Novemberpogromgedenken und Zeichen der Hoffnung

Am 8. November 2023 fand am Campus Strebersdorf das jährliche Novemberpogromgedenken statt.

© KPH, SD

Unter dem Titel „Der Erinnerung Bild und Stimme geben“ wurde die Ausstellung „Für das Kind“ von Sonja Danner und Milli Segal vorgestellt. Die Ausstellung ist all denen gewidmet, die 1938/39 in Deutschland, Österreich, der Tschechoslowakei und in Polen zehntausend Kindern – hauptsächlich jüdischen – halfen, der Tötungsmaschinerie des Nazi-Regimes zu entkommen und ihr Überleben zu sichern.

Im Anschluss an die Ausstellung sprachen Milli Segal und Awi Blumenfeld – beide zweite Generation – über ihre Erfahrungen. Der Dokumentarfilm „Facing Auschwitz“ von Iris Singer, der über die Schulreise von vier Jugendlichen nach Auschwitz berichtet, unterstrich die Wichtigkeit des Erinnerns auch in der dritten, vierten und der nächsten Generation.

Nach dem Novemberpogromgedenken luden das KPZ iiiL und das Hochschulpastoralteam alle Anwesenden ein, ein Licht als Symbol für Frieden anzuzünden. Doris Ellen Bauer, Petra Pirolt und Richard Pirolt begleiteten den stimmungsvollen Ausklang des Gedenkens mit Musik und Gesang.

Gerade heute und hier ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen: Ein Zeichen gegen Rassismus und im besonderen Antisemitismus, gegen das Inhumane und für die Menschenwürde. Es ist beschämend, dass Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihre Teilnahme an einer Gedenkveranstaltung absagen, weil sie sich nicht nur aufgrund des Krieges zwischen der Hamas und Israel, sondern auch wegen des explosionsartig zum Vorschein kommenden Antisemitismus in Österreich nicht mehr sicher fühlen.

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