Buchreihe - Begegnung und Dialog über Grenzen hinweg
Begegnung und Dialog über Grenzen hinweg
eine Initiative des Kompetenzzentrums für interkulturelles, interreligiöses und interkonfessionelles Lernen
Wann: 20. Mai 2025, 13.00-15.00 Uhr
Wo: Campus Wien-Strebersdorf, Festsaal
Im Gespräch mit Edith Meinhart über ihr Buch COP UND CHE
Wie ein Tschetschene und ein Polizist zu TikTok-Stars wurden
Edith Meinhart, mandelbaum verlag
In ihrem packenden Buch Cop und Che erzählt die renommierte und vielfach ausgezeichnete Journalistin Edith Meinhart einfühlsam und direkt die Geschichte eines jungen Mannes aus Tschetschenien und seiner ungewöhnlichen Begegnungen mit einem Grätzlpolizisten und einem Sozialarbeiter. Aus dieser Zusammenarbeit entstand eine erfolgreiche TikTok-Serie, die sich für Verständigung zwischen Gruppen einsetzt, die sich sonst oft mit Misstrauen und Unverständnis begegnen.
Wie hat die Autorin diese Begegnungen erlebt? Welche Herausforderungen brachte das Schreiben eines Buches mit sich, das selbst einen Dialog über viele Grenzen hinweg erforderte? Welche Stationen und Hürden prägten den Prozess der Verständigung? Und was hat sich dabei für sie persönlich verändert?
Mit Galib Stanfel, Musiktherapeut, Lehrender am Institut Islamische Religion an der KPH Wien/Niederösterreich, werfen wir den Blick darauf, ob und wie sich diese Erfahrungen für die pädagogische Arbeit nutzen lassen.
Moderation: Verena Plutzar
Wir laden Sie herzlich ein, an diesem Gespräch teilzunehmen!
Nachlese COP und CHE
Am Dienstag, den 20. Mai, war die renommierte und vielfach ausgezeichnete Journalistin Edith Meinhart zu Gast an der KPH in Strebersdorf. Gemeinsam mit Verena Plutzar, Galib Stanfel und den Teilnehmer:innen sprach sie über ihr Buch „Cop und Che“ (Mandelbaumverlag).
Die Autorin und ihr Buch passten perfekt für die erste Veranstaltung in der Reihe „Begegnungen und Dialog über Grenzen hinweg“ des KPZ iiiL. Die grenzüberwindende Begegnung zwischen drei Personen aus denkbar unterschiedlichen Welten ist das zentrale Moment von Edith Meinharts Geschichte und die Entstehung des Buches ist selbst gelebte Praxis eines solchen Dialogs. Dieser war - wie die Autorin feststellte - vor allem von der Bereitschaft getragen, einander wirklich zu verstehen. Dafür gelte es, das Ganze in den Blick zu bekommen und von vorgefertigten Bildern abzurücken.
Das Zuhören und das Verstehenwollen seien, so Edith Meinhart, der Motor ihrer Arbeit, wie auch der Wunsch, „Geschichten aus der Peripherie ins Zentrum“ zu tragen. Dass Bücher wie „Cop und Che“ eine wichtige Rolle in der Lehrer:innenbildung spielen, darin waren sich alle Teilnehmenden auf dem Podium und im Publikum einig. Sie bestätigten empirische Daten aus wissenschaftlichen Forschungen und mit Hilfe von konkreten Geschichten von wirklichen Menschen machten sie wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich. Auch würden durch sie periphere Lebenswelten in das Zentrum des Unterrichts geholt.
Einig waren sich alle auch darin, dass die von Edith Meinhart weit entwickelte Fähigkeit des Zuhörens und Verstehenwollens, die es ihr ermöglicht vielstimmige Texte zu schreiben, für Lehrer:innen an Schulen ein wichtiges Instrument sei, um den Geschichten, die Schüler:innen zu erzählen haben, Raum geben und zum Erzählen ermutigen. "Denn", so die Autorin, "es ist wichtig, die Geschichten voneinander zu kennen, um zu wissen, wie die Welt aus einer anderen Perspektive aussieht".
Wie die Entwicklung dieser Fähigkeit in der Lehrer:innenbildung an der KPH vermehrt Platz finden kann, wird uns weiter beschäftigen, gehört doch die “Fähigkeit anzuerkennen, dass es mehrere Perspektiven gibt" (Edith Meinhart) zu den zentralen Bildungszielen einer pädagogischen Hochschule wie der KPH.
Wir danken Edith Meinhart für den inspirierenden Austausch!

Sprechen wir über Sprachliche Bildung im Elementarbereich!
eine Initiative gemeinsam mit dem Forschungsbereich MEHR:SPRACHIGKEIT!
26. Februar 2025, Stephansplatz 3, 3. Stock, Raum auf.wind
Aktuell wird in politischen und medialen Debatten über Sprachscreenings für Dreijährige, Deutschkurse in Kindergärten und die Einführung von Deutschlehrplänen in der Elementarbildung diskutiert. Die damit verbundenen Forderungen sorgen nicht nur für viel Aufmerksamkeit, sondern auch für teils kontroverse Auseinandersetzungen in führenden Medien.
Welche Vorannahmen und Erwartungen stecken in den bildungspolitischen Debatten? Auf welchen wissenschaftlichen Grundlagen fußen sie? Wie bildet sich das dynamische Feld der frühkindlichen Entwicklung darin ab? Welche praktischen Auswirkungen sind zu erwarten? Welche Fragen werden gestellt, welche nicht und welche bleiben offen?
Mitwirkende am Forschungsbereich MEHR:SPRACHIGKEIT! an der KPH Wien/Niederösterreich wollen die Debatte fundiert führen und laden Expert:innen zu einem Podiumsgespräch, um über die derzeit diskutierten Vorhaben zu sprechen und alternative Wege aufzuzeigen.
Es sprechen
Verena Blaschitz, Universität Wien, Leiterin des FWF-Projekts Das sprachliche Handeln mehrsprachig sozialisierter Kinder in der Institution Kindergarten
Niku Dorstkar, KPH Wien/Niederösterreich, Leiter des Drittmittelprojekts Frühe sprachliche Bildung und Förderung – Ausbildung und Praxis gemeinsam erforschen und gestalten, (gemeinsam mit Lena Cataldo-Schwarzl)
Janine Fischer, Verein Startklar, Anbieter von Deutschkursen in Kindergärten und Lehrbeauftragte an der KPH Wien/Niederösterreich
Michaela Hajszan, wissenschaftliche Leiterin des Charlotte Bühler-Instituts
Nina Hover-Reisner, FH Campus Wien und Lehrbeauftrage an der Universität Wien, Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
Astrid Kircher, KPH Wien/Niederösterreich, Leiterin des Zentrums Elementare Bildung
Idee, Konzept und Moderation: Verena Plutzar


