation mit: Zentrum für Lehrer:innenbildung, Universität Wien; Jönköping University; Instituto Politécnico do Porto – Escola Superior de Educação, Support Unit for Inclusive Schools; UiT the Arctic University of Norway, Universität Leipzig, Zentrum für Förderpädagogik (Belgien, Eupen)
Projektleitung KPH: Marie Gitschthaler
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2023

Obwohl Schulen große Anstrengungen unternehmen, Inklusion zu realisieren, können nach wie vor viele Kinder nicht vollständig am Unterricht teilhaben und verlassen vorzeitig das (Aus-)Bildungswesen (Early School Leaving). Die Verantwortung für Schulversagen wird oftmals Kindern und deren Familien zugeschrieben; Umweltfaktoren, die ein Kind an der Teilhabe an Bildung hindern, werden jedoch vernachlässigt. Die WHO hat 2007 mit der ICF-CY (International Classification of Functioning, Disability and Health for Children and Youth) ein Instrument veröffentlicht. Es geht von der Frage aus, wie Lernumgebungen angepasst werden können, um allen Kindern die volle Entfaltung ihres Potenzials zu ermöglichen. Allerdings ist die ICF-CY in ihrer derzeitigen Form nicht für den praktischen Einsatz im Klassenzimmer geeignet. Das Projekt adressiert dieses Problem durch die Entwicklung der "Inclusive Assessment Map - I AM", die auf der ICF-CY basiert und praktische Lösungen bietet.

Interreligious Literacy, Gender und Diversity

Projektleitung: Edda Strutzenberger-Reiter
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2023

Im Zuge des Pilotprojekts “Interreligious Literacy, Gender and Diversity (ILGD)” werden Workshops für Studierende der Primarstufenpädagogik und Fortbildungen für Lehrer*innen durchgeführt. Diese Workshops orientieren sich an einem themen- bzw. problemzentrierten Zugang zu aktuellen Konfliktfeldern in der Schule, wobei hier von der Annahme ausgegangen wird, dass diese Konflikte mit der Verschränkung von Diversitätsmerkmalen wie Religion und Geschlecht zu tun haben. Die Konzeption und Umsetzung der Workshops in Bezug auf inhaltlichen und persönlichen Erkenntnisgewinn der Teilnehmer*innen wird in dieser wissenschaftlichen Begleitforschung evaluiert. Ziel ist es, aufgrund der gewonnenen Daten ein empirisch fundiertes Schulungsangebot zu konzipieren, das die Bedeutung der Verschränkung unterschiedlicher Diversitätsmerkmale, hier mit dem Fokus auf Religion und Geschlecht, für pädagogisches Handeln sichtbar macht.

Innovationslabor für Bildungsräume in Bewegung

Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2024

Ausgangssituation und Bedarf:
Veränderte Lebensbedingungen haben Auswirkungen auf die Bedürfnisse der SchülerInnen (vor allem im Rahmen der Ganztagsbetreuung) und die Erwartungen an die pädagogische Arbeit steigen stetig. Die besondere Funktion des Raumes als „dritter Pädagoge“ (Malaguzzi) findet bislang wenig Beachtung, obwohl die Praxis deutlich zeigt, dass Struktur und Gestaltung von Räumen Einfluss auf das Lernverhalten und die Lernergebnisse haben, ebenso wie das Arbeiten in kreativen und künstlerischen Prozessen. Schulräume als nachhaltige Lebensräume kreativ zu denken und zu gestalten ist daher ebenso ein Merkmal innovativer Bildungslandschaften wie öffentliche Räume als Wissens- und Bildungsräume des Alltags zu interpretieren und zu nutzen.
Das Vorhaben, in der Per-Albin-Hansson-Siedlung ein innovatives und nachhaltiges Bildungsgrätzl zu schaffen, nimmt auch Bezug auf Bedarfe, wie sie u. a. im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA_Wien erhoben wurden (u. a. Verbesserung der Infrastrukturausstattung für Kinder und Jugendliche, Verankerung von zusätzlichen Bildungs-, Kultur- und sozialen Angeboten).
Zielsetzungen:
Aufbau eines mobilen Aktivierungs-Labors (Bus-Labor) als Dreh- und Anlaufstelle für Innovationsvorhaben: Einbindung relevanter Stakeholder und Sensibilisierung für räumliche Themenstellungen mittels künstlerischer und kreativer Vermittlungsangebote, um sie sprach- und handlungsfähig zu machen, sie in den Innovations- und auf Beteiligungsprozess miteinzubeziehen und Eigenwirksamkeit zu ermöglichen.
Aufbau von Schulraum-Laboren in und mit den Partnerschulen, um innovative pädagogische und räumliche Konzepte zusammenzudenken und -bringen. Ziel ist es, mittels schulspezifischer und bedarfsorientierter partizipativer Prozesse innovative Schulraum-Settings für die bestehenden Räume zu entwickeln.
Aufbau eines Grätzl-Labors: Ziel ist es, bereits bestehende Nachbarschaftsnetzwerke und Angebote im Grätzl (Räume, Aktivitäten, Initiativen) zu bündeln und im Laufe des Prozesses einen Leerstand als Grätzl-labor-Raum für Kreativnutzungen zu gestalten und zu betreiben (innovative Unterrichtsgestaltung, Nachmittagsbetreuung, generationenübergreifendes Lernen uvm.).
Nutzen:
Mit diesem Innovationslabor werden nutzerInnenzentrierte Denk-, Handlungs- und Gestaltungsräume, die in bestehenden Strukturen bislang fehlten, partizipativ entwickelt, modellhaft implementier und getestet. Die daraus resultierenden Synergien und konkreten räumlichen Angebote haben unmittelbaren Nutzen für die umliegenden Schulen und auch für andere InteressentInnengruppen im Grätzl, da sie niederschwellig, transparent und diskriminierungsfrei zugänglich gestaltet werden. Mit den über den laufenden Betrieb und im Rahmen von Innovationsvorhaben gewonnenen Erfahrungen können weitere Standorte für Innovationsvorhaben aktiviert werden.

Kernkompetenzen für nachhaltige Bildung

Kooperation mit: Lucian Blaga Universität Sibiu, University of Szeged bzw. Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg, Arbeitseinheit Allgemeine Erziehungswissenschaft und Schulpädagogik, Arbeitseinheit Bildungssoziologie / Bildungsorganisation / Professionsforschung
Projektleitung KPH: Rudolf Beer, Isabella Benischek, Oskar Dangl
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2025

Bildung und Lehrer:innenbildung sind zentral, wenn es darum geht, Individuen zu befähigen, die Welt zukunftsfähig zu gestalten. Dafür braucht es engagierte Lehrkräfte mit entsprechendem Wissen und Können. Das Projekt fokussiert auf Kernkompetenzen einer nachhaltigen, inklusiven Bildung: die Einstellungen und Haltungen (Attitudes), das Wissen (Knowledge), Fertigkeiten und Handlungsmöglichkeiten (Skills) sowie Persönlichkeitsmerkmalen (Personality traits). Die Forschungsvorhaben sollen begriffliche Klärungen und belastbare Evidenzen als Fundament wissensbasierter Hochschullehre bereitstellen. Unterschiedliche Teilprojekte von unterschiedlichen Forschungsgruppen sollen unterschiedliche Detailfragen unter Einbeziehung unterschiedlicher Akteursgruppen mit unterschiedlichen Methoden bearbeiten. Ziel ist diese Erkenntnisse hochschuldidaktisch zu nutzen.

Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund

Kooperation mit: Bildungsdirektion für Wien, UNHCR Österreich, Universität Wien, Zentrum für LehrerInnenbildung
Projektleitung KPH: Michael Holzmayer
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Die pandemiebedingte Krisensituation stellt zurzeit institutionalisierte Bildungsbemühungen vor große Herausforderungen. Es lässt sich vermuten, dass für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund (Asylsuchende, Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte) angesichts der aktuellen Lage besondere Bedarfe entstehen, wenngleich zur Analyse solcher Bedarfe wenig aussagekräftiges empirisches Material zur Verfügung steht.
Die Studie verfolgt die Intention, bildungsbezogene Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Flucht-hintergrund zu erheben und diese in den Kontext der Pandemie zu stellen, um so einen Überblick über vorhandene wie auch nicht vorhandene, aber notwendige Initiativen bzw. Angebote im Bildungsbereich in Österreich zu bekommen. Hierzu werden auf der einen Seite über Beratungs- und Anlaufstellen und ihre Erfahrungen mit der Arbeit mit Geflüchteten in der Krisensituation befragt. Zudem wird in einer zweiten Welle die Situation in den Schulen beforscht. Lehrende, die Geflüchtete unterrichten, werden ebenso über ihre Erfahrungen damit in der Covid-19-Krise befragt. Die Untersuchung wird von Mitarbeiter*innen der Bildungsdirektion Wien, des UNHCR Österreich und der Universität Wien (Zentrum für Lehrer*innenbildung) durchgeführt.

Kooperatives Lernen im inklusiven Unterricht

Kooperation mit: PH OÖ
Projektleitung KPH: Timo Finkbeiner
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2023

Fragen zu technischer Bildung wecken zunehmend das wissenschaftliche Interesse, jedoch finden Schüler:innen mit  sonderpädagogischen Förderbedarf in diesem Kontext nahezu keine Berücksichtigung. Von Bedeutung ist daher eine mehrperspektivische Betrachtung unterrichtsentwicklungsrelevanter Fragen, welche sowohl allgemein- und sonderpädagogische als auch fachdidaktische Aspekte integriert. Im Zentrum steht die Analyse sequenzieller, videogestützter Beobachtungen von Schüler:innen in technikbezogenen, kooperativen Lernarrangements.
Demzufolge werden kooperativen Prozessen eine besondere Bedeutung zugeschrieben, da in der gemeinsamen, intersubjektiven Konstruktion und Koordination Wissensbestände kommunikativ und in Form von Handlungen ausgetauscht, verhandelt und erweitert werden.

Lingusti - Die kreative Sprachwerkstatt.

Kooperation mit: „SprachSchatz“- Verein für Mehrsprachigkeit – Begegnung – Zukunft
Humboldt-Universität zu Berlin
Universität Leipzig
Projektleitung KPH: Verena Plutzar
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Das Ziel dieses  Forschungs- und Entwicklungsprojekts ist es, zu untersuchen, wie Lehramtsstudierende (LA-Studierende) durch ein eigens entwickeltes hochschuldidaktisches Konzept sowie einer eng angeleiteten Praxis im Rahmen einer außerschulischen Sprachwerkstatt (Lingusti) lernen, interaktiv sprachliche Lerngelegenheiten zu schaffen. Zu diesem Zweck werden in einem ersten Schritt und in Kooperation mit dem Verein SprachSchatz Videovignetten für den Einsatz in der Hochschullehre erstellt. In diesen Videovignetten soll verdeutlicht werden, mithilfe welcher sprachlichen und interaktionalen Strategien sprachliche Lerngelegenheiten für mehrsprachige Kinder mit Deutsch als Zweitsprache geschaffen werden können. Dabei wird im Sinne des Konzeptes der Lingusti-Sprachwerkstatt soziales Lernen mit dem Focus-on-Form-Ansatz aus der Zweitsprachdidaktik verknüpft, um die Kinder sowohl in ihren sprachlichen als auch in ihren persönlichen Ressourcen zu stärken. Mithilfe der Videovignetten kann in weiterer Folge erhoben werden, wie Studierende zu Beginn ihrer Ausbildung im Rahmen des Schwerpunkts „Sprachliche Bildung und Diversität” Interaktionen wahrnehmen und hinsichtlich ihres Sprachförderpotentials einschätzen.

Männer als Primarstufenlehrer

Projektleitung KPH: Michael Holzmayer
Laufzeit: WiSe 2017 – WiSe 2022

Das Projekt greift das Thema des chancengerechten und inklusiven Zugangs zum Primarstufenlehrberuf im Zusammenhang mit der Diversitätskategorie Gender auf. Dabei ist die Frage leitend, welches Verständnis der Studienwahlentscheidung zugrunde liegt. Auf Basis einer interpretativen Auswertung biographisch-narrativer Interviews im 2. Semester und fokussierter Interviews im 6. Semester werden Berufsbilder und geschlechterbedingte Erfahrungen männlicher Studierender rekonstruiert. Im Zentrum steht zum einen die Rolle der geschlechteruntypischen Berufswahl für den berufsbezogenen Habitus der Studierenden; zum anderen ist von Interesse, inwiefern ein konstatierter Bruch mit Geschlechterstereotypen als Chance für transformatorische Bildungsprozesse gesehen werden muss, und zwar als notwendige Habitustransformation in Richtung eines professionellen Lehrendenhabitus.

Menschenrechtsbildung und ihre Umsetzung an Wiener Pflichtschulen

Projektleitung: Doris Lindner
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

Schule soll im Sinne der Menschenrechte Orientierung vermitteln, kritische Beurteilung ermöglichen und gesellschaftliches Engagement fördern. Diese Bereiche lassen sich den gängigen Aufgabenfeldern der Menschenrechtsbildung zuordnen: Lernen über, durch und für die Menschenrechte. Mit Hilfe der Vermittlung der Menschenrechte soll die Wahrscheinlichkeit von Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierungen verringert werden. Zentral für die Menschenrechtsbildung ist ein konzeptionelles Deutungswissen, das Schüler*innen den Sinngehalt und die innere Logik von menschenrechtsgefährdenden bzw. -behindernden und menschenrechtsfördernden Institutionen, Ordnungsmodellen, Denkweisen und Handlungen einschließlich der damit verbundenen Kontroversen erschließt. Auf den Erwerb der Kompetenzen soll im Rahmen der schulischen Bildung hingearbeitet werden. Das Forschungsziel einer Evaluation der Umsetzung von Menschenrechtsbildung an Wiener Pflichtschulen wird als Querschnittsaufgabe verstanden und folgt einem qualitativen Zugang sowie der Fokussierung unterschiedlicher Zielgruppen. Dabei soll vor allem die (1) Ebene der Lehrpläne, Lern-/Lehrziele, Leitbilder, Standards und (2) die prozessuale Ebene des Unterrichts evaluiert werden. Die qualitative Analyse wird durch die Erhebung von Good Practices zur Menschenrechtsbildung ergänzt.

Mitherausgabe des ide-Hefts 4/2021: Global Citizenship Education im Deutschunterricht

Projektleitung KPH: Sabine Zelger
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Die ide, Informationen zur Deutschdidaktik, widmet das Heft 4/2021 der Global Citizenship Education (GCED) und setzt damit für den Deutschunterricht einen neuen Denkrahmen: Statt Literatur-, Sprach- und Medienvermittlung in nationalen oder kulturellen Grenzen zu sehen, wird demokratische Teilhabe stark gemacht und diese in einer transnationalen und globalen Dimension verortet. Damit liefert der Band einen Beitrag zur transformativen Bildung, wie sie auch im Weltzukunftsvertrag der UNESCO, in den inhaltlichen Bestimmungen zum sdg 4, festgeschrieben ist. Theoretisch fundiert werden für eines der großen globalen Milleniumsziele Realisierungsmöglichkeiten diskutiert, die den Literatur-, Sprach- und Medienunterricht in Primar- und Sekundarstufen nachhaltig verändern können. 

Dazu werden mit Blick auf GCED Lehr-, Studienpläne und Erlässe analysiert, Ansätze der Mehrsprachigkeit und kulturwissenschaftliche Positionen in Hinblick auf Ästhetisches Lernen vorgestellt, Modelle für einen transnationalen Kanon erarbeitet sowie Materialien der Leseförderung diskutiert. Im praktischen Teil werden in filmischen und literarischen Fiktionen Weltbilder, das Zusammenleben in der Weltgesellschaft sowie die Globalisierung im Alltag unter die Lupe genommen, etwa mit migrationspädagogischem Ansatz die migrantische Figur Apu aus den Simpsons, und Didaktisierungen vorgeschlagen.

Mystik an öffentlichen Schulen. Bedeutung und Möglichkeiten

Projektleitung: Guntram Ferstl
Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2022

Namhafte Theologen plädieren für einen stärkeren Fokus auf Mystik, weil Mystik zu den Ursprüngen der Religion zurückführt und ein beträchtlicher Teil der säkularen Gesellschaft Interesse an authenischen religiösen Erfahrungen hat. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, inwieweit ein Bewusstsein für Mystik und deren Inhalte und Übungen in der Schule vorherrscht. Was wissen Lehrer*innen und Schüler*innen dazu und welche Stellung nehmen sie nach einer näheren Begegung zu ihr ein? Mystik wird zudem oft als verbindendes Element zwischen den Religionen angepriesen. Wie reagieren nun aber Lehrer*innen und Schüler*innen auf das interkonfessionelle Moment der Mystik tatsächlich? Experteninterviews aus den Bereichen Religionspädagogik, Theologie und Philosophie sollen erste Einschätzungen zu den obigen Fragen liefern. Im Schulkontext werden die Kinder und Jugendlichen (Volksschule, Mittelschule und Oberstufe – AHS, BHS, BHMS) über Fragebögen ihr Wissen und ihre persönlichen Einstellungen zu einfachen Übungen mitteilen.
Ziel der Studie ist es zu untersuchen, inwieweit ein Einsatz von mystischen Lehren und Übungen in der öffentlichen Schule erachtenswert erscheint.

Zur Beschämungspraxis angehender Lehrpersonen im Schulunterricht

Projektverantwortung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2024

Das Forschungsprojekt wendet sich – unter Einbeziehung wesentlicher emotions- und kultursoziologischer Aspekte – der Beschämungspraxis von Lehramtsstudierende als angehende Lehrende in der Institution Schule zu. Auf die Studierendenperspektive fokussiert, gelangt die Performativität (d.h. das Wie) der Beschämungspraxis und dieser zugrundliegenden Handlungsorientierungen sowie der Umgang mit beschämungsträchtigen und schamgenerierenden Situationen zwischen Lehrenden und Lernenden im Schulunterricht zur Untersuchung. Diesem Forschungsfokus entsprechend ist methodisch ein qualitativ-rekonstruktiver Zugang naheliegend: Zur Bearbeitung der zentralen Fragestellungen wird als Erhebungsverfahren die dokumentarisch-rekonstruktive Gruppendiskussion gewählt. Für die Datenauswertung des erhobenen Datenkorpus von insgesamt ca. acht bis zwölf Gruppendiskussionen mit Bachelor- und Masterstudierenden des Lehramtsstudiums der Sekundarstufe I und II wird die Dokumentarische Methode als Verfahren der rekonstruktiven Sozialforschung herangezogen.

Ethische Bildung – Religiöse Bildung – Interreligiosität

Emotionen und empotionale Themen im Religionsunterricht und in schulischen Religionsbüchern

Projektleitung: Mónika Solymár
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

In jüngster Zeit wurde die Frage nach Emotion und schulischer Bildung verstärkt gestellt. Das Kooperationsprojekt zielt auf eine domänenspezifisch interessierte Weiterführung dieses Diskurses. Eine theoretische Rahmung wird gesetzt, die zum einen sowohl der entwicklungspsychologischen als auch der religionspsychologischen Fundierung dient und zum anderen Ergebnisse theologischer bzw. exegetischer Emotionsforschung reflektiert. Die bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Schnittflächen werden eruiert. Schließlich werden Emotionen und emotionale Bildung dezidiert religionspädagogisch und -didaktisch im Blick auf biblisches, ethisches und interreligiöses Lernen unter Berücksichtigung von Schulformen und Unterrichtsmaterialien kontextualisiert.

Evaluation des Kooperativen Religionsunterrichts (interreligiös) an der Landesberufsschule Bregenz 1

Projektleitung: Sonja Danner
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Religion ist an Berufsschulen in Vorarlberg ein Pflichtgegenstand und wurde bislang an der Landesberufsschule Bregenz 1 von einer katholischen Religionslehrerin für alle Konfessionen und Religionen durchgeführt. Im Schuljahr 2020/21 soll nun ein interreligiöses Projekt gestartet werden, in welchem die beiden Religionslehrer*innen der jeweils größten Schüler*innen-Gruppe im Teamteaching die gesamte Klasse unterrichten (kath./islam.). Die regelmäßige Assistenz im Religionsunterricht von Lehrpersonen der kleineren Konfessionen/Religionen über das Schuljahr verteilt, soll sicherstellen, dass alle teilnehmenden Schüler*innen im Religionsunterricht ihren Platz finden.

Global Citizenship Education als Querschnittsanliegen in den Fächsern und Fachdidaktiken der KPH

Kooperation mit: Universität Wien
Projektleitung KPH: Sabine Zelger
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

Die Vereinten Nationen haben mit der Formulierung der Sustainable Development Goals (SDGs) einen weltweiten Referenzrahmen für die Auseinandersetzung mit zentralen Herausforderungen der Gegenwart geschaffen. Diese Impulse sind in ganz unterschiedlichen Bereichen aufgegriffen und diskutiert worden. Das Entwicklungsprojekt versucht, einige dieser Impulse für die Forschung an der KPH fruchtbar zu machen. Dabei bezieht es sich ganz besonders auf das Konzept der Global Citizenship Education (GCED).

Von Anfang an wurde ein Zusammenhang zwischen den Milleniumszielen der UNO und einer transformativen Pädagogik hergestellt. Der Fokus liegt dabei primär auf dem Unterziel 4.7 (vgl. Singer-Brodowski 2016), wo dieses Bildungsziel neben der „Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit […], die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung“ extra ausgewiesen wird. (vgl. Österreichische UNESCO-Kommission 2019, 9).

GCED beschreibt eine Pädagogik, die den nationalen Denkrahmen bzw. methodologischen Nationalismus (Beck 2004) zu überwinden sucht. Sie reagiert auf veränderte globale Bedingungen und Herausforderungen (Lang-Wojtasik 2019) und sucht über Bildung andere Haltungen und Handlungsmöglichkeiten zu etablieren.

Interreligiöses Begegnungslernen an Schulen  eine ethnographische Studie

Projektleitung: Alfred Garcia Sobreira-Majer, Karsten Lehmann
Laufzeit: WiSe 2018 – WiSe 2022

Interreligiöses Begegnungslernen ist ein Modell religiöser Bildung, das an Schulen und Hochschulen angewandt wird. An der KPH Wien/Krems hat es sich in ReligionslehrerInnenausbildung mit christlichen und muslimischen Studierenden bewährt. Katja Boehme (PH Heidelberg) hat ein Modell entwickelt, mit dem sowohl an der PH Heidelberg als auch an Schulen erfolgreich gearbeitet wurde. In Wien ist dieses Heidelberger Modell 2017/18 an zwei AHS installiert und an einer schon durchgeführt worden.
Das Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel, zur empirischen Erforschung dieser spezifischen Form des Begegnungslernens beizutragen. Es geht der Frage nach, worin in dem Modell des Interreligiösen Begegnungslernens „Begegnung“ besteht. Es wählt dafür den Zugang der (teilnehmenden) Beobachtung und rückt das soziale Handeln der beteiligten AkteurInnen in dem Mittelpunkt. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die konkreten Interaktionen zwischen SchülerInnen und zwischen SchülerInnen und Lehrenden im Zuge des Interreligiösen Begegnungslernens. Damit unterscheidet sich das Forschungsprojekt deutlich von anderen, die nach dem Lernertrag interreligiösen Begegnungslernens, insbesondere nach dem Erwerb interreligiöser Kompetenzen fragen.

Islamischer Religionsunterricht im Spannungsfeld von Ethik und religiösen Werten

Projektleitung KPH: Kerim Edipoglu
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

Das Entwicklungsprojekt untersucht das Spannungsfeld von Ethik und Religion im Hinblick auf den islamischen Religionsunterricht. Ethik soll als Bereicherung für den Religionsunterricht verstanden werden und ReligionslehrerInnen sollen angeleitet werden, hier vermittelnd tätig zu werden. Auf der anderen Seite soll auch das Potenzial von Religion für den Ethik-Unterricht aufgezeigt werden. Ziel dieses Entwicklungsprojekts ist es, die Grundlagen für ein größeres Forschungsprojekt zu legen, in dem passendes Material sowie Texte für diesen Schnittbereich erstellt werden.Das Entwicklungsprojekt untersucht das Spannungsfeld von Ethik und Religion im Hinblick auf den islamischen Religionsunterricht. Ethik soll als Bereicherung für den Religionsunterricht verstanden werden und ReligionslehrerInnen sollen angeleitet werden, hier vermittelnd tätig zu werden. Auf der anderen Seite soll auch das Potenzial von Religion für den Ethik-Unterricht aufgezeigt werden. Ziel dieses Entwicklungsprojekts ist es, die Grundlagen für ein größeres Forschungsprojekt zu legen, in dem passendes Material sowie Texte für diesen Schnittbereich erstellt werden.

Kompetenzförderndes Schulbuch für den orthodoxen Religionsunterricht (AHS-Oberstufe)

Kooperation mit: Universität Wien, Universität Thessaloniki
Projektleitung KPH: Theodoros Alexopoulos
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2022

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, Grundlagen für die Konzeption eines Schulbuches für die Sekundarstufe II zu entwickeln, das den modernen religionspädagogischen und theologischen Standards entspricht. Bei diesem Buch sollen die gemäß der Gesamten Rechtsvorschrift für Lehrplan - griechisch-orientalischer (orthodoxer) Religionsunterricht beschriebenen Ziele und Kompetenzen unterstützt werden. Das Innovative dieses Projektes liegt in der empirischen, datenbasierten Herangehensweise und in der Einbeziehung der Expertise der RL als Schlüsselpersonen bei der Verwendung eines Religionsbuches für die Erstellung eines Religionsbuchkonzepts. Über diesen akademischen Kooperationsrahmen hinweg darf man zusätzlich pointieren, dass das darin skizzierte Projekt eine wissenschaftliche Initiation bildet, anhand derer die schulische Praxis des Orthodoxen Religionsunterrichts in Österreich durch einen Daten-Mapping-Prozess anschaulich gemacht werden kann.

Korandidaktik trifft Bibeldidaktik. Ein Modell der subjektorientierten und kontextbezogenen interreligiösen Schriftdidaktik

Projektleitung: Fatima Cavis
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2025

Das interreligiöse (Begegnungs-)Lernen auf der Grundlage von Heiligen Schriften als Lerngegenstand weist vielfältige Potenziale nicht nur im Hinblick auf den respektvollen Umgang mit den Differenzen und die Förderung der Dialog- und Pluralitätsfähigkeit von Schüler*innen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit auf, was für eine gelungene Koexistenz unverzichbart ist, sondern es trägt auch zur Einübung eines kontextuellen und pluralitätssensiblen hermeneutischen Umgangs mit den Heiligen Schriften bei. Es zielt darauf ab, wissenschaftlich fundierte, evidenzbasierte lokale Lehr- und Lerntheorien im Hinblick auf eine subjektorientierte und kontextbezogene interreligiöse Schriftdidaktik zu entwickeln, welche die Dialog- und Pluralitätsfähigkeit von muslimischen und christlichen Schüler*innen fördert. Mit der Etablierung eines interreligiösen schriftdidaktischen Modells für den RU durch empirische Forschungsmethoden und durch die Adaption des „Scriptural Reasoning“ als ein Tool für interreligiöses Lernen leistet das Forschungsprojekt einen innovativen Beitrag für die interreligiöse Religionsdidaktik.

Menschliches Handeln im Spannungsfeld von Ethik und Religion

Projektleitung: Kerim Edipoğlu
Laufzeit: WiSe 2021 - SoSe 2023

Das Entwicklungsprojekt untersucht das Spannungsfeld von Ethik und Religion im Hinblick auf den islamischen Religionsunterricht. Ethik soll als Bereicherung für den Religionsunterricht verstanden werden und Religionslehrer:innen sollen angeleitet werden, hier vermittelnd tätig zu werden. Auf der anderen Seite soll auch das Potenzial von Religion für den Ethik-Unterricht aufgezeigt werden. Ziel dieses Entwicklungsprojekts ist es, die Grundlagen für ein größeres Forschungsprojekt zu legen, in dem passendes Material sowie Texte für diesen Schnittbereich erstellt werden.

Mystik an öffentlichen Schulen. Bedeutung und Möglichkeiten

Projektleitung: Guntram Ferstl
Laufzeit: SoSe 2019 – SoSe 2022

Namhafte Theologen plädieren für einen stärkeren Fokus auf Mystik, weil Mystik zu den Ursprüngen der Religion zurückführt und ein beträchtlicher Teil der säkularen Gesellschaft Interesse an authentischen religiösen Erfahrungen hat. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, inwieweit ein Bewusstsein für Mystik und deren Inhalte und Übungen in der Schule vorherrscht. Was wissen Lehrer*innen und Schüler*innen dazu und welche Stellung nehmen sie nach einer näheren Begegnung zu ihr ein? Mystik wird zudem oft als verbindendes Element zwischen den Religionen angepriesen. Wie reagieren nun aber Lehrer*innen und Schüler*innen auf das interkonfessionelle Moment der Mystik tatsächlich? Experteninterviews aus den Bereichen Religionspädagogik, Theologie und Philosophie sollen erste Einschätzungen zu den obigen Fragen liefern. Im Schulkontext werden die Kinder und Jugendlichen (Volksschule, Mittelschule und Oberstufe - AHS, BHS, BHMS) über Fragebögen ihr Wissen und ihre persönlichen Einstellungen zu einfachen Übungen mitteilen. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, inwieweit ein Einsatz von mystischen Lehren und Übungen in der öffentlichen Schule erachtenswert erscheint.

Passport for life

Projektleitung: Sonja Danner, Awi Blumenfeld
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

To work with biographies in the field of Holocaust Education is essential. Young people have to get to know biographies of eyewitnesses of the Holocaust, both on the part of the victims and the perpetrators. They have to get into contact with eyewitnesses (synchronously and diachronously) to reflect their own approach and their perpetrator part in them. This project will examine the impact of biographical learning on prospective teachers with the question: Is there a difference in perception between Jewish (Israel) and Christian or Muslim (Vienna) students on behalf of the biography of Karoline Bloch?

Pädagogisches Profil der freikirchlichen Privatschulen in Österreich

Projektleitung: Armin Wunderli
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

Freikirchliche Privatschulen erheben den Anspruch, dass die christlichen Werte, die sie vermitteln, den gesamten Schulalltag prägen und dass die Kinder dadurch zu gereiften Persönlichkeiten werden. In die[1]sem Forschungsprojekt geht es um die Frage, inwiefern die Pädagogik der freikirchlichen Privatschulen christlich geprägt ist und wie sich das im Schulalltag äußert. Es soll zudem herausgearbeitet werden, inwiefern die Schulen als Modell für andere – christliche oder säkulare – Schulen dienen können.

Religiöse Vielfalt an Wiener Schulen der Zwischenkriegszeit

Kooperation mit: Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit Wien, Institut für Jüdische Erwachsenenbildung Wien, Werkstatt Lichtenthal
Projektleitung: Karsten Lehmann
Laufzeit: SoSe 2018 – SoSe 2022

Im Fokus des Forschungs- und Wissenschaftsvermittlungsprojektes steht der Umgang mit Religion und religiöser Pluralität an Wiener Schulen in der Zeit der österreichischen Ersten Republik. An einer Vielzahl von Wiener Schulen war der Schulalltag der Zwischenkriegszeit von einem Zusammentreffen von Schüler*innen unterschiedlicher christlicher und jüdischer sowie säkularer Traditionen geprägt. Im Zentrum des Projektes steht die Perspektive ehemaliger Schüler*innen und deren individuelle Konstruktion von religiöser Pluralität. Die zentrale Quelle bilden daher Oral-History-Interviews mit jüdischen und christlichen Zeitzeug*innen.

Scham und Demütigung im Kontext interreligiöser Bildung

Projektleitung: Edda Strutzenberger-Reiter
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2023

Beschämung und Demütigung sind wirkungsvolle Instrumente, um gesellschaftliche Machtverhältnisse und Ungleichheiten zu manifestieren und Unterschiede zu verstärken. Vor dem Hintergrund religiöser Pluralität hat das Thema Scham für interreligiöses Lernen eine besondere Bedeutung, denn gerade hier gibt es Situationen, die Schampotenzial beinhalten, da bspw. über Themen kommuniziert wird, die die innersten Überzeugungen von Menschen betreffen. Gleichzeitig findet interreligiöses Lernen in einem gesellschaftlichen Kontext statt, innerhalb dessen antimuslimischer Rassismusvermehrt auftrifft. Es kann davon ausgegangen werden, dass als muslimisch wahrgenommene Menschen Erfahrungen mit Scham und Demütigung mitbringen, die es sichtbar zu machen gilt. Anhand einer qualitativ empirischen Erforschung von Schamerfahrungen in interreligiösen Bildungsprozessen sollen Machtverhältnisse und ihnen innewohnende Strukturen offengelegt und die Auswirkungen von Schamerfahrungen für Lernen und Lehren im Kontext religiöser Pluralitätthematisiert werden. Im Anschluss daran soll ein Konzept einer schamsensiblen Religionspädagogikfür interreligiöse Bildungsprozesseentworfen werden.

Schulbuch für den buddhistischen Religionsunterricht für 1. bis 4. Primarstufe

Projektleitung: Guntram Ferstl
Laufzeit: SoSe 2022 – WiSe 2023

Gegenständliches Schulbuchprojekt stellt sich die Aufgabe, erstmalig eine Ausarbeitung und Erstellung eines professionellen buddhistischen Schulbuches für die Primarschule zu realisieren. Im Vordergrund steht die altersgemäße Darstellung wesentlicher Passagen und Erzählungen der Lebensgeschichte des Religionsstifters Gautama Buddha. Die Lebensgeschichte Buddhas und die Wiedergeburtsgeschichten (Jatakas) dienen als vorbildhafte Referenzpunkte, um die wichtigsten buddhistischen Prinzipien zu vermitteln. Zur Vertiefung und Festigung soll das Buch Übungen unterschiedlicher Art anbieten, insbesondere Anleitungen zu einfachen Meditationen. Da in Österreich die meisten Klassen im Buddhistischen Religionsunterricht eine sehr heterogene Zusammensetzung hinsichtlich Alter, Herkunft und buddhistische Tradition aufweisen, hat das Schulbuch diesem Umstand Rechnung zu tragen.

Transmission: Vielfältige Formen der Weitergabe von Religion bei marginalisierten Jugendlichen in Österreich

Kooperation mit: PPH Linz, KPH Edith Stein
Projektleitung KPH: Karsten Lehmann
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2022

Angesichts vielfältiger Forschungsaktivitäten zur Religiosität von Kindern und Jugendlichen sind jüngst vor allem zwei grundsätzliche Kritikpunkte formuliert worden. Vor allem Forscher(inn)en mit religionswissenschaftlichem Hintergrund haben darauf hingewiesen, dass die Daten der aktuellen Studien (a) meist in urbanen Kontexten erhoben sind und deshalb nur bedingt repräsentativ und (b) religiöse und weltanschauliche Minderheiten sowie marginalisierte Milieus in den aktuellen Studien häufig vernachlässigt werden. Genau an diesen beiden Punkten setzt das Projekt Transmission an, um einen Beitrag zur empirischen Erforschung der Religiosität von Jugendlichen leisten zu können. Zusätzlich zu einer Verringerung der beiden Engführugen soll hierbei für ein komplexes Modell der Weitergabe von Religion entwickelt werden.

Was hat der Religionsunterricht mit dem Klimawandel zu tun? Eine qualitativ-empirische Studie zu Bildung für nachhaltige Entwicklung im evangelischen Religionsunterricht

Projektleitung: Jennifer Jakob
Laufzeit: SoSe 2020 – SoSe 2023

Debatten über Nachhaltigkeit – und dem damit verbundenen Klimawandel – werden immer lauter. Im Bildungskontext wurde auf die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte mit dem Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung reagiert. Dabei wird in bildungspolitischen Debatten dem Religionsunterricht (RU) in dieser Hinsicht anscheinend kaum Bedeutung gegeben. Allerdings kann argumentiert werden, dass gerade der RU großes Potential hat, sich diesen Fragen und Anliegen der nachhaltigen Entwicklung zu stellen. Aus den religiösen Narrativen lassen sich nachhaltige Verhaltensweisen ableiten, die ganz selbstverständlich in vielen biblischen Geschichten mitklingen, die im RU erzählt werden. Damit leistet der RU einen wertvollen Beitrag zur Erfüllung der Agenda 2030. In diesem Projekt wird untersucht, welche Konzepte von Nachhaltigkeit im evangelischen RU an APS vorkommen. Das Ziel des Forschungsprojektes ist, die Beziehung zwischen Nachhaltigkeit und evangelischem RU an APS darzustellen und die religionspädagogische Perspektive auf das Thema zu erweitern.

Wie Jugendliche Religion und religiöse Zugehörigkeit beurteilen und woran sie sich im Alltag orientieren

Projektleitung: Doris Lindner, Werner Hemsing
Lauzeit: SoSe 2021 – SoSe 2023

Im Rahmen der Repräsentativstudie der Pädagogischen Hochschulen Österreichs sind Jugendliche im Alter von 14-16 Jahren 2020 zu ihren Einstellungen, Haltungen und Verhaltensbereitschaften zu gesellschaftsrelevanten Themen befragt worden.
Im Bundesland Wien wurden Items zu Religion, Religiosität und Spiritualität vertieft und Aspekte, wie das Verhältnis zu religiösen Institutionen, Einstellungen zu religiöser und kultureller Vielfalt sowie interreligiösen Beziehungen analysiert. Über 9.000 Jugendliche aller Schultypen haben an der Fragebogenerhebung teilgenommen. Die leitenden Fragestellungen betreffen (1) die religiöse Orientierung, insbesondere im ethisch-moralischen Bereich, (2) Einstellungen zu Religion und Moderne, (3) Meinungen zu religiöser und kultureller Vielfalt und (4) Fragen zum Glauben. In den Fragebereichen der abhängigen Variablen wurde differenziert in Fragen auf der individuellen Ebene (religiöse Praxis, religiöse Erfahrungen, religiöse Weltanschauungen), auf der Ebene der Institutionen und sozialen Gruppen (Kirche in der Moderne) und der Gesellschaftsebene (Einstellungen zu religiöser/kultureller Vielfalt, Religion im modernen Leben). Zusätzlich gab es Fragenbereiche, die die (1) Zugehörigkeiten von Jugendlichen zu Religion und Spiritualität und (2) die Bedeutung von Religion oder Spiritualität in konkreten Situation nach Selbsteinschätzung erfassen sollten.

Kompetenzorientiertes Unterrichten – Unterrichtsentwicklung – Schulentwicklung

Analyse der Curricula BA- und MA-Studium Lehramt Primarstufe hinsichtlich Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung

Projektleitung: Eva Sattlberger
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2022

Ausgehend von den in der Antrittsvorlesung „Was wir leisten, wenn wir beurteilen“ präsentierten Ergebnissen zur Fragestellung „Was müssen Lehrer:innen können (Teilprojekt A), um Leistungen von Schülerinnen und Schülern gerecht bewerten zu können“, sollen in diesem Forschungsprojekt (Teilprojekt B, September 2020 bis Februar 2021) die Curricula sowohl zum BA- als auch zum MA-Studium Lehramt Primarstufe der KPH analysiert werden.
Die Inhaltsanalyse erfolgt nach Mayring (2008) und Früh (2001) und soll jene Bereiche der Curricula beleuchten, die sich inhaltlich auf den Erwerb von Kompetenzen im Bereich Leistungsbeurteilung beziehen. Eingeteilt wird in die Kategorien „erwartete Lernergebnisse/Kompetenzen“ (Ebene 1), Lehrveranstaltungen (Ebene 2) und „Bildungsziele und Bildungsinhalte“ (Ebene3). Damit soll ein Überblick über die Struktur und die konkreten Lerninhalte zum Thema Leistungsbeurteilung in den Curricula der KPH entstehen. Eine Ausdehnung der Analyse auf Curricula anderer PHs ist geplant. In einem Nachfolgeprojekt (Teilprojekt C, ab SoSe 2021) sollen auf Basis der Ergebnisse der Curricu-laanalysen sowohl Lehrenden- als auch Studierendenbefragungen durchgeführt werden. Ausgangspunkt dafür ist die These, dass dem Themengebiet der Leistungsfeststellung und -beurteilung insgesamt im Lehramtsstudium zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Da der Umgang mit Leistungsbeurteilung in Österreich aber hochselektiv und sozial ungerecht ist, ist es besonders wichtig ein detailliertes Bild über den Kompetenzerwerb von Studierenden in diesem Bereich zu erhalten und in weiterer Folge ein gemeinsames Konzept zur Thematik der Leistungsbewertung bzw. -beurteilung zu entwickeln.

Analyse von Chemieunterricht in einem inklusiven Klassenzimmer mittels der dokumentarischen Methoden

Kooperation mit: Leuphana Universität Lüneberg, PH NÖ
Projektleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2018 – SoSe 2022

Die Bearbeitung fachdidaktischer Fragestellungen mit der dokumentarischen Methode führt bisweilen zu Ergebnissen, die eher bildungs- oder sozialwissenschaftlicher Natur sind. Um fachdidaktischen Ansprüchen gerecht zu werden, schlagen wir vor die Methode mit fachdidaktischen Modellen und Theorien anzureichern. Wie eine entsprechende Analyse umsetzbar ist, illustrieren wir anhand von Videodaten aus dem Chemieunterricht, an denen wir unser fachdidaktisches, dokumentarisches Vorgehen verdeutlichen. Dabei führt eine Schüler*innengruppe einen Schulversuch zum Thema Destillation eines Ethanol-Wasser-Gemisches durch, deren Orientierungsrahmen wir vor und nach Hinzunahme der fachdidaktischen Bezüge einander gegenüberstellen.
Darüberhinaus ist die Entwicklung der Methode zentral in diesem Projekt.

Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster Studierender

Projektleitung: Gabriele Beer, Rudolf Beer
Laufzeit: SoSe 2022 – WiSe 2024

Das Projekt fokussiert auf das arbeitsbezogene Verhaltens- und Erlebensmuster (AVEM) Studierender und im Beruf stehender Personen. Das gegenständliche Forschungs- und Entwicklungsprojekt verfolgt unterschiedliche Aspekte:

1. Individuelle persönlichkeitsbildende Perspektive
Das empirisch-quantitative Erhebungsverfahren erlaubt Aussagen über gesundheitsförderliche bzw. -gefährdende Verhaltens- und Erlebensweisen bei der Bewältigung von Arbeits- /Berufs- bzw. Studienanforderungen. Damit bietet es sich vorrangig für die Sensibilisierung an der Thematik der Lehrer*innengesundheit sowie für die Früherkennung – schon im Rahmen der Lehramtsausbildung – gesundheitlicher Risiken sowie die Begründung und Ableitung präventiver Maßnahmen an. Erkenntnisse aus diesem Entwicklungsprojekt sollten in die Konzeption hochschulischer Maßnahmen einfließen, um zukünftig den Studierenden ein spezifiziertes Wahlangebot (personenbezogene Nutzung) im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung anbieten zu können. Hochschulische Interventionen könnten die Unterstützung von Beratung, Coaching, Supervision, einschlägigen Trainingsmaßnahmen umfassen, die im Zuge einer möglicherweise anstehenden Curriculumsüberarbeitung auch umgesetzt werden könnten.

2. fachlicher/forschungsmethodologischer Kompetenzerwerb
Die Auseinandersetzung mit einem standardisierten empirisch-quantitativen Erhebungsinstrument, sowie die Datenauswertung und Interpretation biete ein hochwirksames Experimentier- und Forschungsfeld. Forschungskompetenz (Knowledge & Skills) wird am konkreten Falle entwickelt.

3. Forschungsdesign
Der Einsatz empfiehlt sich (1) im Trenddesign, um (a) die empirische Basis zur Konzeption der oben angesprochenen Wahlangebote zu liefern, (b) wie auch Kohortenvergleiche an der Hoch-schule anzustellen und (2) im Paneldesign, um mittels dieser längsschnittlich gesammelten Daten die hochschulischen Interventionen zu evaluieren.

In das gegenständliche Forschungsprojekt werden Studierende aus Forschungsseminaren im Sinne forschenden Lernens involviert. Somit sind Studierende nicht nur Forschungsobjekt hoch-schulischer Forschung, sondern werden zu teilhabenden, reflektierenden Subjekten eigener Professionsforschung.

Attitudes, Knowledge und Skills als Gelingensbedingungen kompetenzorientierten Arbeitens und Lernens an Pädagogischen Hochschulen

Projektleitung: Rudolf Beer, Isabella Benischek
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

Das Projekt fokussiert auf Kernkompetenzen von Lehrenden, die für eine nachhaltige, inklusive Hochschulbildung zur Absicherung eines kompetenzorientierten Unterrichtsnotwendig sind. Das Streben nach einer inklusiven, nachhaltigen Bildung verlangt nach Lehrenden mit weitreichenden Kompetenzen. Als Kernkompetenzen von Lehrenden gelten die Einstellungen und Haltungen (Attitudes), das Wissen (Knowledge), die Fertigkeiten und Handlungsmöglichkeiten (Skills) sowie professionsspezifische Persönlichkeitsmerkmale (Personality traits) (vgl. Melzer et al., 2015, S. 61). Das Forschungsinteresse der gegenständlichen Untersuchung gilt diesen Kernkompetenzen im Zusammenhang mit den Gelingensbedingungen kompetenzorientierter Lernsettings aus Sicht der Studierenden und Hochschullehrpersonen. Ziel ist es, diese Erkenntnisse im Sinne einer Hochschulentwicklung zu nutzen.

DaWaKo in der Primarstufe – Design based research - Arbeitseinheit Verbund NO

Kooperation mit: PH Wien
Projektleitung KPH: Anita Summer
Laufzeit: SoSe 2021 – offen

Digitalisierung, Data Literacy, Data Science etc. sind allgegenwärtig in unserer Gesellschaft. Auch Kinder begegnen in ihrem Alltag Daten auf vielfältige Art und Weise. Aus diesem Grund ist es notwendig, sie bereits in der Primarstufe beim Kompetenzerwerb im Themenfeld “Daten, Wahrscheinlichkeit und Kombinatorik” zu unterstützen. Dies erfordert, dass sich die Lehrpersonen mit den fachlichen Inhalten auseinandersetzen und ihr didaktisches Handlungsrepertoire erweitern.
Im Rahmen dieses Forschungsprojekts werden effektive Fortbildungsveranstaltungen konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Ziel soll es sein, “Daten, Wahrscheinlichkeit und Kombinatorik” fachwissenschaftlich und fachdidaktisch zu durchdringen und dadurch Möglichkeiten für den Transfer in den Mathematikunterricht der Primarstufe aufzuzeigen. 

Themenstellungen des Bereichs “Daten, Wahrscheinlichkeit und Kombinatorik” sind Inhalte, die traditionell eher der Sekundarstufe zugeordnet werden. Im österreichischen Lehrplan der Volksschule nicht verankert, war der Umgang mit Daten und Wahrscheinlichkeiten bis zur Verordnung der Bildungsstandards 2009 nur selten Bestandteil des Primarstufenunterrichts und bleibt bis heute die Ausnahme. Laut Neubert (2012, S. 5) sind mögliche Ursachen das zu geringe inhaltliche Verständnis und ein im Bildungsverlauf zu später Einstieg in die Thematik. Sill und Kurzmann (2019, S. 3) betonen auch, dass viele Lehrpersonen im Bereich der Primarstufe aufgrund ihrer Ausbildung nicht über die notwendigen soliden Kenntnisse im Themenfeld “Daten, Wahrscheinlichkeit und Kombinatorik” verfügen. Neben verstärkten Angeboten von effektiven Fortbildungsveranstaltungen zu diesem Thema, brauche es auch eine konsequente Beschränkung der stofflichen Inhalte und Aufgabenstellungen. (Sill & Kurzmann, 2019, S. 3f) Gleichzeitig herrscht in der Fachwelt der Konsens, dass stochastische Aufgabenstellungen nicht nur im Mathematikunterricht sondern auch in anderen Unterrichtsfächern einen wesentlichen Beitrag zur Umwelterschließung bilden. 

Das geplante Forschungsprojekt versucht diese Lücke zu schließen, indem in einem ersten Schritt sinnvoll umsetzbare, elementare Themenbereiche der Stochastik für die Primarstufe extrahiert werden sollen. Diese Inhalte werden zunächst mit Studierenden und in weiterer Folge mit Schülerinnen und Schülern umgesetzt und evaluiert. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen wird eine Fortbildungsreihe geplant und wissenschaftlich begleitet an allen drei mitwirkenden Pädagogischen Hochschulen umgesetzt.

Erstellung eines kompetenzförderenden Schulbuches für den orthodoxen RU (AHS)

Kooperation mit: Universität Wien, Universität Thessaloniki
Projektleitung KPH: Theodoros Alexopoulos
Laufzeit: WiSe 2019 – Wise 2022

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, Grundlagen für die Konzeption eines Schulbuches für die Sekundarstufe II, 8. Klasse zu entwickeln, das den modernen religionspädagogischen und theologischen Standards entspricht. Bei diesem Buch sollen die gemäß der Gesamten Rechtsvorschrift für Lehrplan - griechisch-orientalischer (orthodoxer) Religionsunterricht, (Fassung vom 13.06.2018) beschriebenen Ziele und Kompetenzen unterstützt werden. Orthodoxe Religionsbücher sind forschungsmäßig eine tabula rasa. Es gibt weder hermeneutische noch empirische Forschungsarbeiten dazu. Forschungsarbeiten zu deutschsprachigen Religionsbüchern beziehen sich auf inhaltliche Analysen (z. B. islamisch: Falaturi, 1986-1988; katholisch: Fiedler 1980), nicht aber auf Funktionen bzw. Konzeptionen. Das Innovative dieses Projektes liegt in der empirischen, datenbasierten Herangehensweise und in der Einbeziehung der Expertise der RL als Schlüsselpersonen bei der Verwendung eines Religionsbuches für die Erstellung eines Religionsbuchkonzepte. Über diesen akademischen Kooperationsrahmen hinweg darf man zusätzlich pointieren, dass das darin skizzierte Projekt eine wissenschaftliche Initiation bildet, anhand derer die schulische Praxis des Orthodoxen Religionsunterrichts in Österreich durch einen Daten-Mapping-Prozess anschaulich gemacht werden kann.

Formative Leistungsbewertung und fachdidaktische Konsequenzen für den Mathematikunterricht

Kooperation mit: Fakultät für Mathematik der Universität Wien
Projektleitung KPH: Eva Sattlberger
Laufzeit: SoSe 2022 – Wise 2022

Leistungsbeurteilung kann auf verschiedene Bezugsnormen rekurrieren: Kriterial, sozial oder individuell. In der Bildungswissenschaft hat sich eine Berücksichtigung kriterialer und individueller Komponenten als besonders lernförderlich für Schüler*innen etabliert. Um diesen Zugang auf Schulebene und im Unterricht zu realisieren, sind verschiedene Maßnahmen gesetzt und fachdidaktische Konzepte entwickelt worden. Im Projekt werden die unterschiedlichen Bezugsnormen in Zusammenhang mit einer formativen Leistungsbewertung vgl. Schmidinger et al., 2016, NBB Band 2) gebracht. Ein wesentliches Merkmal dieser Form der Leistungsbewertung ist die Anpassung der unterrichtlichen Maßnahmen an die aktuellen Bedürfnisse der Lernenden. Die daraus resultierenden fachdidaktischen Konsequenzen werden identifiziert und diesbezügliche Vorschläge für den Unterricht herausgearbeitet. Dazu gehören verschiedene Tätigkeiten im Mathematikunterricht, die selbstdifferenzierende Ansätze ansprechen, oder die Generierung und Analyse von Aufgaben in Hinblick auf ihren Schwierigkeitsgrad.

Fortbildung Organisation Professionalität (FOPRO)

Kooperation mit: Die mit Lehrer*innen-Fortbildung betrauten Institute der PH Steiermark, PH Oberösterreich sowie der KPH Wien/Krems
Projektleitung KPH: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2022 – SoSe 2024

In Anlehnung an die Forderungen des Entwicklungsplans für die Pädagogischen Hochschulen (PH-EP), der Ziel- und Leistungspläne (ZLP) und des Bundesqualitätsrahmens für Fort- und Weiterbildung sowie Schulentwicklungsberatung zum Schwerpunkt Wirksamkeit von Fort-und Weiterbildung im Schulsystem erforscht dieses Projekt die Frage „Was braucht wirksame Fort- und Weiterbildung?“ anhand von organisationalen und strukturellen Gegebenheiten von Fortbildung der beteiligten Pädagogischen Hochschulen.

Konkret soll in diesem Forschungsprojekt auf die Strukturen fokussiert werden, innerhalb derer Fortbildner*innen tätig werden. Dabei soll insbesondere folgenden Fragen nachgegangen werden:

  • Wie ist der Bereich der Fortbildung an den teilnehmenden Hochschulen organisational eingebettet?
     
  • Wie lässt sich die Gruppe der Fortbildner*innen hinsichtlich Beschäftigungsstatus, -ausmaß und -dauer differenzierend erfassen?
     
  • Wie sind zentrale Abläufe im Bereich des (Fort-)Bildungsmanagements (etwa: Recruiting, Personalführung- und -entwicklung, Qualitätsmanagement) ausgestaltet? Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede zeigen sich dabei an den beteiligten Pädagogischen Hochschulen? Entlang dieser Forschungsfragen soll ein besseres Verständnis des bislang vergleichsweise wenig beforschten Bereichs der Fortbildung entwickelt werden. Diese Erkenntnisse sollen – nach einer diskursiven Validierung mit Verantwortlichen der Personal- und Hochschulentwicklung – wiederum Ableitungen von Empfehlungen zur Organisation von Fortbildung, zu Rekrutierungsmaßnahmen geeigneter Lehrender für dieses Feld sowie zu Personalentwicklungs- und Unterstützungsmaßnahmen für bereits tätige Fortbildner*innen zulassen.

Fortbildungsangebot für Lehrer*innen in Geschichte und Politischer Bildung in der Sekundarstufe

Kooperation mit: Bildungsdirektion NÖ
Projektleitung KPH: Martina Rabl
Laufzeit: SoSe 2019 – WiSe 2022

Die Lehrer*innen-Fortbildung in Geschichte und Politische Bildung (Sek. 1) erfolgte bisher durch zentrale Angebote und Themenvorgaben der PHs. Daher fanden regionale Fortbildungsveranstaltungen weniger Berücksichtigung. Eine Möglichkeit zur Dezentralisierung eröffnete sich ab September 2018 über das Netzwerk der GSP Lehrer*innen im Wirkungsbereich der Bildungsdirektion NÖ. Damit die regionalen Fortbildungsveranstaltungen einen großen Zuspruch und hohe Akzeptanz durch die Kollegen*innen erfahren, soll vorab das Interesse an erwünschten Themen in den Regionen erfragt werden. Zweck dieser Erhebung ist vor allem die Nachhaltigkeit von Inhalten für die Teilnehmer*innen.

Geschichte für das Leben lernen.

Kooperation mit: Universität Salzburg, University of Oxford
Projektleitung KPH: Roland Bernhard
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

In diesem Projekt werden 50 österreichische Geschichtslehrpersonen aus Wiener Schulen in Interviews nach ihren berufsbezogenen Überzeugungen befragt. Die volltranskribierten Interviews werden qualitativ und quantitativ inhaltsanalytisch ausgewertet und hinsichtlich der folgenden Fragen ausgewertet:
Was kann man aus der Sicht jener, die tagtäglich in zahlreichen Schulen Geschichte unterrichten, aus der Historie lernen? Welchen Bildungswert hat das Fach in den Augen von Geschichtslehrpersonen? Ist es das zentrale Ziel des Geschichtsunterrichts, historische Inhalte – Daten und Fakten über die Vergangenheit zu vermitteln? Oder erkennen Lehrpersonen den Sinn des Geschichtslernens darin, dass sich durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit unser Gewordensein und die Zustände der Gegenwart besser verstehen lassen?
Durch die Beantwortung dieser Fragen wird ein Beitrag zur empirischen Erforschung von Geschichtsunterrricht und Geschichtslehrpersonen in Österreich geleistet.

Individuelles Fördern im Unterricht planen

Projektleitung: Gabriele Beer
Laufzeit: SoSe 2018 – WiSe 2023

Ein Ausbildungsziel ist es, angehende Lehrpersonen darauf vorzubereiten, Unterricht so gestalten zu können, dass sie die Schüler:innen bestmöglich individuell fördern. Maßnahmen der Individuellen Förderung sind somit bei jeder Unterrichtsplanung zu überlegen. Studierende halten solche in ihren Vorbereitungen schriftlich fest. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Kompetenzentwicklung von Studierenden der Primarstufe (Bachelor-Studiengang) an der KPH Wien/Krems in dieser Domäne zu erfassen. Dazu werden auf Basis einer Längsschnittstudie Vorbereitungen in Mathematik theoriegeleitet analysiert, welche die Studierenden im zweiten und sechsten Ausbildungssemester verfasst haben.

Innovative Lehrer*innenbildung mit Eye-Tracking-Videos

Kooperation mit: FHNW, PH Zürich, Universität Zürich
Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2022

Das Projekt möchte durch den Einsatz der Eye-Tracking-Technologie im Bereich der Lehrer*innenbildung und Unterrichtsforschung einen innovativen Beitrag leisten. Ziel des Projektes ist, diese neuartige Technologie in der Lehrer*innenbildung zu etablieren. Neben traditionellen Unterrichtsaufnahmen sollen auf einer Videoplattform Filmausschnitte von Eye-Tracking-Unterrichtsvideos und unterschiedliches Begleitmaterial zur Verfügung gestellt werden. Es sollen außerdem innovative Hochschullehrkonzepte entwickelt werden, die Eye-Tracking-Videos als zentralen Bestandteil für die systematische Analyse und Reflexion von Unterricht vorsehen. Die Produkte und Erkenntnisse des Projekts sollen insbesondere für die beteiligten Pädagogischen Hochschulen, aber auch ganz allgemein für die Lehrer*innenaus- und Weiterbildung von Bedeutung sein.

Integrale Werkpädagogik

Kooperation mit: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Projektleitung KPH: Gert Hasenhütl
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

Das Forschungsprojekt geht davon aus, dass Technische Bildung neben MINT Kompetenzen auch grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Kreislaufdenken und Kybernetik unterstützt und so "verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster" (BMB 2017, 1) bei Kindern und Jugendlichen fördern kann. Aspekte technisch-ästhetischer Persönlichkeitsbildung, d. h. psychische, körperliche, gesellschaftliche und kulturelle Subjektwahrnehmungen, sollen mittels dem Technik-Schulprojekt angesprochen und aktiviert werden. Das Projekt umfasst (i) Forschung wie (ii) Entwicklung zum "halleschen Modell" und dem Ansatz der "integralen Kunstpädagogik". Weiters soll der Ansatz in die Primarstufenwerkpädagogik transferiert werden und ein Technik-Schulprojekt entwickelt und erprobt werden.

Internationale Leuchtturmprojekte zu "Research Engagement" in Schulen. Wie kommt Evidenzbasierung in die Klassenzimmer?

Kooperation mit: University of Oxford, Universität Salzburg
Projektleitung KPH: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2022

In diesem Projekt wird mit qualitativen und quantitativen Methoden erforscht, wie es Schulträgern, Direktor/innen und Lehrkräften in hochgradig effektiven Schulen gelingt, evidenzbasierten Unterricht im Klassenzimmer ankommen zu lassen. Im Rahmen des Projektes wurde ein internationales Symposium bei der Konferenz der American Educational Research Association in San Francisco organisiert und bewilligt.

Kernkomeptenzen von Lehrkräften als Gelingensbedingungen kompetenzorientierten Arbeitens und Lernens aus Perspektive von erwachsenen Personen aus nicht-pädagogischen Berufen

Projektleitung: Rudolf Beer
Laufzeit: WiSe 2022 – WiSe 2023

Das Projekt fokussiert auf Kernkompetenzen von Lehrenden, die für eine nachhaltige, inklusive Hochschulbildung zur Absicherung eines kompetenzorientierten Unterrichts notwendig sind. Das Streben nach einer inklusiven, nachhaltigen Bildung verlangt nach Lehrenden mit weitreichenden Kompetenzen. Als Kernkompetenzen von Lehrenden gelten die Einstellungen und Haltungen (Attitudes), das Wissen(Knowledge), die Fertigkeiten und Handlungsmöglichkeiten (Skills) sowie professionsspezifische Persönlichkeitsmerkmale (Personality traits) (vgl. Melzer et al., 2015, S. 61). Das Forschungsinteresse der gegenständlichen Untersuchung gilt diesen Kernkompetenzen im Zusammenhang mit den Gelingensbedingungen kompetenzorientierter Lernsettings aus Sicht von Eltern und Personen aus nicht-pädagogischen Berufen. Hierzu wird im Zuge einer empirisch-quantitativen Fragebogenstudie die Perspektive externer gesellschaftlicher Akteure eingeholt. Die Ergebnisse werden den Evidenzen aus der Studie ‚GB_kom_ArLe‘ ergänzend bzw. kontrastierend gegenübergestellt. In das gegenständliche Forschungsprojekt werden Studierende aus Forschungsseminaren im Sinne forschenden Lernens involviert.

Leistungsfeststellung und -beurteilung in den musischen Unterrichtsfächern

Kooperation mit: ARGE MUBEKA, Bildungsdirektion NÖ
Projektleitung KPH: Gregor Kremser
Laufzeit: WiSe 2020 –  WiSe 2023

Die Leistungsfeststellung und -beurteilung im Kontext der musischen Fächer wird sowohl von LehrerInnen als auch von SchülerInnen immer wieder als unbefriedigend empfunden. Welche Möglichkeiten einer adäquaten Leistungsfeststellung und –beurteilung gibt es im Rahmen der gesetzlichen und fachpraktischen Realität in unserem Schulsystem? Durch das vorliegende Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird eingangs eine Status Quo Analyse für diese Thematik im Bereich der Sekundarstufen 1 und 2 in Österreich vorgelegt. Weiters wird darauf aufbauend ein idealtypischer Leitfaden für die Leistungsfeststellung und -beurteilung entwickelt.

London Effect - Politische Initiativen zur Steigerung von Lernergebnissen in Londons Brennpunktschulen und Learnings für Österreich

Kooperation mit: Universität Wien, Campus Altes AKH
Projektleitung KPH: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

In den ausgehenden 1990er Jahren waren die Schulen in London, insbesondere jene der Innenstadt, bekannt als typische "failing schools". Nach einigen von der Politik initiierten Qualitätsinitiativen in den 2000er Jahren, die zahlreiche School Turn-Arounds ermöglichten und einen rapiden Anstieg der Lernergebnisse bewirkten, überragen die Schulen Londons heute jene im Rest des Landes, wenn die Ergebnisse bei standardisierten Tests als Kriterium herangezogen werden. Besonders stark gelang die Steigerung von Lernergebnissen benachteiligter Schüler*innen. Dieser Erfolg wird unter dem Begriff "London Effect" derzeit weltweit diskutiert. In diesem Projekt werden die politischen Initiativen, welche die Schulverbesserungen ermöglichten, durchleuchtet und davon ausgehend danach gefragt, wie die Bildungspolitik in Österreich von diesen Erkenntnissen profitieren könnte. Dazu werden im Rahmen einer Literaturstudie Interviewpartner*innen identifiziert, die während der Zeit der schnellen Schultransformationen in den 2000er Jahren die Bildungspolitik auf verschiedenen Ebenen aktiv geprägt haben und mit Experteninterviews befragt.

L2 proficiency and development in CLIL

Projektleitung: Silvia Bauer-Marschallinger
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

The great promise of CLIL is that it will enhance learners’ language competence beyond what is possible in regular language classes. In this project, we will review empirical research that has investigated this claim. While a first generation of studies tended to find positive effects throughout, recent results have been more mixed. Reasons for this shift lie in methodological advances, deliberate attention to the selection bias linked to many CLIL implementations, a wider range of CLIL contexts investigated, but also in different and revised conceptualizations of what language competence entails. Beyond language competence per se, studies on the effect of CLIL on learners’ motivation seem to find a mostly positive impact. Yet on closer inspection, it becomes evident that especially learners with low entry-level language competence report feelings of frustration and overload.
These trends in CLIL research are closely connected to current developments in CLIL practice, most notably its growing effort for greater inclusiveness. Thus, a re-evaluation of current research in this regard as intended by this project is warranted.

Mixed Methods und Triangulation: Kombination qualitativer und quantitativer Methoden in der Schulentwicklungsforschung

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

Die Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden in der Erforschung eines Phänomens (Mixed Methods/Methodologische Triangulation) wurde in den letzten Jahrzehnten als drittes Forschungsparadigma etabliert und erfreut sich wachsender Beliebtheit. In diesem Projekt werden unterschiedliche Mixed Methods Zugänge zur Erforschung von Schulqualitätsentwicklung gesichtet und mit dem Forschungsdesign eines eigenen Projektes in Verbindung gesetzt. Die Vorgehensweise in einem eigenen Mixed Methods Projekt wird umfassend reflektiert.

Motorische Fähigkeiten von Studienanfänger_innen (MoF)

Projektleitung: Isabella Benischek
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Die Corona-Pandemie bedingte vielfältige Einschränkungen, auch im Sportunterricht. Es stellt sich die Frage, wie die motorischen Fähigkeiten von Studienanfänger*innen nach den bisherigen Einschränkungen ausgebildet zu Studienbeginn sind. Mittels DMT (Deutscher Motoriktest) wird bei Studierenden des ersten Semesters der IST-Stand festgestellt. Es erfolgt ein Vergleich mit den Normwerten des DMT sowie mit Referenzwerten im Bereich Ausdauer (6-min Lauf) aus früheren Kohorten. Der Einfluss von Aktivitäten in Sportvereinen wird ermittelt, ebenso wie ein Zusammenhang mit dem Persönlichkeitsmerkmal der Anstrengungsvermeidung. Aus den Erkenntnissen werden Maßnahmen für die Lehrveranstaltungen aus Bewegung und Sport abgeleitet.

Nachhaltigkeit in der Lehrer*innenforschung, Modularer Reihen

Projektleitung: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2023

In diesem Projekt wird die Nachhaltigkeit von mehreren modularen Fortbildungsreihen an der KPH Wien/Krems beforscht. Es handelt sich dabei um mind. drei Veranstaltungen, die inhaltlich zusammenhängen, bei denen sich die Teilnehmer*innen auf einen längerfristigen Lernprozess einlassen und bei der eine Reflexion des praktischen Handelns stattfindet. Die Erhebung erfolgt multimethodisch (Interviews und online-Fragebögen) und multiperspektivisch mit Veranstaltungsleiter*innen, Referent*innen und Teilnehmer*innen (zu drei Zeitpunkten). Erkenntnisse daraus fließen in die Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Angebote in der Fortbildung ein.

Naturwissenschaftliche Denk-und Arbeitsweisen in der Primarstufe

Kooperation mit: PH Wien; AECC Chemie, Universität Wien
Projektleitung KPH: Christian Nosko
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen sind wesentliche Bestandteile der naturwissenschaftlichen Grundbildung. Die Implementierung dieser stellt für Lehramtsstudierende und Lehrer*innen oftmals eine große Herausforderung dar. Hier möchte dieses Projekt ansetzen und unterstützen. Es werden Arbeitsmaterialien für Schüler*innen und eine Handreichung für Lehrpersonen entwickelt, die direkt im Unterricht eingesetzt werden können. Dabei sollen diese didaktischen Materialien nicht nur im naturwissenschaftlichen Sachunterricht, sondern auch in der Aus- und Fortbildung von Lehrer*innen zum Einsatz kommen.

Praxisorientierte Erweiterung der Curricula im Fach Deutsche Philologie (Erasmus+)

Kooperation mit: Universität Wien, Universität Bratislava, Universität Szeged, Eötvös-Loránd-Universität Budapest, Universität Luzern, Österreichische Nationalbibliothek
Projektleitung KPH: Sabine Zelger
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2022

Vor dem Hintergrund literatur- und kulturwissenschaftlicher Entwicklungen zielt das Projekt auf eine inhaltliche und methodische Erweiterung der Curricula des Faches Deutsche Philologie an den Universitäten Wien, Bratislava und Szeged ab. Für die Förderung von Medien- und praxisorientierten philologischen Kompetenzen werden über nationale-kulturelle Grenzen hinweg Materialien aufgearbeitet, in denen Brüche und Krisenbewältigungen der Jahre 1848, 1867, 1873, 1918/19, 1945 im Zentrum ste-hen. Dabei wird Kultur im Sinne der Kulturtransferforschung als offener konstruktiver Prozess aufgefasst.
In den Entwicklungsprozess, der von einem Fachbeirat begleitet und evaluiert wird, sind auch Studierende der drei Universitäten involviert. Die themenspezifischen Materialien werden zudem in Multi-plikatorInnenveranstaltungen, unter anderem an der KPH Wien/Krems, präsentiert. Sie können von Lehrenden in fachdidaktischen Lehrveranstaltungen an der KPH Wien/Krems sowie weiteren Hochschulen im Verbund Nord/Ost genutzt und mit den Studierenden weiterbearbeitet werden. Dabei werden eigene didaktisierte Module entstehen, die den Einsatz der Materialien an Schulen ermöglichen. Diese neuen Module können auch nach Projektende auf die digitale Plattform ge-stellt werden, da die Betreuung der Plattform über das Projektende hinaus gesichert ist.

Professionalisierung und Professionalität in der Elementarstufe

Kooperation mit: Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Projektleitung KPH: Johanna Bruckner
Laufzeit: SoSe  2021 – SoSe 2023

Seit dem WiSe 2018 werden an PHs Bachelorstudien der Elementarbildung/Elementarpädagogik für ausgebildete Kindergartenpädagog*innen angeboten. Mittels berufsfeldbezogener Vignetten wird die Disposition professionellen Handelns erfasst. Die Ergebnisse können vor dem Hintergrund diskutiert werden, inwiefern der Besuch hochschulischer Aus- und Weiterbildungen zu einer professionsbezogenen Kompetenzentwicklung bei Fachkräften in der Elementarpädagogik beiträgt.

Perspektiven auf die Rolle von Lehrenden der Fortbildung

Kooperation mit: PH Steiermark, PH OÖ, PH Tirol, HAUP
Projektleitung KPH: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2018 – SoSe 2022

Ausgehend von einer Initiative der Rektorate mehrerer pädagogischer Hochschulen soll in diesem Projekt an fünf Hochschulen der Bereich der Fortbildung von Lehrer*innen beleuchtet werden. Konkret wird auf die Person der Fortbildnerin/des Fortbildners fokussiert, um Aufschluss über die Ausprägungen des Rollenverständnisses sowie jener Faktoren zu gewinnen, die aus Sicht der Fortbildner*innen zum Gelingen von Fortbildung beitragen können. Entlang der Aussagen der Fortbildner*innen in Leitfadeninterviews soll ein besseres Verständnis des bislang vergleichsweise wenig beforschten Bereichs Fortbildung entwickelt werden, das – nach einer diskursiven Validierung mit Verantwortlichen der Personal- und Hochschulentwicklung – wiederum Ableitungen geeigneter Unterstützungsmaßnahmen für bereits tätige Fortbildner*innen- sowie Rekrutierungsmaßnahmen geeigneter Personen für dieses Feld zulässt.

Perspektiven von Direktor:innen österreichischer Schulen zu Schulqualitätsmanagement, Schulentwicklungsberatung sowie Aus- Fort- und Weiterbildung

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021– WiSe 2022

Das Thema „Schulqualität“ gewinnt im österreichischen Schulen derzeit an Bedeutung, unter anderem auch da im Jahr 2021/22 QMS flächendeckend in Schulen implementiert wird und Schulleiter*Innen und mittleres Management viele Aufgaben der Schulqualitätsentwicklung wahrnehmen sollen. Der neue Qualitätsrahmen für die Schulen beschreibt diese ausführlich.
Dessen ungeachtet existieren kaum Studien darüber, wie Direktor*innen ihre Arbeit sehen, welche Erfahrungen sie mit Schulqualitätsentwicklung haben, was sie benötigen, um in ihren Schulen effektiv Qualität zu verbessern und welche Fortbildungen sie sich wünschen.
Im Rahmen des Forschungsprojektes befragen wir österreichische Direktor*innen und engagierte Lehrkräfte in Fokusgruppendiskussionen zu diesen Themen und machen auf diese Weise deren Stimmen hörbar. Die Fokusgruppendiskussionen werden transkribiert und ausgewertet. Die Ergebnisse und damit die Perspektiven von Schulleiter*innen in Österreich werden proaktiv Entscheidungsträgern auf unterschiedlichen Ebenen in Politik und Gesellschaft vorgestellt. Ergänzend dazu planen wir diese Resultate über verschiedene mediale Kanäle und in einer wissenschaftlichen Publikation zu veröffentlichen.

Rollenverständnis von Lehrerbildner*innen der Fortbildung an der KPH Wien/Krems

Projektleitung: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Die Rolle der Personen, die in der Lehrerfortbildung tätig sind, ist selten definierbar. Im Englischen werden sie als Teacher Educators bezeichnet, im deutschsprachigen Raum haben sie keinen eigenen Berufsverband und auch keinen ausgewiesenen Beruf. Es gibt wenige wissenschaftliche Erkenntnisse und auch wenig Wissen, wie man zu dieser Berufsausübung kommt. Auch über welche Kompetenzen Lehrerbildner verfügen sollen, herrscht Uneinigkeit. Daher sollten Lehrerausbilder ein klares, gemeinsames Verständnis ihrer Rollen und der vielen Qualitätsaspekte im Unterricht haben. Angesichts des Einflusses, den Lehrerbildner auf Lernen von (Schüler-)Lehrer*innen haben, ist es äußerst wichtig, dass ihre Arbeit von hoher Qualität ist. Diese Aspekte sollen in diesem Projekt mittels Personen, die an der KPH als Lehrende in der Fortbildung tätig sind durch einen Online-Fragebogen erforscht werden.

Qurandidaktische Ansätze für den Islamischen Religionsunterricht

Projektleitung: Michael Reidegeld
Laufzeit: WiSe 2021– WiSe 2022

Projekt zur Weiterentwicklung einer Qur'andidaktik; Neuansätze zur Vermittlung qur'anischer Inhalte als ganzheitliches Phänomen; Sensibiliserung in der Frage der religiösen Identitätsstiftung im Rahmen des Islamischen Religionsunterrichtes; Notwendigkeiten einer neu angesetzten didaktischen Zugangsweise zum Transfer in der Qur'an-Vermittlung. Paralell zum Entwicklungsprojekt findet - im Wintersemester 2021 bis Sommersemester 2022 eine modulare Fortbildungsreihe für muslimische Lehrkräfte statt, in welcher auch Beiträge zur Materialentwicklung des Entwicklungsprojekts erfolgen werden.

RaumBildung 7

Kooperation mit: AUVA Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

In Weiterführung der in den letzten Jahren herausgegebenen Publikationsreihe „RaumBildung“ soll im Studienjahr
2021/22 ein siebenter Band publiziert werden. Die Publikation wird mehrere Schulen, die architektonisch
und pädagogisch interessant umgebaut oder neugebaut wurden, porträtieren.

Research Engagement in Schulen: Wie kommt Evidenzbasierung in die Klassenzimmer?

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

In diesem Projekt wird mit qualitativen und quantitativen Methoden erforscht, wie es Schulträgern, Direktor*innen und Lehrkräften in hochgradig effektiven Schulen gelingt, evidenzbasierten Unterricht im Klassenzimmer ankommen zu lassen. Im Rahmen des Projektes wurde ein internationales Symposium bei der Konferenz der American Educational Research Association in San Francisco organisiert und bewilligt.

School Quality and Teacher Education

Kopperation mit: Universität Passau, Universität Linz, Universität Salzburg, Donau Uni Krems, Universität Innsbruck, Universität Wien, Unesco Jugendreferentin Bildung
Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2018 – SoSe 2024

In diesem Projekt wird Schulqualitätsentwicklung und Schulleadership insbesondere in Brennpunktschulen in England erforscht. Dazu wird mit einem Mixed Methods Design eruiert, wie Schulleiter*innen hochgradig effektiver Schulen, insbesondere in Turn Around Schulen in London, in ihrer Praxis Qualität verstehen, messen und entwickeln, was Schulleiter*innen effektiver Schulen unter guten Lehrpersonen und gutem Unterricht verstehen und wie die Antworten der Schulleiter*innen für die Praxis der Qualitätsentwicklung in Schulen oder die Lehrer*nnenbildung in Österreich fruchtbar gemacht werden können.

School Turn-Around und Schulentwicklung in englischen Brennpunktschulen. Qualitative Perspektiven

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

In den letzten Jahren dringen politische und damit verbunden historische Diskurse nicht nur aber insbesondere durch die sozialen Netzwerke verstärkt in die Lebenswelt der Heranwachsenden ein – ein Phänomen, auf das die Schule reagieren muss. Die Fähigkeit von Schüler*innen, politische Diskurse zu analysieren und darauf aufbauend eigenständige Urteile zu bilden ist eine zentrale Voraussetzung für das aktive Engagement in einer Demokratie (Politische Handlungskompetenz). So bedarf es im Unterricht der Anbahnung von grundlegenden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bereitschaften, politische (und damit verbundene historische) Diskurse selbstständig zu analysieren und auf dieser Grundlage eigenständige, reflektierte und begründete (politische) Urteile zu fällen (Politische Urteilskompetenz). Ebenso wichtig erscheint es, dass junge Menschen lernen, sich am gesellschaftlichen Diskurs, der vermehrt auf YouTube und sozialen Netzwerken aus-getragen wird, zu beteiligen. Dafür sind immer stärker auch Kompetenzen im Zusammenhang mit Videoproduktion und –veröffentlichung notwendig.
In diesem Projekt wird die Frage danach gestellt, wie zukünftige Lehrpersonen in der Ausbildung auf die Herausforderungen in einer Welt voller Verschwörungstheorien, die insbesondere über Videos vermittelt werden, vorbereitet werden können.

Schulentwicklungsberatung durch Pädagogische Hochschulen in Österreich – Status Quo und Zukunftsperspektiven

Kooperation mit: Sigmund Freud Privat Universität
Projektleitung KPH: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2024

Das Projekt zielt darauf ab, eine explorative Bestandsaufnahme der Schulentwicklungsberatung an Österreichs pädagogischen Hochschulen vorzunehmen und durch Fallstudien vertiefende Einsichten zu Schulentwicklungsberatungsprozessen an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems zu erlangen. Dabei werden das Selbstverständnis, die Arbeitsweise und die Erfahrungen von Schulentwicklungsberater/innen in Österreich sowie Erwartungen an und wahrgenommene Wirkungen von Schulentwicklungsberatung unterschiedlicher Stakeholder qualitativ und quantitativ empirisch erforscht. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auftragsklärung (contracting) gelegt werden. Davon ausgehend und unter Einbeziehung eines Blicks auf international erfolgreiche Schulentwicklungsprozesse werden Zukunftsperspektiven und Empfehlungen für die strategische Ausrichtung von Schulentwicklungsberatung in Österreich erarbeitet werden, wie dies im Bundesqualitätsrahmen für Fort- und Weiterbildung und Schulentwicklungsberatung an den Pädagogischen Hochschulen 2021 gefordert wird. Darüber hinaus werden im Projekt Instrumente für die Evaluierung von Schulentwicklungsberatung in Österreich entwickelt.

Sachunterricht in Aktion

Kooperation mit: KPH Graz, PH Vorarlberg
Projektleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2025

Der (naturwissenschaftliche) Sachunterricht ist im Licht der aktuellen TIMSS Studie einer jener Bereiche, welche die Erwartungen von Gesetzgeber und Gesellschaft nur eingeschränkt erfüllen. Die fachdidaktische Forschung der letzten Jahre hat sich in diesem Bereich zwar langsam etabliert, der Fokus der Forschung liegt bisher jedoch eher bei der Ausbildung angehender Primarstufenlehrkräfte. Um den aktuellen (naturwissenschaftlichen) Sachunterricht in der Schule zu verbessern fehlen momentan noch empirische Erkenntnisse des Status Quo. Diese zu erlangen ist das vorrangige Ziel dieser Studie.

Studienschwerpunkte Primarstufe – Wahlmotive und Aspekte der Persönlichkeitsprofile

Projektleitung: Rudol Beer, Isabella Benischek
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

Studierende des Bachelorstudiums Primarstufe (240 ECTS-AP) absolvieren ab dem fünften Semester einen 60 ECTS-AP umfassenden Schwerpunkt, der aus einem breiten Angebot gewählt werden kann. Die Studierenden sind aufgefordert, sich nach ausreichender Vorinformation, intensiv mit den Möglichkeiten auseinander zu setzen und eine entsprechende Wahl zu treffen. Es zeigt sich aber, dass angebotene Schwerpunkte in unterschiedlichem Ausmaß gewählt werden, überdies ergibt sich, dass das Angebot eines zusätzlichen Schwerpunktes nur in einem äußerst geringen Ausmaß genützt wird. Zur besseren Abstimmung der Angebote auf die Interessen der Studierenden einerseits und auf die berufsbedingten Bedürfnisse an den Schulen andererseits gilt das Interesse der längsschnittlichen Evaluationsstudie den Wahlmotiven der Studierenden und Aspekten der Persönlichkeitsprofile (Anstrengungsbereitschaft/Selbstwirksamkeit).

"Teach like a Champion" – Entwicklungsprojekt zur Förderung von Unterrichtsentwicklung und Chancengleichheit an der KPH Wien/Krems

Kooperation mit: Uncommon Schools, Wiley Verlag, Universität Wien, Cedgroep Rotterdam, APTUS Chile
Projektleitung KPH: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021– SoSe 2024

In diesem Projekt soll Unterrichtsentwicklung als profilgebendes Element an der KPH Wien/Krems stärker in der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in der Schulentwicklungsberatung etabliert werden. Dazu wird in einer Kooperation mit dem Wiley Verlag eine deutsche Übersetzung von Doug Lemovs Buch „Teach like a Champion 3.0“, das weltweit für seinen Beitrag zur Erhöhung von Chancengleichheit für benachteiligte Schüler/innen bekannt ist, durch ein Peer-to-Peer Review für den deutschsprachigen Kulturkreis passfähig gemacht. Es wird dann eruiert, wie die Unterrichtstechniken, die Doug Lemov in dem Buch vorstellt, in die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in die Schulentwicklungsberatung an der KPH Wien/Krems Eingang finden können. Damit soll ein Beitrag zu einer noch stärkeren Positionierung von Unterrichtsentwicklung als profilgebendes Element an der KPH Wien/Krems geleistet werden.

Technik und Design transdisziplinär

Kooperation mit: PH Steiermark, Universität Mozarteum
Projektleitung KPH: Gert Hasenhütl
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

Das Projekt umfasst Forschung und Entwicklung, insofern 1. wissenschafts- und bildungstheoretisch österreichweit ein Blick auf die Bildungslandschaft zu Technik und Werken unternommen werden soll und 2. die gewonnen Erkenntnisse in einer Publikation zusammengefasst werden. Dies soll die Weiterentwicklung von Fachlehrplaninhalten fördern, eine bildungspolitische Wirksamkeit haben und einer weiteren Vernetzung einzelner Akteuri:nnen auf z. B. der Ebene von Arbeitsgruppen behilflich sein.  

TEDCA. Teachers Education, Development and Career in Austria

Kooperation mit: Universität Klagenfurt, PH Steiermark, alle Hochschulen Österreichs
Projektleitung KPH: Gabriele Beer
Laufzeit: WiSe 2017 – SoSe 2023

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Lehrerbildung soll empirisches Wissen über Professionalisierungsprozesse im Lehrerberuf erarbeitet werden. Dabei wird - ausgehend von einem Angebots-Nutzungsmodell - systematisch analysiert werden, wie die individuellen Eingangsvoraussetzungen der Lehrpersonen, die Qualität der Aus- und Fortbildungsangebote und deren Nutzung sowie unterschiedliche Kontextmerkmale die Persönlichkeits-, Interessen- und Kompetenzentwicklung sowie das Befinden im Lehrerberuf beeinflussen und wie sie sich auf die weiteren Berufspläne auswirken bzw. ausgewirkt haben. Die geplante Untersuchung führt eine Längsschnittstudie weiter, die ab dem Jahr 1994 einen kompletten Studienjahrgang aller Pädagogischen Akademien in insgesamt fünf Befragungswellen - zuletzt im Jahr 2005 - erforschte. Im aktuell vorgesehenen Abschnitt der Studie wird demnach die Situation von Personen im Mittelpunkt stehen, die vor rund 20 Jahren ihr Lehramtsstudium abgeschlossen haben. Es wird dabei zum einen auf das umfangreiche Datenmaterial zurückgegriffen, das im Zuge der vorausgegangenen Erhebungen angefallen sind. Zum anderen werden die betreffenden Personen - rund 1500 Absolvent*innen der Pädagogischen Akademie (nunmehr Pädagogische Hochschule) aus dem Jahr 1998 ein weiteres Mal angeschrieben und um Beantwortung von Fragen zu ihrem Fortbildungsverhalten und ihren Fortbildungswünschen, zu ihrem aktuellen Kompetenzerleben, zu ihren pädagogischen Handlungsweisen, zu ihrem Befinden und zu Ihren Laufbahnplänen befragt.

Unterrichtsentwicklung, Fortbildungen, Elternarbeit und Evidenzbasierung in England. Unterschiede zwischen hocheffektiven und durchschnittlichen Schulen

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2024

Aufbauend auf Interviewdaten wurde – einem Mixed Methods Ansatz entsprechend – ein quantitativer Fragebogen für Schulleiter*innen erstellt und an englische Schulen versandt. Rückmeldungen von mehr als 630 Direktor*innen werden derzeit ausgewertet, ca. die Hälfte der Teilnehmer waren aus hocheffektiven Schulen und die andere Hälfte aus durchschnittliche Schulen. Nun wird geprüft ob sich das Antwortverhalten der Direktor*innen den beiden Gruppen unterscheidet, um so Hinweise auf spezifische Charakteristika und Über-zeugungen von Direktor*innen hocheffektiver Schulen zu bekommen. Die Studie wurde teilweise an der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit Christina Hasenhüttl, Katharine Burn und Pam Sammons durchgeführt. Die Forschungsfragen, die in der Studie beantwortet werden sollen, sind die folgenden: Wie wird "Schulqualität" von Schulleiter*innen in englischen Schulen definiert? Inwiefern, wenn überhaupt, unterscheiden sich die Vorstellungen von Schulleiter*innen aus hocheffektiven und sich verbessernden Schulen von denen in Schulen, die als weniger effektiv ("durchschnittliche oder typische Effektivität") beurteilt werden? Wie messen und entwickeln Schulleiter*innen von effektiven Schulen in England Qualität? Inwiefern, wenn überhaupt, unterscheiden sich ihre erklärten Ansätze von denen der Schulleiter*nnen von Schulen mit durchschnittlicher oder typischer Effektivität?

Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen – Entwicklung eines Kategoriensystems für die empirische Forschung

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

Obwohl Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen in vielen Forschungsprojekten untersucht werden, liegt kein gemeinsames Verständnis und kein allgemein akzeptiertes Kategoriensystem über das Konstrukt vor. In diesem Projekt soll ein solches System erarbeitet werden mit dem Ziel, die wissenschaftliche Diskussion über Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen zu erleichtern. Dieses Kategoriensystem wird auf eine Metaanalyse von veröffentlichten Artikeln zu Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen in englischer, deutscher und spanischer Sprache basieren. Darüber hinaus wird eruiert werden, wo vielversprechende Forschungsfelder im Bereich der Überzeugungen von Geschichtslehrpersonen liegen.

Validitätsuntersuchung von Instrumenten zur Erfassung des Sense of Belonging to Science von Grundschullehramtsstudierenden

Projektleitung KPH: Thomas Plotz
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

Der Sense of Belonging – das Ausmaß, in dem sich eine Person einem bestimmten sozialen Umfeld zugehörig fühlt – ist ein Faktor für den Bildungserfolg von Studierenden. Sense of Belonging wurde bisher überwiegend domänen-unspezifisch untersucht. Im speziellen fehlen Studien, die den Sense of Belonging to Science (SBS) angehender Grundschullehrkräfte mit Fokus auf den naturwissenschaftlichen Sachunterricht unterruchten. Um diesen spezifischen Sense of Belonging zu untersuchen braucht es spezifizierte Instrumente, mit denen eine Erfassung möglich ist. Ein solches Instrumet wurde von Feser (2020) entwickelt und publiziert. Ziel des Projektes ist die Absicherung der Validität durch eine verbreiterte Datenbasis.

Wahlmotive und Aspekte der Persönlichkeitsprofile

Projektleitung: Rudolf Beer, Isabella Benischek
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2023

Studierende des Bachelorstudiums Primarstufe (240 ECTS-AP) absolvieren ab dem fünften Semester einen 60 ECTS-AP umfassenden Schwerpunkt, der aus einem breiten Angebot gewählt werden kann. Die Studierenden sind aufgefordert, sich nach ausreichender Vorinformation, intensiv mit den Möglichkeiten auseinander zu setzen und eine entsprechende Wahl zu treffen. Es zeigt sich aber, dass angebotene Schwerpunkte in unterschiedlichem Ausmaß gewählt werden, überdies ergibt sich, dass das Angebot eines zusätzlichen Schwerpunktes nur in einem äußerst geringen Ausmaß genützt wird. Zur besseren Abstimmung der Angebote auf die Interessen der Studierenden einerseits und auf die berufsbedingten Bedürfnisse an den Schulen andererseits gilt das Interesse der längsschnittlichen Evaluationsstudie den Wahlmotiven der Studierenden und Aspekten der Persönlichkeitsprofile (Anstrengungsbereitschaft/Selbstwirksamkeit).

Wortverständnis in Theorie und Praxis II

Projektleitung: Isabella Benischek
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

In der Grundschule wird den Kindern nicht nur die Lese- und Schreibfähigkeit im Deutschunterricht vermittelt, sondern es werden komplexere sprachliche Anforderungen an sie gestellt, wie sie unter anderem auch im Lehrplan und in den Bildungsstandards aufgelistet sind. Im Modell von Rosebrock und Nix ist die kleinste Einheit des Leseprozesses die Wortidentifikation, die ohne Wortschatz nicht möglich ist. Daher ist dem Wortverständnis bzw. der Wortschatzdidaktik im Unterricht seitens der Lehrpersonen große Aufmerksamkeit beizumessen. Fehlender Wortschatz kann bei den Schülerinnen und Schülern in allen schulischen Bereichen zu Problemen führen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts soll herausgefunden werden, welche wortschatzdidaktischen Kompetenzen Studierende an der KPH Wien/Krems, am Campus Krems-Mitterau, nach Absolvierung von Lehrveranstaltungen aus dem Bereich FW/FD Deutsch aufweisen. Mit den Ergebnissen der Pilotstudie wird ein Abgleich vorgenommen.

YouTube und Videoproduktion im Geschichts- und Politikunterricht. Strategien gegen Fake News und Verschwörungstheorien

Projektleitung: Roland Bernhard
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

In den letzten Jahren dringen politische und damit verbunden historische Diskurse nicht nur aber insbesondere durch die sozialen Netzwerke verstärkt in die Lebenswelt der Heranwachsenden ein – ein Phänomen, auf das die Schule reagieren muss. Die Fähigkeit von Schüler*innen, politische Diskurse zu analysieren und darauf aufbauend eigenständige Urteile zu bilden ist eine zentrale Voraussetzung für das aktive Engagement in einer Demokratie (Politische Handlungskompetenz). So bedarf es im Unterricht der Anbahnung von grundlegenden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bereitschaften, politische (und damit verbundene historische) Diskurse selbstständig zu analysieren und auf dieser Grundlage eigenständige, reflektierte und begründete (politische) Urteile zu fällen (Politische Urteilskompetenz). Ebenso wichtig erscheint es, dass junge Menschen lernen, sich am gesellschaftlichen Diskurs, der vermehrt auf YouTube und sozialen Netzwerken ausgetragen wird, zu beteiligen. Dafür sind stärker auch Kompetenzen im Zusammenhang mit Videoproduktion und –veröffentlichung notwendig.
In diesem Projekt wird die Frage danach gestellt, wie zukünftige Lehrpersonen in der Ausbildung auf die Herausforderungen in einer Welt voller Verschwörungstheorien, die insbesondere über Videos vermittelt werden, vorbereitet werden können.

Zur Förderung von Ambiguitätstoleranz in der Nachhaltigkeitsbildung

Kooperation mit: HAUP, PH Wien 
Projektleitung KPH: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2022

Ziel des Projekts ist die Erhebung des Persönlichkeitskonstrukts Ambiguitätstoleranz bei Lehramtsstudierenden und bei Lehrpersonen der Fort- und Weiterbildung, die sich auf Grüne Pädagogik bezieht. Die Erhebung des Persönlichkeitskonstrukts wird als dispositionale Basisdimension für Lehrpersonen der Nachhaltigkeitsbildung gesehen. Im Zentrum stehen Fragestellungen, inwieweit die Proband*innen Mehrdeutigkeit zulassen, Offenheit akzeptieren, divergentes Denken anwenden, kreative Lösungsansätze entwickeln und bereit sind, diese Aspekte in ihre Unterrichtsplanungen einzubeziehen. Für die Erfassung des Persönlichkeitskonstruktes Ambiguitätstoleranz wird mittels Literaturrecherche das Inventar nach Reis (1996) aktualisiert. Ambiguitätstoleranz wird dabei als Tendenz verstanden, Widersprüchlichkeiten, Inkonsistenzen oder mehrdeutige Informationslagen in ihrer Vielschichtigkeit wahrzunehmen und positiv zu bewerten. Das Verfahren unterscheidet fünf faktorenanalytisch differenzierte Ambiguitätsbereiche. Die Ambiguitätsbereiche werden zudem in einem qualitativen Verfahren auf Basis einer Cross-Case-Analyse nach Cresswell (2007) sowie Kelle & Kluge (1999) vertiefend erhoben. Nach den Pretestergebnissen werden Faktorenanalyse und Reliabilitätsberechnung angeschlossen. Das Persönlichkeitskonstrukt Ambiguitätstoleranz soll mit adaptiertem Inventar quantitativ (n = 900) und qualitativ (n = 90) bei Studierenden an HAUP, UNI Wien, PH Wien und KPH Wien/Krems erhoben werden. Das Projekt leistet einerseits einen Beitrag zu Veränderung, Autonomie und Emanzipation im Rahmen von Lehr- und Lernprozessen. Andererseits werden neue didaktische Handlungsspielräume initiiert bzw. konstruiert für die Lehre an Hochschulen und Universität Wien. Es wird angestrebt, die Ausprägung der als relevant für den Unterricht identifizierten Aspekte systematisch an div. Tagungen, Kongressen, im Rahmen der Lehre an Hochschulen und in Proseminaren an der Uni Wien sowie mittels wissenschaftlichen und Fachpublikationen zu präsentieren: z. B. ÖFEB Tagung, Tag der Forschung, IFO Österreich, Projekt Anthropozän PH NÖ,…

Medienpädagogik – Mediendidaktik – Distance Learning

Challenged Based Learning & Coding auf Basis Youth Hackathon

Kooperation mit: WeXelerate GmbH, Verein MadeByKids
Projektleitung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

Auf Basis des innovativen Youth Hackathon-Formats sollen digitale Lernressourcen (Lernkarten, Lernvideos und Tutorials) für die Workshop-Formate Game Design und App Design sowie Lehrmittel für die Vermittlung von Digitaler Grundbildung entwickelt werden. Methodisch erfolgt die Entwicklung der Materialien durch partizipative Einbindung von Lehrkräften unterschiedlicher fachlicher Ausrichtungen und Schüler*innen, die bereits Youth Hackathon-Workshops abgehalten bzw. an diesen teilgenommen haben. Insbesondere Lehrkräfte an Schulen sollen durch die neu entwickelten Ressourcen dabei unterstützt und ermutigt werden, eigenständig – ohne großen Vorbereitungsaufwand – Digitale Grundbildung an Schüler*innen zu vermitteln. Sei es nun im Zuge von Youth Hackathon-Workshops (Game Design & App Design) oder im weiterführenden Unterricht (Lernkarten zu Digitaler Grundbildung).

ClimateChangeVR – Virtual Reality und Klimabildung – eine gute Symbiose?

Kooperation mit: VideoReality (Entwicklerfirma aus Frankfurt/Main)
Projektbeteilung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Virtual Reality ermöglicht auch in der Bildung zusätzliche Möglichkeiten, wie sich Lernende mit Hilfe von virtuellen Erfahrungen in VR-Simulationen Wissen aneignen können. Die Software ClimateChange VR ermöglicht, Anwender:innen in eine simulierte Zukunft zu versetzen, um die Auswirkungen des Klimawandels in einer virtuellen Umgebung zu erleben. Durch Technologie und Storytelling soll so das Thema zu emotionaler Verbundenheit führen. Das Projekt untersucht, wie Lehramtsstudierende der KPH Wien/Krems die Anwendung empfinden, ob es dadurch zu nachhaltigerem Wissenserwerb bzw. Einstellungsveränderungen kommt. Dazu kommen Mixed-Methods zum Einsatz, die aus Pre- und Posttest (sofort nach dem Spielen und nach 6 – 8 Wochen) sowie Interview bzw. Gruppendiskussion bestehen.

Digitale Prüfungsumgebung

Projektleitung: Werner Hemsing
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2023

Oberstufenschulen (AHS und Berufsbildende höhere Schulen), die bereits Schularbeiten in digitaler Umgebung abhalten - dahingehend technisch und organisatorisch zu unterstützen, um die Möglichkeit zu schaffen digitalisierte schriftliche und praktische Prüfungen sicher abhalten zu können. Geschaffen werden soll ein Standard (für alle erreichbar) einer digitalen Prüfungsumgebung, die einen Einsatz der Software, sowohl für die digitale Reife- und Diplomprüfung als auch für die schriftlichen und praktischen Leistungsfeststellungen bietet.

DigiSET – Digital Skills Enhancement (Erasmus+)

Projektleitung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2022 – SoSe 2024

DigiSET zielt darauf ab, Lehrer:innen in Bildungsinstitutionen und in der Erstausbildung bei der Entwicklung ihrer digitalen Kompetenzen zu helfen, indem ein Modell entwickelt wird, das helfen soll diese Kompetenzen zu testen. Zudem werden digitale Lerneinheiten entwickelt. Somit sollen Lehrer:innen befähigt werden, ihre Lehrmethoden auf den Online-Raum auszuweiten und bei Lehramtsstudierenden sicherzustellen, dass sie über die notwendigen digitalen Kompetenzen zum Dienstantritt in der Schule verfügen.

Dynamiken des Ökonomischen. Literatur- und mediendidaktische Erkundungen

Kooperation mit: Institut für Germanistik und Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien
Projektleitung KPH: Sabine Zelger
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2022

Dieses Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Frage der Vermittlung fiktional hergestellten ökonomischen Wissens und widmet sich damit anhand des Themenkomplexes Ökonomie einem zentralen literatur- und mediendidaktischen Desiderat. Während kulturwissenschaftliche und literaturtheoretische Forschungen die Lektüren und das Literatur- bzw. Medienverständnis fundamental verändert haben, ist fachdidaktische Grundlagenforschung, die diese Entwicklungen reflektiert und eine Transmission in die Schule ermöglicht, dürftig geblieben. So verwundert es nicht, dass im Unterricht nach wie vor Praktiken überwiegen, bei denen das Wissen von Literatur und Filmen ohne poetologische oder diskursanalytische Reflexion für verschiedene Fachinteressen ausgewertet oder schlichtweg ignoriert wird. Ziel des Projekts ist es, in Kooperation mit Ökonom*innen, Politolog*innen, Literatur- und Medienwissenschafter*nnen sowie Fachdidaktiker*nnen aus den Bereichen Ökonomie, Politik, Literatur und Medien theoretische Grundlagen zu schaffen, themenspezifische Module zu bearbeiten und Wege der Vermittlung in Primar- und Sekundarstufe zu ermöglichen und zu erproben. 

Einführung von Tablets in der 5. und 6. Schulstufe im Rahmen des 8-Punkte-Plans

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2021– SoSe 2023

Mit dem Schuljahr 2021/22 werden an einem Großteil der Schulen der Sekundarstufe I im Rahmen der Geräte-Initiative, die Teil des 8-Punkte-Plans des BMBWF ist, digitale Geräte in der 5. und 6. Schulstufe eingeführt (https://digitaleslernen.oead.at/). Ziel dieser wissenschaftlichen Untersuchung ist es herauszufinden, welche Faktoren sich in welchem Ausmaß auf das mediengestützte Lernen im schulischen Kontext auswirken. Wenn es um Digitalisierung im pädagogischen Kontext geht, sind damit zahlreiche Chancen, Herausforderungen und Befürchtungen verbunden. 

Einstieg ins algorithmische Denken mit analogen Spielen. Potentiale und Herausforderungen von algorithmischen Denken mittels der lebensgroßen Brettspiele „Krabben und Schildkröten“

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2023

Die Bedeutung der Vermittlung von Grundzügen des algorithmischen Denkens hat in den letzten drei bis vier Jahren auch stark in der Volksschule zugenommen. Neben dem Einsatz von Software, die erste spielerische Schritte in Richtung Programmierung erlaubt (z. B. Scratch), werden vermehrt auch Roboter und Tools (z. B. BeeBots, Robo Wunderkind) angeboten, die eine Verbindung von haptischem Erlebnis und digitalem Tool bieten soll. Trotzdem gibt es unter den Lehrpersonen häufig noch eine große Scheu, algorithmisches Denken tatsächlich im Unterricht zu vermitteln. Das Forschungsprojekt möchte daher untersuchen, ob der Einsatz der Spiele „Krabben und Schildkröten“  (lebensgroßes Brettspiel zur Vermittlung der Konzepte Sequenzen, Schleifen, Ähnlichkeit, Ereignisse, Bedingungen und Operatoren für 8- bis 9-Jährige) Volksschullehrer*innen sowie Studierende der Primarstufe die Hemmschwelle senkt und eine bessere Vermittlung der Basiskonzepte ermöglicht. Die erhobenen Daten sollen aufzeigen, inwiefern die eingesetzten analogen Spiele das Wissen um und die Einstellungen zu algorithmischen Denken (angehenden) Lehrer:innen verändern kann und welche Potentiale und Herausforderungen gesehen werden.

Längsschnittstudie zum digitalen Habitus un der medialen Sozialisation von Lehramtsstudierenden und berufseinsteigenden Lehrkräften der Primarstufe unter Berücksichtigung der dabei stattfindenden Transitionsprozesse

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2023

Im im Rahmen einer Effektstudie wird der Einsatz digitaler Medien im Unterricht von Lehramtsstudierenden und Berufseinsteigenden untersucht. Im Zentrum der Studie stehen einerseits persönliche Einstellungen und Haltungen, andererseits die Effizienz der Vermittlung didaktischer und pädagogischer Konzepte im Rahmen der Ausbildung sowie beim Berufseinstieg. Dabei ergibt sich zum einen die Fragestellung, ob Lehramtsstudierende grundsätzlich einen eher konservativen oder reservierten Zugang zu digitalen Medien haben oder ob die Ausbildungssituation möglicherweise verbesserungsfähig ist. Ziel der Studie ist sowohl eine möglichst umfassende Zustandsbeschreibung der Kompetenzen und Haltungen Studierender und Lehrkräfte im Bereich Einsatz digitaler Medien, als auch die Definition von Gelingensfaktoren bei einer institutionalisierten Unterstützung im Hinblick auf Kompetenzsteigerung und adäquaten Einsatz digitaler Medien im Unterricht Berufseinsteigender. 

Lernen in augmentierten Realitäten an Pädagogischen Hochschulen

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2020/21 – SoSe 2022

Virtual und Augmented Reality werden als zukünftig bedeutende technologische Trends im Bildungssystem gesehen. Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Frage, welches Potenzial Studierende an pädagogischen Hochschulen im Einsatz von augmentierten Realitäten in der hochschulischen Lehre sehen. Eine Gelingensbedingung zum erfolgreichen Lehren und Lernen mit digitalen Technologien ist die innere Bereitschaft dazu, sowohl auf Seiten des Lehrenden als auch des Lernenden. Im Rahmen eines Seminares des Studiums Lehramt Primarstufe wird eine augmentierte Lernumgebung vorbereitet, um mit den Studierenden mit dieser Technologie arbeiten zu können. Mittels qualitativen Interviews soll das Interesse von Studierenden, in augmentierten Realitäten lernen zu wollen, erfasst werden. 

Mediennutzungsverhalten Studierender durch Covid19-Maßnahme

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2020 – SoSe 2022

Das vorliegende Projekt möchte bei Studierenden der KPH Wien/Krems folgende Bereiche auf den Unterschied vor und während der COVID-19 Maßnahmen untersuchen: (1) Bedeutung der digitalen Medien im Privatbereich; (2) Bedeutung der digitalen Medien im Studium und (3) Sichtweise auf Maßnahmen, die für Schulen getroffen wurden. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie und ob sich das Nutzungsverhalten digitaler Medien sowie die Einstellung zu digitalen Medien in Bezug auf Studium und späteren Beruf als Lehrer:in geändert hat.

RoboWunderkind: Evaluation Unterrichtsunterlagen

Kooperation mit: RoboWunderkind
Projektleitung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

RoboWunderkind ist ein Roboter-Bausatz, der nicht nur die Fähigkeiten im Coding, sondern auch die Kreativität fördern möchte. Im Rahmen des Projekts werden von RoboWunderkind erstellte Unterrichtsunterlagen an Kindergärten, Volksschulen sowie an der Sekundarstufe I eingesetzt. Zu Beginn und am Ende des Projekts werden die Pädagog*innen mittels Selbsteinschätzung und Evaluationsbogen zum Einsatz befragt.

Sharing Worldviews: Learning in Encounter for common Values in Diversity (Erasmus+)

Kooperation mit: PH Heidelberg, Ankara University, Aristotelio Panepistimio Thessalonikis, Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, PH Karlsruhe, Eskisehir Osmangazi University, Heidelberg School of Education, Freiburg University of Education
Projektleitung KPH: Stephan Pruchniewicz, Manfred Tetz
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2024

Sharing Worldviews: Learning in Encounter for common Values in Diversity heißt das Erasmus+ geförderte Projekt, mit dem eine Zusatzqualifikation für interreligiöses und interweltanschauliches Begegnungslernen digital und international für Lehramtsstudierende und Lehrkräfte erarbeitet wird. Länderübergreifend und in digitalen Räumen werden Kurse, Handreichungen und Materialien angeboten, die das Handwerkszeug geben, Begegnungslernen mit Schülerinnen und Schülern durch Begegnung in digitalen Räumen durchzuführen. 

Gleichzeitig beginnen wir mit dem Aufbau eines Netzwerks von Schulen aus der Türkei, Griechenland, Österreich und Deutschland, die digital und international kommunizieren und das didaktische Konzept von Sharing Worldviews anbieten werden. 

Studierende unserer Partner von der Universität Ankara und der Eskişehir Osmangazi Universität in der Türkei, der Aristoteles Universität in Thessaloniki, der Pädagogischen Hochschule Wien/Krems (KPH), der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und den Pädagogischen Hochschulen in Karlsruhe und Freiburg werden über verschiedene existenzielle und relevante Themen aus der Perspektive ihrer unterschiedlichen Weltanschauungen miteinander ins Gespräch gebracht und bilden sich so in Dialogfähigkeit und digitalen Kompetenzen aus. 

Das Ergebnis unseres Projekts wird eine internationale Zusatzqualifikation sein, die auf europäischer Ebene von interessierten Hochschullehrern für ihre Studierenden nachhaltig genutzt werden kann.  

Schooltools – Werkzeuge zur Medienkompetenzerweiterung.

Projektleitung: Helmut Pecher
Laufzeit: SoSe 2022 – SoSe 2025

Die kompetente Nutzung digitaler Medien inkludiert neben aktuellem Medienwissen und dessen vermittelnder Anwendung ebenso deren kritische Reflexion und Weiterentwicklung. Mit der dem Webprojekt „Schooltools“ angeschlossenen Begleitstudie soll das Handlungsrepertoire Lehrender bei der Nutzung digitaler Instrumente in unterschiedlichen Unterrichtssettings sichtbar gemacht werden. Die Ergebnisse durchgeführter Onlinebefragungen von Lehrkräften und Studierenden stellen die Grundlagen für weitere, qualitative Forschung (Interview, teilnehmende Beobachtung, N=5) dar. Neben der deskriptiven und inhaltlich strukturierenden Darstellung soll anhand der Ergebnisse eine stetige inhaltliche Weiterentwicklung von „Schooltools“ nach methodisch-didaktischen Gesichtspunkten erfolgen. Dies soll Lehrende bei binnendifferenziertem Lehren sowie Designen von Lernumgebungen unterstützen.

Strategien der Informationskompetenz Studierender – Faktoren für das Erkennen von vertrauenswürdigen Informationen in der L1 und in Englisch Teil 2

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

In den letzten Jahren hat Informationskompetenz – also das Unterscheiden zwischen relevanten Informationen und sogenannten Fake-News – an immer höherer Bedeutung gewonnen. Diese Kompe-tenz ist nicht nur im wissenschaftlichen Bereich von Relevanz, sondern auch im Alltag jedes Einzelnen. Das Projekt möchte daher Faktoren untersuchen, die Einfluss auf die Informationskom-petenz haben können. Dazu werden Studierenden der KPH Wien/Krems (im 1. bzw.8. Semester) Screenshots von Suchmaschinenergebnissen vorgelegt, die entweder auf Deutschoder auf Englisch zur Verfügung stehen. Zudem wird noch zwischen wissenschaftlichen und tagesaktuellen Suchbe-griffen unterschieden. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob unterschiedliche Strategien abhängig von der Sprache bzw. dem Themengebiet eingesetzt werden. Zudem soll aufgezeigt werden, ob es zwi-schen Studierenden des 1. und 8. SemestersUnterschiede hinsichtlichder Strategie gibt.Damit kön-nen Erkenntnisse für die Ausbildung der Primarstufenlehrer*innen im Bereich Medienbildung gewonnen werden.Dieses Projekt ist ein Folgeprojekt des im Studienjahr 2019/20 durchgeführten Projekts zur Informationskompetenzvon Studierenden.  

Strategien der Informationskompetenz Studierender: Faktoren für das Erkennen von vertrauenswürdigen Informationen (Teil 3)

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Das Projekt möchte Faktoren untersuchen, die Einfluss auf die Informationskompetenz haben können. Dazu werden Studierenden der KPH Wien/Krems (im 1. bzw. 8. Semester) Screenshots von Suchmaschinenergebnissen vorgelegt, die entweder auf Deutsch oder auf Englisch zur Verfügung stehen. Zudem wird noch zwischen wissenschaftlichen und tagesaktuellen Suchbegriffen unterschieden. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob unterschiedliche Strategien abhängig von der Sprache bzw. dem Themengebiet eingesetzt werden. Zudem soll aufgezeigt werden, ob es zwischen Studierenden des 1. und 8. Semesters Unterschiede hinsichtlich der Strategie gibt. 

Student teachers' first experiences with teaching English using digital media

Projektleitung: Theresa Guczogi
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

This research project explores students’ experiences and issues using CALL (computer-assisted language learning) and MALL (media-assisted language learning) for theirteaching of English for the first time. Equip-ping future teachers with the skills to integrate technology in their teaching has the potential to trans-form pupils’ learning experiences and initiate a technological turn in the Austrian school system. Helping student teachers to learn how to use digital media effectively in their own teaching can also play a crucial role in raising awareness for the advantages that using online tools has for all subjects, but especially for English and other foreign languages, asthey can provide access to authentic materials and provide opportu-nities to effectively train all language skills. Furthermore, it contributes to the United Nation’s SDG 4.1 which aims to provide equal and free education for all girls and boys and to facilitate effective learning.

Studyly – Evaluierung einer Mathematiklernplattform aus Sicht von Lehrenden und Lernenden
Kooperation mit: Plattform Studyly

Projektleitung: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2020/21 – SoSe 2022

Die Mathematiklernplattform studyly.com bietet einen Pool von über 2500 Aufgaben der Oberstufenmathematik, die während des Lock-downs der Schulen ab März 2020 besonders zur Maturavorbereitung verwendet wurden. Das Projekt möchte in zwei Schritten von Lehrenden und Lernenden erfahren, ob und wie die Plattform im Mathematikunterricht der Oberstufe eingesetzt wurde/wird, worin Lernpotentiale, aber auch Wünsche, Schwierigkeiten und Verbesserungspotential gesehen werden. In einer ersten Stufe sollen Lehrende und Lernende mittels halbstrukturiertem Interviewleitfaden zu ihren Erfahrungen befragt werden. Hier soll ein möglichst diverses Sample (bezüglich Schule (privat/öffentlich), Geschlecht, Dienstalter, Einsatz der Plattform etc.) sicherstellen, dass unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigt werden. Aus den qualitativen Daten soll ein quantitativer Fragebogen erstellt werden, der als Zielgruppe alle Lehrenden und Lernenden, die bereits mit studyly.com gearbeitet haben, umfasst. Hiermit soll repräsentativ erhoben werden, worin die Lernpotentiale, Einsatzmöglichkeiten und Verbesserungswünsche für die Plattform bestehen.

Unterrichtsunterlagen für das Haus der Digitalisierung

Kooperation mit: PH Niederösterreich, Bildungsdirektion Niederösterreich
Projektleitung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: SoSe 2022 - SoSe 2023

Für das Haus der Digitalisierung, das im Jänner 2023 in Tulln eröffnet wird, werden Unterrichtsszenarien für die Volksschule zum Thema Digitalisierung erstellt. Diese Materialien sollen allen Lehrpersonen kostenlos online zur Verfügung stehen und aus Erklärvideos, Arbeitsblättern und interaktiven Übungen bestehen und einen ersten kindgerechten Einblick in die jeweiligen Themenbereiche bieten. Die Unterrichtsszenarien sollen dabei unabhängig von einem Besuch des Hauses der Digitalisierung (und somit österreichweit) einsetzbar sein, einen Bezug zum aktuellen Lehrplan der Volksschule enthalten sowie Hinweise und Hintergrundinformationen für die Lehrpersonen, damit die Materialien zielgerichtet im Unterricht (vorwiegend Sachunterricht) eingesetzt werden können. Ab dem Herbst 2022 ist eine erste Evaluation der Materialien in ausgewählten Volksschulen angedacht. Die Ergebnisse der Evaluation und die Rückmeldungen der Lehrpersonen fließen in eine Adaption der Unterrichtsmaterialien ein.  

Virtual Reality und Klimabildung

Kooperation mit: VideoReality
Projektleitung KPH: Sonja Gabriel
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Virtual Reality ermöglicht auch in der Bildung zusätzliche Möglichkeiten, wie sich Lernende mit Hilfe von virtuellen Erfahrungen in VR-Simulationen Wissen aneignen können. Die Software ClimateChange VR ermöglicht, Anwender*innen in eine simulierte Zukunft zu versetzen, um die Auswirkungen des Klimawandels in einer virtuellen Umgebung zu erleben. Durch Technologie und Storytelling soll das Thema zu emotionaler Verbundenheit führen. Das Projekt untersucht, wie Lehramtsstudierende der KPH Wien/Krems die Anwendung emfinden, ob es dadurch zu nachhaltigerem Wissenserwerb bzw. Einstellungsveränderungen kommt. Dazu kommen Mixed-Methods zum Einsatz, die aus Pre- und Posttest (sofort nach dem Spielen und nach 6-8 Wochen) sowie Interview bzw. Gruppendiskussion bestehen.

 

Nachhaltige Bildung in Globaler Verantwortung

Die Welt im Großen besser denken. Sozialräumliche Vorstellungen von Kindern am Übergang der Primarstufe zur Sekundarstufe

Kooperation mit: Südwind Niederösterreich, Baobab Wien
Projektleitung KPH: Kerstin Schmidt-Hönig
Laufzeit: WiSe 2019 – SoSe 2022

Im Rahmen des Projektes sollen kindliche Vorstellungsbilder der Welt in Form von Mental Maps erfasst werden. Ein besonderer Fokus liegt auf Reflexionsformaten auf Basis von Globales Lernen 2.0 und Global Citizenship Education. Der inhaltliche und methodische Rahmen ergibt sich durch die Auseinandersetzung mit Weltbildern und Weltvisionen im Rahmen der SDGs. Diese UN-Entwicklungsperspektiven für die Welt bis 2030 sollen auch in der zukunftsfähigen Schulentwicklung und in der handlungsorientierten Unterrichtsentwicklung abgebildet werden. Die Einbindung in die schulische Praxis soll durch die Entwicklung von Unterrichtsprojekten gelingen. Studierende der KPH Wien/Krems sollen dafür die drei Kompetenzbereiche Erkennen-Bewerten-Handeln in den Mittelpunkt stellen. 

Erfahrung mit Achtsamkeit in der Schule

Projektleitung: Susanne Schirgi
Laufzeit: SoSe 2021 – WiSe 2023

Professionelles Lehrerinnen- und Lehrerhandeln inkludiert den verantwortungsvollen Umgang mit (humanen) Ressourcen, sowohl auf inter-, als auch auf intrapersoneller Ebene. Eine mögliche Theorie, Nachhaltigkeit im schulischen Alltag zu sichern, ist die Praxis der Achtsamkeit, welche bereits seit über zwei Jahrtausenden Teil der buddhistischen Traditionen Asiens bekannt ist. Die Lehren zielen auf die systematische Schulung von Achtsamkeit zur Entwicklung innerer Kraft, Selbstbestimmung und Weisheit ab. In den vergangenen Jahren haben Achtsamkeitskonzepte nun auch Einzug in die institutionellen pflichtschulischen Einrichtungen gefunden. Auch in der Ausbildung von Lehramtsstudierenden ist dies auf unterschiedlichste Weise der Fall. Es soll erhoben werden, welche Konzepte und Erfahrungen Primarstufenstudierende von der Theorie der Achtsamkeit haben und welche Vorstellunen sie haben, diese in ihren zukünftigen Unterricht einfließen zu lassen.

Förderung von Ambiguitätstoleranz in der Nachhaltigkeitsbildung

Kooperation mit: Universität Wien, PH Wien, HAUP
Projektleitung KPH: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2020 –  SoSe 2022

Ziel des Projekts ist die Erhebung des Persönlichkeitskonstrukts Ambiguitätstoleranz bei Lehramtsstudierenden und bei Lehrpersonen der Fort- und Weiterbildung, die sich auf Grüne Pädagogik bezieht. Die Erhebung des Persönlichkeitskonstrukts wird als dispositionale Basisdimension für Lehrpersonen der Nachhaltigkeitsbildung gesehen. Im Zentrum stehen Fragestellungen, inwieweit die Proband*innen Mehrdeutigkeit zulassen, Offenheit akzeptieren, divergentes Denken anwenden, kreative Lösungsansätze entwickeln und bereit sind, diese Aspekte in ihre Unterrichtsplanungen einzubeziehen. Das Projekt leistet einerseits einen Beitrag zu Veränderung, Autonomie und Emanzipation im Rahmen von Lehr- und Lernprozessen. Andererseits werden neue didaktische Handlungsspielräume initiiert bzw. konstruiert für die Lehre an Hochschulen und Universität Wien. 

Global Citizenship Education als Querschnittsanliegen in den Fächern und Fachdidaktiken der KPH

Projektleitung: Sabine Zelger
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2022

Die Vereinten Nationen haben mit der Formulierung der Sustainable Development Goals (SDGs) einen weltweiten Referenzrahmen für die Auseinandersetzung mit zentralen Herausforderungen der Gegenwart geschaffen. Diese Impulse sind in ganz unterschiedlichen Bereichen aufgegriffen und diskutiert worden. Das Entwicklungsprojekt versucht, einige dieser Impulse für die Forschung an der KPH fruchtbar zu machen. Dabei bezieht es sich ganz besonders auf das Konzept der Global Citizenship Education (GCED). Der Fokus liegt dabei primär auf dem Unterziel 4.7, wo dieses Bildungsziel neben der „Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit […], die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung“ extra ausgewiesen wird. 

Innovationslabor für Bildungsräume in Bewegung

Gesamtleitung: Karin Harather, TU Wien – Institut für Kunst und Gestaltung
Projektleitung KPH: Katharina Rosenberger
Kooperation mit: ​Labor für ästhetische Bildung (LÄB)
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2024

https://tiss.tuwien.ac.at/fpl/project/index.xhtml?id=1936900

Veränderte Lebensbedingungen haben Auswirkungen auf die Bedürfnisse der Schüler*nnen (vor allem im Rahmen der Ganztagsbetreuung) und die Erwartungen an die pädagogische Arbeit steigen stetig. Die besondere Funktion des Raumes als „dritter Pädagoge“ (Malaguzzi) findet bislang wenig Beachtung, obwohl die Praxis deutlich zeigt, dass Struktur und Gestaltung von Räumen Einfluss auf das Lernverhalten und die Lernergebnisse haben, ebenso wie das Arbeiten in kreativen und künstlerischen Prozessen. Schulräume als nachhaltige Lebensräume kreativ zu denken und zu gestalten ist daher ebenso ein Merkmal innovativer Bildungslandschaften wie öffentliche Räume als Wissens- und Bildungsräume des Alltags zu interpretieren und zu nutzen. 
Das Vorhaben, in der Per-Albin-Hansson-Siedlung ein innovatives und nachhaltiges Bildungsgrätzl zu schaffen, nimmt auch Bezug auf Bedarfe, wie sie u. a. im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA_Wien erhoben wurden (u. a. Verbesserung der Infrastrukturausstattung für Kinder und Jugendliche, Verankerung von zusätzlichen Bildungs-, Kultur- und sozialen Angeboten).

Kernkompetenzen für nachhaltige Bildung

Kooperation mit: Lucian Blaga Universität Sibiu, University of Szeged, Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg
Projektleitung KPH: Rudolf Beer, Isabella Benischek, Oskar Dangl
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2025

Das Projekt fokussiert auf Kernkompetenzen einer nachhaltigen, inklusiven Bildung: die Einstellungen und Haltungen (Attitudes), das Wissen (Knowledge), Fertigkeiten und Handlungsmöglichkeiten (Skills) sowie Persönlichkeitsmerkmalen (Personality traits). Die Forschungsvorhaben sollen begriffliche Klärungen und belastbare Evidenzen als Fundament wissensbasierter Hochschullehre bereitstellen. Unterschiedliche Teilprojekte von unterschiedlichen Forschungsgruppen sollen unterschiedliche Detailfragen unter Einbeziehung unterschiedlicher Akteursgruppen mit unterschiedlichen Methoden bearbeiten. Ziel ist diese Erkenntnisse hochschuldidaktisch zu nutzen. 

Nachhaltigkeit in der Lehrer*innenbildung: Modulare Reihen

Projektleitung: Tamara Katschnig
Laufzeit: WiSe 2019 – WiSe 2022

In diesem Projekt wird die Nachhaltigkeit von mehreren modularen Fortbildungsreihen an der KPH Wien/Krems beforscht. Es handelt sich dabei um mind. drei Veranstaltungen, die inhaltlich zusammenhängen, bei denen sich die Teilnehmer*innen auf einen längerfristigen Lernprozess einlassen und bei der eine Reflexion des praktischen Handelns stattfindet. Die Erhebung erfolgt multimethodisch (Interviews und online-Fragebögen) und multiperspektivisch mit Veranstaltungsleiter*innen, Referent*innen und Teilnehmer*innen (zu drei Zeitpunkten). Erkenntnisse daraus fließen in die Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Angebote in der Fortbildung ein.

Resilienzsensible Hochschule – Resilienz von Schüler:innen

Halt im Leben: Resilienzförderung im Kontext evangelischer (konfessioneller) Schulen

Projektleitung: Mónika Solymár
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2023

In diesem Projekt soll eine Auseinandersetzung mit der Resilienzforschung im Hinblick auf die Frage nach Verbindungen von Resilienz und Religion/Religiosität sowie auf die Frage nach der Resilienzförderung an Schulen durchgeführt werden. Das Projektvorhaben soll zur Entwicklung eines Forschungsdesigns führen, das sich eine Untersuchung der Resilienzförderung im Kontext evangelischer/ konfessioneller Schulen vornimmt.

Neue Autoriträt und ihre Implementierung an der PMS Mayerweckstraße

Kooperation mit: KOMPASS, Zentrum für Gesundheitsförderung
Projektleitung KPH: Desiree Schrom
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

"Neue Autorität – Stärke durch Beziehung” nach Haim Omer ist ein Haltungs- und Handlungskonzept, das sich mit seinem systemischen Ansatz in der pädagogischen Praxis bereits in verschiedensten Kontexten bewährt hat (u. a. Gewalt, Mobbing oder Schulverweigerung). Es fokussiert auf die professionelle Handlungsfähigkeit der Erwachsenen, um auch in schwierigsten Erziehungs- und Unterrichtssituationen klar und wertschätzend zu agieren. Durch den Fokus auf eine entsprechende Lehrer:innenidentität und eine respektvolle Beziehungsgestaltung sollen Schüler:innen bei der Reifung einer selbstbewussten und mündigen Identität begleitet werden. An dieser Stelle soll das Konzept der Neuen Autorität ansetzen. Die Praxisschule wird an dieses Konzept herangeführt. Dieses richtet sich zunächst an interessierte und freiwillige Lehrer*innen und die Schulleitung, die, angeleitet durch die Expertin, mit diesem Konzept arbeiten und in weiterer Folge als Multiplikator:innen fungieren sollen.

Resilenzsensible (Hoch-)Schule

Projektleitung: Gabriele Beer, Rudolf Beer
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2024

Das gegenständliche Auftragsprojekt fokussiert auf Resilienz von Studierenden, Hochschullehrkräften, Schüler/innen und Lehrkräften. Wenn „sich Personen trotz gravierender Belastungen und widriger Lebensumstände psychisch gesund entwickeln, spricht man von Resilienz“ (Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2011, S. 9). Genau diese Fähigkeit, diese Widerstandskraft, ermöglicht es beispielsweise Lehrenden und Lernenden, trotz ausgeprägter Belastungen und Risiken in der (Hoch-)Schule gesund zu bleiben oder sich vergleichsweise leicht von beruflichen Herausforderungen wieder zu erholen (vgl. Schuhmacher et al., 2004, S. 3). Diese Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischen, psychischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken sind bei allen Akteur/innen von existentieller Bedeutung. Diese Persönlichkeitseigenschaft gilt es in einer resilienzsensiblen (Hoch-)Schule zu fokussieren, zu stützen, auf- bzw auszubauen. 

Resilienz und subjektive Studienbelastung

Projektleitung: Gabriele Beer, Rudolf Beer
Laufzeit: WiSe 2020 – WiSe 2022

(Lehrer-)Bildung spielt eine zentrale Rolle, um Menschen zu befähigen, die Welt zukunftsfähig zu gestalten. Dafür braucht es engagierte Lehrkräfte mit entsprechendem Wissen, Können und entsprechenden Personeneigenschaften. Das Teilprojekt des Rahmenprojekts "Kernkompetenzen für nachhaltige Bildung" fokussiert auf eine zentrale Schlüsselkompetenz, der Resilienz. Es interessiert in welcher Ausprägung Resilienz im Kreis der Lehramtsstudierenden vorliegt, ob sich Unterschiede zwischen Studierendengruppen ergeben, und ob zwischen der subjektiven Studienbelastung und der Resilienz ein Zusammenhang besteht. Ziel ist die gewonnenen Erkenntnisse hochschuldidaktisch im Zuge der Lehramtsausbildung zu nutzen.

PERMA.teach – mit Positiver Psychologie zu psychosozialer Gesundheit

Kooperation mit: Initiative for Teaching Entrepreneurship (gemeinnütziger Verein, IFTE)
Projektleitung KPH: Johannes Lindner
Projektlaufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Forschungsergebnisse der Positiven Psychologie zeigen seit Jahren, dass die 5 Säulen für Aufblühen und Wohlbefinden die psychische und physische Gesundheit verbessern und die Widerstandskraft stärken:

  •  Positive Emotions (positive Emotionen vermehren und nutzen)
  •  Engagement (Engagement unter gezielter Nutzung persönlicher Stärken)
  •  Relationships (positive Beziehungen pflegen)
  • Meaning (Sinn finden und leben)
  • Accomplishment (Leistung bringen, große Ziele haben)

Gemeinsam bilden sie das Akronym PERMA. Das Projekt PERMA.teach hat daher zum Ziel, PERMA in der Schule als übergreifendes, PERMAnentes Lehr-, Lern- und Haltungsprinzip zu etablieren, um alle Beteiligten (Lehrende, Kinder und deren Familien) zu ermutigen und ermächtigen, selbstverantwortlich für Wohlbefinden zu sorgen - für sich und andere. Vehikel dafür ist die PERMA-Hand, die daran erinnert, PERMA in jedem Fach und Kontext einzubeziehen. Dazu bedarf es keiner eigenen Stunden im Stundenplan. PERMA.teach wird in 5 Bundesländern in Kooperation mit 6 Pädagogischen Hochschulen durchgeführt, an denen PERMA in Aus- und Fortbildung und Entwicklungs-Beratung nachhaltig etabliert wird. Die Erprobung in 10 Pilotschulen wird wissenschaftlich begleitet. Eine im Projekt entwickelte PERMA-App unterstützt die Anwendung der evidenzbasierten PERMA-Methoden im Alltag.

TRANSMISSION – DACH-Kooperation

Kooperation mit: Universität Freiburg, PH Freiburg
Projektleitung: Karsten Lehmann
Projektlaufzeit: WiSe 2022 – SoSe 2023

Das Projekt basiert auf dem TRANSMISSION-Projekt, welches von Anne Koch und Karsten Lehmann als Kooperation zwischen der KPH Wien/Krems, der PHDL und der PH Edith Stein vom WiSe 2020 bis zum SoSe 2022 konzipiert und durchgeführt wurde. In diesem Projekt geht und ging es um die Weitergaben von Religionsvorstellungen an Jugendlichen im ländlichen Raum in Österreich.

Sprachliche Bildung – Sprachförderung – Fremdsprachenunterricht

CLIL materials: How to unite content and language learning for diverse groups of learners.

Projektleitung: Silvia Bauer-Marschallinger
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

Research on CLIL and other forms of additive bilingual education has typically focused on language aspects although classroom pedagogy is often strongly determined by content teaching goals and materials. Recently, the research community has stressed the importance of transdisciplinary conceptualizations of integrating content and language learning. However, little attention has been paid to how one can translate these research insights into successful classroom practice and useful materials. Moreover, in recent years, CLIL instruction has found its way into mainstream education without thorough consideration as to how one could cater for mixed-ability groups, often resulting in feelings of frustration and overload in both learners and teachers. Therefore, this project intends to develop design principles and teaching strategies that (1) genuinely combine content and language perspectives and (2) adequately consider heterogeneous settings in CLIL. Being connected to a larger design-based research study, this project elaborates on the role of differentiated and individualized instruction in mainstream CLIL education on the basis of interview data and, peripherally, learner performances and classroom observations.

Der neue Lehrplan der Volksschule für Fremdsprachen – Evaluierung und Reflexion seiner Implementierung auf der Primarstufe von 2021 bis 2025

Kooperation mit: KPH Graz, PH Steiermark, PH Burgenland, PH Kärnten
Projektleitung KPH: Pia Resnik
Laufzeit: WiSe 2021 – SoS 2025

Das Interesse am frühen Fremdsprachenunterricht steigt stetig und so wächst auch die Literatur zum frühen Fremdsprachenunterricht beständig. In Österreich existiert seit 1998 (formale Adaptierung bis 2005) ein unveränderter Lehrplan für die Lebende Fremdsprache auf Primarebene, trotz der rasanten Veränderungen in der Fremdsprachendidaktik sowie curricularen Veränderungen in der Primarschullehrer*innenausbildung. Zukünftig soll es nun nach über 20 Jahren zu einer Erneuerung des Lehrplans für die Verbindliche Übung „Lebende Fremdsprache“ auf Primarebene kommen. Diese Studie soll aktuelle Tendenzen auf Primarebene im Entwicklungsverbund Süd-Ost sowie im Verbund Nord-Ost ersichtlich machen und die Inauguration des neuen Lehrplans begleiten, um einen ersten Einblick in die Anwendung und die Akzeptanz sowie die Voraussetzungen bei Lehrer*innen anhand derer ‚beliefs‘ gewinnen und Rückschlüsse für die Fort- und Weiterbildung an den Pädagogischen Hochschulen ziehen zu können.

English medium Education: A survey of student perspectvies and experiences

Project management KPH: Katharina Ghamarian-Krenn
Project duration: WiSe 2021 – SoSe 2022

In the past two decades, English-medium education (EME) has experienced a boost of popularity in higher education institutions in non-Anglophone settings. Nevertheless, to date, most research regarding the field of EME has focused on lecturers and their linguistic as well as pedagogical ability, while students’ perspectives and experiences with EME have been rather neglected. As a consequence this research study is trying to contribute to the field of English medium education by investigating student perspectives and experiences in an Austrian setting.  

Extramural engagement with English and vocabulary learning outcomes: A comparative account of research on Viennese teenagers and university students

Projektleitung: Katharina Ghamarian-Krenn
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

While vocabulary learning within language classrooms has been researched extensively in the past, extramural language contact is extending opportunities for lexical learning and use beyond the walls of the classroom. Realizing this potential, Sundqvist has introduced the concept of extramural English (EE) to designate the type of “English that learners come in contact with or are involved in outside the walls of the classroom”, for instance, through series, games or social media. While other European countries, particularly so-called subtitling countries such as Belgium, Sweden and the Netherlands, have established research traditions on informal (vocabulary) learning outside formal educational contexts by now, other countries, such as Austria, are still in their infancy regarding research on extramural practices. This article is based on two of the first studies aiming to relate vocabulary learning outcomes to engagement with extramural English in the Austrian context and thus presents a promising opportunity for comparison with previous research.

Frühe Sprachförderung in Ausbildung und Praxis

Koopertion mit: Universität Innsbruck, PH Tirol
Projektleitung KPH: Niku Dorostkar, Lena Cataldo-Schwarzl
Laufzeit: WiSe 2022 – SoSe 2024

Mit dem geplanten praxisbezogenen Forschungsprojekt soll das in der Elementarpädagogik in Österreich (und auch international) schon seit vielen Jahren als überaus wichtig anerkannte Thema der frühen Sprachförderung näher beleuchtet werden. Ein zentrales Anliegen ist dabei, angehende Elementarpädagog*innen noch stärker für die frühe Sprachförderung in elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen zu sensibilisieren und zu professionalisieren. Dazu soll eine (nicht-repräsentative) Bestandsaufnahme sowohl in Bezug auf sprachförderliche Interaktionen in elementaren Bildungseinrichtungen als auch in Hinblick auf den Unterricht zur frühen Sprachförderung an der BAfEP erfolgen. Ein weiteres Ziel besteht darin, die Einführung des neuen Pflichtgegenstandes zur frühen Sprachförderung an der BAfEP wissenschaftlich zu begleiten und zu dokumentieren sowie Methoden und didaktisierte Materialien für den Unterricht in diesem neuen Fach zu erarbeiten.

Lingusti – Die kreative Sprachwerkstatt. Ein Praxis-Forschungslabor im Rahmen der Lehramtsausbildung für die Entwicklung von Interaktionskompetenz als Basis für Focus-on-Form

Kooperation mit: Humboldt-Universität zu Berlin, Universität Leipzig
Projektleitung KPH: Verena Plutzar
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2023

Das Projektes möchte untersuchen, wie Lehramtsstudierende durch ein entwickeltes hochschuldidaktisches Konzept sowie einer eng angeleiteten Praxis im Rahmen einer außerschulischen Sprachwerkstatt (Lingusti) lernen, interaktiv sprachliche Lerngelegenheiten zu schaffen. Zu diesem Zweck werden in einem ersten Schritt und in Kooperation mit dem Verein SprachSchatz Videovignetten für den Einsatz in der Hochschullehre erstellt. In diesen Videovignetten soll verdeutlicht werden, mithilfe welcher sprachlichen und interaktionalen Strategien sprachliche Lerngelegenheiten für mehrsprachige Kinder mit Deutsch als Zweitsprache geschaffen werden können. Dabei wird im Sinne des Konzeptes der Lingusti-Sprachwerkstatt soziales Lernen mit dem Focus-on-Form-Ansatz aus der Zweitsprachdidaktik verknüpft, um die Kinder sowohl in ihren sprachlichen als auch in ihren persönlichen Ressourcen zu stärken. 

Learners’ emotions in face-to-face and online English as a foreign language classes

Kooperation mit: University of London, Birkbeck College, Department of Applied Linguistics and Communication, Department of Linguistics Queen Mary, University of London United Kingdom, Department of Psychology University of Washington, Seattle, Department of English and American Studies University of Vienna
Projektleitung KPH: Pia Resnik 
Laufzeit: SoSe 2020 – WiSe 2022

The study is being done as part of an investigation of foreign language acquisition in the Department of Applied Linguistics and Communication, Birkbeck, University of London and the University College of Teacher Education, Vienna/Krems. This study wants to explore the relationship between affective variables in face-to-face and online English as a foreign language classes using a web survey. More specifically, it wants to explore links between (foreign) language enjoyment, (foreign) language anxiety, learner autonomy, trait emotional intelligence, and learners’ attitudes towards teaching and learning in both contexts to explore the impact of the move to emergency remote teaching and learning due to COVID-19. Data will be collected from students at University Colleges of Teacher Education as well as students at Austrian universities who study English, but also from students studying English all over Europe. The study has received ethical approval. Both participants and their teachers will remain totally anonymous.

L2 proficiency and development in CLIL

Projektleitung: Silvia Bauer-Marschallinger
Laufzeit: WiSe 2021 – SoSe 2022

The great promise of CLIL is that it will enhance learners’ language competence beyond what is possible in regular language classes. In this project, we will review empirical research that has investigated this claim. While a first generation of studies tended to find positive effects throughout, recent results have been more mixed. Reasons for this shift lie in methodological advances, deliberate attention to the selection bias linked to many CLIL implementations, a wider range of CLIL contexts investigated, but also in different and revised conceptualizations of what language competence entails. Beyond language competence per se, studies on the effect of CLIL on learners’ motivation seem to find a mostly positive impact. Yet on closer inspection, it becomes evident that especially learners with low entry-level language competence report feelings of frustration and overload. These trends in CLIL research are closely connected to current developments in CLIL practice, most notably its growing effort for greater inclusiveness. Thus, a re-evaluation of current research in this regard as intended by this project is warranted.

Mehrsprachigkeit und Sprachförderung als Thema in der elementarpädagogischen Ausbildung

Kooperation mit: Bildungsdirektion für Wien, Sprachförderzentrum; Arbeiterkammer Wien
Projektleitung KPH: Niku Dorostkar
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2022

Das Projekt untersucht, wie Mehrsprachigkeit und Sprachförderung in der Ausbildung von Kindergartenpädagog:innen verankert ist und vermittelt wird. Ziel ist herauszufinden, wo in der derzeitigen Ausbildung an den Bildungsanstalten für Elementarpädagogik Nachholbedarf in Bezug auf sprachwissenschaftliche Inhalte und Kompetenzen besteht, die Pädagog:innen für die beruflichen Anforderungen und Herausforderungen im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit rüsten sollen. Hierfür werden im Zuge einer Bestandsaufnahme Curricula, Lehrwerke und Unterrichtsmodelle analysiert und Lehrer*innen an Wiener Bildungsanstalten für Elementarpädagogik zu Mehrsprachigkeit und frühkindliche Sprachförderung in ihrem Unterricht befragt.

Mitherausgabe des ide-Hefts 3/2023: Ökonomische Bildung und Deutschunterricht

Kooperation mit: Universität Koblenz-Landau
Projektleitung: Sabine Zelger
Laufzeit: SoSe 2022 – WiSe 2023

Die ide, Informationen zur Deutschdidaktik, widmet das Heft 3/2023 der Ökonomischen Bildung im Deutschunterricht und begründet diesen Themenschwerpunkt wie folgt:

Innovation

- Bislang vernachlässigter Bereich im Kontext DU und Deutschdidaktik

- Anknüpfungspunkte zu theoretischem Diskurs und Begriffen wie Ökonomisierung, Vermarktlichung, Neoliberalismus, Globalisierung, imperiale Lebensweise und Postdemokratie

Aktualität

- Bildungspolitische Diskussion über Verstärkung dieses Themas an Schulen

- Stärkung und Ausweitung dieses Themenbereichs im österreichischen Lehrplan der Sek 1 und Primarstufe (2022)

- aktueller gesellschaftlicher Diskurs

Praxisrelevanz

- Viele Anknüpfungspunkte zum Literatur-, Lese- und Medienunterricht mit Themen wie Konsum, Armut, Arbeit, (Post)demokratie, (Selbst)Vermarktung und zum Sprachunterricht durch den Sprachwandel via Ökonomisierung und Vermarktlichung

- Integration des Themas in Ansätze der GCED, sdgs, Entrepeneurship

- Medienreflexion, Handlungsfelder Literatur/Film/Computerspiel

Scientific Monitoring Hochschullehrgang DaZ

Projektleitung: Beatrice Müller
Laufzeit: WiSe 2021 – WiSe 2022

Sprachliche Diversität von Schüler:innen ist eine Gegebenheit auf die Lehrkräfte zwangsläufig reagieren müssen, um Schüler:innen beim Lernen optimal zu unterstützen. Dafür benötigen sie zahlreiche Kompetenzen, wie Fähigkeiten in der Sprachstandsbeobachtung, Analyse sprachlicher Anforderungen von Unterrichtsgegenstände, methodisch-didaktische Grundlagen eines sprachensensiblen Unterrichts sowie Grundwissen über Migrationsprozesse und Mehrsprachigkeit, die Bedeutung von sprachlicher Bildung für den Bildungserfolg sowie linguistische Grundbegriffe.
Zur Weiterbildung von Lehrkräften dieser Kompetenzen für den Umgang mit sprachlicher Diversität in der Schule werden mit dem Studienjahr 2021/22 an der KPH Wien/Krems ein Hochschullehrgang sowie eine modulare Reiheangeboten. Das Forschungsprojekt dient der wissenschaftlichen Begleitung und inhaltlichen Evaluation des Hochschullehrgangs "Deutsch als Zweitsprache Basis" für Primarstufe sowie der modularen Reihe für die Sekundarstufe. Ziele des Forschungsprojektes sind (1) die Analyse von Gelingensbedingungen und Implikationen in Fort-und Weiterbildung von Lehrkräften für sprachlich diverse Schüler:innen; (2) Entwicklung eines Profils von Deutsch als Zweitsprache in der Fort-und Weiterbildung an der KPH Wien/Krems und (3) Lehrkräfte in ihrer Arbeit in verschiedenen Sprachförder-und bildungsmaßnahmenbegleitend zu unterstützen.

Scientific Monitoring HLG DaZ                            

Kooperation mit: Sprachförderung Wien
Projektleitung KPH: Beatrice Müller
Laufzeit: WiSe 2022 – WiSe 2024

Sprachliche Diversität von Schüler:innen ist eine Gegebenheit auf die Lehrkräfte zwangsläufig reagieren müssen, um ihre Schüler:innen beim Lernen optimal zu unterstützen. Dafür benötigen sie zahlreiche Kompetenzen, wie Fähigkeiten in der Sprachstandsbeobachtung, Analyse sprachlicher Anforderungen von Unterrichtsgegenstände, methodisch-didaktische Grundlagen eines sprachensensiblen Unterrichts sowie Grundwissen über Migrationsprozesse und Mehrsprachigkeit, die Bedeutung von sprachlicher Bildung für den Bildungserfolg sowie linguistische Grundbegriffe. (vgl.DaZKoM-Modell 2015,DaZKompP 2019). Zur Weiterbildung von Lehrkräften dieser Kompetenzen für den Umgang mit sprachlicher Diversität in der Schule werdenseitdem Studienjahr 2021/22 an der KPH Wien/Krems ein Hochschullehrgang für die Primarstufe und für die Sekundarstufe angeboten. Das Forschungsprojekt dient der wissenschaftlichen Begleitung und inhaltlichen Evaluation des Hochschullehrgangs “Deutsch als Zweitsprache Basis”. Ziele des Forschungsprojektes sind:

-Analyse von Gelingensbedingungen und Implikationen in Fort-und Weiterbildung von Lehrkräften für sprachlich diverse  Schüler:innen
-Entwicklung eines Leitbildesvon Deutsch als Zweitsprache in der Fort-und Weiterbildung an der KPH Wien/Krems
-Lehrkräfte in ihrer Arbeit in verschiedenen Sprachförder- und bildungsmaßnahmen begleitend zu unterstützen

Sprachliche Dimensionen von Unterricht – Eine reflexive Arbeit mit Hochschullehrenden

Kooperation mit: Universität Wien, PH Wien
Projektleitung KPH: Beatrice Müller
Laufzeit: WiSe 2022 – WiSe 2024

Unterrichten ist sprachlich. Besonders in sprachlich diversen Kontexten offenbaren sich die verschiedenen Dimensionen von Sprache als Medium, als Instrument zum Denken, zur Partizipation, von Zuschreibung oder Bildung von Identitätsprozessen. Das Forschungsprojekt widmet sich der reflexiven Arbeit mit Lehrenden verschiedener Hochschulen (KPH Wien, PH Wien & Universität Wien) aus unterschiedlichen Fachdidaktiken und Bildungswissenschaftenin einer hochschulinternen Weiterbildung. Die Teilnehmer:innen lernen zunächst Grundlagen zur Rolle von Sprache/n in Lehr-/Lernprozessenkennen, welche sie folgendangeleitet reflektieren und anschließend in Bezug auf das eigene Fach setzen. In Kooperation erarbeiten die Teilnehmer:innen Beispiele für die eigene Lehre, in denen die sprachliche Dimension des Unterrichts berücksichtigt wird. In der Weiterbildung werden verschiedene sprachliche Dimension von Unterricht aus unterschiedlich fachdidaktischen sowie bildungswissenschaftlichen Perspektiven entwickelt und diskutiert. Das Forschungsprojekt dient der Entwicklung bzw. Spezifizierung theoretischer Ansätze und Materials von sprachlichen Dimension von Unterricht in einem Hochschulkontext.

Sprachliche Bildung als duchgängiges Prinzip im Studium für das Lehramt Primarstufe

Kooperation mit: PH Wien, PH NÖ
Projektleitung KPH: Verena Plutzar, Sabine Zelger
Laufzeit: SoSe 2021 – SoSe 2023

Lehrkompetenzmodelle gehen davon aus, dass im Rahmen der Ausbildung zentrale Grundlagen im Bereich der Haltungen, des Wissens und des Handelns für den Lehrberuf gelegt werden. Demnach kommt Hochschullehrpersonen in ihrer sprachlichen Vorbildfunktion eine entscheidende Rolle zu und sie tragen in hohem Maße Verantwortung dafür, wie die didaktisch-methodische Umsetzung einer Sprachlichen Bildung als durchgängiges Prinzip in allen Ausbildungsfächern gelingen kann. Es gilt eine Lehrendenkompetenz zu entwickeln, welche vermehrt auf Sprache in ihrem Facettenreichtum fokussiert und letztlich zu erhöhter Sprachbewusstheit und reflektiertem Umgang in allen Unterrichtsfächern führt. Das Projekt will den IST-Stand an den PHn erheben, in welcher Bewusstseinslage Lehrende im Studium für das Lehramt Primarstufe hinsichtlich ihrer eigenen sprachlichen Vorbildfunktion sind, welche Wichtigkeit sie der Sprachlichen Bildung als durchgängiges Prinzip im Studium für das Lehramt Primarstufe beimessen und wie Umsetzungsmöglichkeiten bereits erfolgen. Es sollen Bedarfe erhoben und in weiterer Folge exemplarische Beispiele und Anregungen ausgearbeitet werden. Dies betrifft die einzelnen Fachdidaktiken, die bildungswissenschaftlichen Grundlagen und die pädagogischpraktischen Studien.

Sprachliche Bildung in der Primarstufe

Projektleitung: Golriz Gilak
Laufzeit: WiSe 2020 – SoSe 2023

Mehrsprachigkeit scheint lediglich im Hinblick auf Prestigesprächen wie Englisch oder Französisch eine Ressource zu sein. Hingegen wirken klassische Migrantensprachen hinderlich für die Bildungskarriere. Ihre Sprecher:innen sind seltener an höherbildenden Schulformen anzutreffen und weisen meist in ihrem Sprachgebrauch weniger Merkmale einer Bildungssprache auf. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Unbestritten ist, dass fehlende Bildungssprache fehlenden Bildungserfolg bewirkt. Wenn Bildungssprache fälschlicherweise im Fachunterricht durch die Lehrkraft vorausgesetzt wird, trägt dies zu einem Selektionsmechanismus mit folglicher Bildungsbenachteiligung bei. Diesem Umstand könnten Lehrkräfte mit dem Konzept der Sprachbildung entgegenwirken, jedoch besteht Aufholbedarf in den Curricula der Lehramtsausbildung. Bestrebungen des Ministeriums, diesbezügliche Kompetenzen in der Fortbildung anzubieten, sollen diese Lücken schließen. Diese Forschung soll begünstigende Faktoren für eine sprachsensible Gestaltung des Fachunterrichts in der Primarstufe darstellen. Die Resultate leisten einen Beitrag zur Bedeutung von sprachfördernden Haltungen von Lehrpersonen, bieten eine Grundlage für neue bedarfsgerechte Fort- und Weiterbildungen und fließen in die Ziele des SDG 4 „Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung für alle gewährleisten“ ein.

Vorbereitung und Implementierung von Sprachbildungskoordinator:innen an Wiener Schulen

Kooperation mit: PH Wien, Sprachförderzentrum der Bildungsdirektion für Wien
Projektleitung KPH: Beatrice Müller
Laufzeit: WiSe 2022 – WiSe 2024

Sprachliche Bildung, Sprachförderung, Deutschförderklassen, Deutschförderkurse, Sprachbewusster Unterricht, sprachsensibler Unterricht, Muttersprachlicher Unterricht – diese Begriffe zeigen, was in einer Schule alles im Kontext sprachlicher Bildung passiert. Um dieser Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben gerecht zu werden sowie ein koordiniertes und nachhaltiges Angebot zu schaffen, werden voraussichtlich ab dem Schuljahr 2023/24 Sprachbildungskoordinator:innen an allen Wiener Schulen mit einem Bedarf dafür eingesetzt. An der KPH wird in Kooperation mit dem Sprachförderzentrum Wien und der PH Wien die Aufgaben, das Profil sowie die Ausbildung dieser Sprachbildungskoordinator:innen entwickelt. Mit dem Wintersemester 2022/23 beginnt an der KPH sowie der PH Wien die Ausbildung der Sprachbildungskoordinator:innen. Das Projekt dient der wissenschaftlichen Begleitung sowie Evaluation der Entwicklungs- und Implementierungsphasen der Sprachbildungskoordinator:innen an Wiener Schulen.