Mag. Dr. Verena Plutzar, MA
Institut Fortbildung
Aktuell lehre, forsche und publiziere ich zu Mehrsprachigkeit, Migration, Flucht und Trauma und interessiere mich für Formen der Erinnerungsarbeit. Außerdem verfüge ich über Expertise in transkultureller und institutioneller Kommunikation und Erfahrungen zu biographieorientierten Ansätzen in der Erwachsenenbildung. Viele Jahre habe ich zu Sprachenpolitik in Kontext von Migration und Integration gearbeitet und publiziert.
Beruflich sozialisiert wurde ich im Verein Projekt Integrationshaus, einer unabhängigen Flüchtlingsorganisation, wo ich den Deutschkursbereich aufgebaut habe und einige Jahre im Rahmen des europäischen Förderprogramms EQUAL innovative Bildungsprojekte leitete. Danach war ich drei Jahre lang wissenschaftliche Assistentin bei Hans-Jürgen Krumm am Institut für Germanistik der Universität Wien. Über zwölf Jahre hinweg arbeitete ich freiberuflich. Ich leitete Entwicklungsprojekte zur (mehr)sprachigen Förderung am Übergang von Kindergärten zu Schulen in Wien und Niederösterreich. Schwerpunkte meiner Arbeit waren außerdem die Konzipierung und Leitung von Fort- und Weiterbildung für Pädagog:innen sowie Lehraufträge und Vortragstätigkeit an diversen Universitäten und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Seit 2020 bin ich an KPH Wien/Niederösterreich tätig.
Fragen der sprachlichen Bildung im Kontext von Migration und Flucht nähere ich mich aus psychoanalytischen und machtkritischen Perspektiven. Als analytisch ausgebildete Supervisorin sehe ich das Individuelle stets in Wechselwirkung mit institutionellen und gesellschaftlichen Strukturen.
Meine Positionen beziehe ich aus wissenschaftlichen Diskursen, meine Fragen begründen sich jedoch aus konkreten Erfahrungen in der Bildungsarbeit über alle Bildungsstufen hinweg in Österreich, Deutschland, China und Kenia.
Meilensteine meiner bisherigen Arbeit sind die Entwicklung des mit dem europäischen Sprachensiegel ausgezeichneten Sprachen- und Qualifikationsportfolios für Migrant:innen und Flüchtlinge sowie die Konzeption des Handbuchs zum reflektierten Umgang mit Mehrsprachigkeit in Kindergärten und Schulen.
An der KPH Wien/Niederösterreich arbeite ich am Institut für Fortbildung, wo ich inhaltlich für das Programm ZERTIFIKAT Unterrichten im Ausland, eine Professionalisierung für Lehrpersonen an Ausslandsschulen zuständig bin. Ich bin außerdem Teil des Kompetenzzentrums für Interkulturelles interreligiöses und interkonfessionelles Lernen sowie der Forschungsgruppe IMPAKT.
Die KPH Wien/Niederösterreich vertrete ich im Netzwerk des Zentrums für Sprachliche Bildung im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit BIMM.
Sprachenpolitisch engagiere ich mich seit 2003 im Netzwerk SprachenRechte, das ich mitbegründet habe und seit 2024 im Bildungsnetzwerk voXmi.