DIVE - Diversitätsoffenheit entwickeln

Leitung Elisabeth Zissler

Laufzeit 2025-2026

Ausgehend von Beobachtungen in der Lehre an der KPH beschäftigen sich das Projekt mit der Frage, wie im Rahmen der Hochschullehre bei Studierenden eine diversitätsoffene Haltung entwickelt und gestärkt werden kann. Dabei werden biographische Zugänge, die über die sachlich/logische Ebene hinaus die leibliche Dimension der Erfahrung miteinschließen erprobt und in Bezug mit ethischer Bildung gefragt, in überprüft wird, ob die Methode der Erinnerungsarbeit für eine ethisch normative Auseinandersetzung im Umgang mit Diversität fruchtbar gemacht werden kann. In die Methode der Erinnerungsarbeit wird im Rahmen eines soziolinguistisch ausgerichteten Workshops eingeführt. 

 

Mehrsprachigkeit normalisieren. Sprachorganisation in Schulen, Kitas und Familien

gemeinsam mit Judith Purkarthofer (Universität Duisburg-Essen) 

Reihe Linguistik und Schule (LinguS) Verlag Narr Francke Attempto, 

Mehrsprachigkeit ist inzwischen Normalität in Familien, Kitas und Schulen vieler europäischer Länder, selbst wenn sie sich nicht als mehrsprachig verstehen. Trotzdem wird sie noch als Ausnahme betrachtet - zumindest von institutioneller Seite und im Verständnis bestimmender Teile der Gesellschaft. Wie können Bildungsinstitutionen zur Normalisierung von Mehrsprachigkeit beitragen?  Auf welcher Grundlage lässt sich dort Mehrsprachigkeit verhandeln? Wie können dabei die Bedürfnisse der Sprecher:innen berücksichtigt werden?

In Antwort auf diese Fragen stellen die Autorinnen das in Forschung und Praxis entwickelte Modell der ‚Sprachtreppe‘ vor. Es ermöglicht, konkrete Formen von Sprachorganisation in Institutionen zu beobachten, zu beschreiben und zu analysieren. Eltern, Pädagog:innen und Studierende können gemeinsam mit Familienmitgliedern oder Schüler:innen ihre eigene Umgebung erkunden und reflektieren. Angeregt von den Beobachtungen lassen sich so Handlungsräume entdecken und gemeinsam Veränderungen anstoßen, die zur institutionellen Normalisierung von Mehrsprachigkeit beitragen.

 

Sprachliche Bildung als durchgängiges Prinzip an der Primarstufe

Leitung, Projektmitarbeit: Sabine Zelger und Theresa Guzcogi

abgeschlossen

Das Teilprojekt an der KPH fokussiert auf die Frage, welche Vorstellungen und Überzeugungen in qualitativen Interviews mit Hochschullehrpersonen in Bezug auf Sprache und ihre Dimensionen auffindbar sind und setzt dabei einen multiperspektivischen Forschungszugang um, wie er aktuell im Forschungsbereich Mehr:Sprachigkeit!  entwickelt wird.

Ziel des im Verbund mit der PH Wien und PH NÖ gestarteten Projekts ist es, Haltungen und methodisches Wissen von Hochschullehrpersonen in Bezug auf die Verankerung von Sprachbildung in allen Studienbereichen der Ausbildung (Fachdidaktik, bildungswissenschaftliche Grundlagen und pädagogisch-praktische Studien) an den Pädagogischen Hochschulen des Verbundes Nord-Ost zu erfassen. Daraus sollen in der Folge interne Fortbildungskonzepte, Instrumente und Materialien für die Ausbildung (z.B. zur sprachaufmerksamen Unterrichtsplanung, aber auch Diagnose) und ev. curriculare Schlussfolgerungen gezogen werden.

Publikation aus dem Projekt  

Plutzar, Verena/Theresa Guzcogi/Sabine Zelger (2024), Bilder von Sprache. Einstellungen und Überzeugungen von Hochschullehrpersonen in der Ausbildung von Primarstufenlehrer:innen, in: Schrammel., B., Boeckmann, K.-B. & Gilly, D. (Hrsg.) (2024). Sprachen.Vielfalt fördern: Zukunftsperspektiven für die Qualitätsentwicklung in der Pädagog*innenbildung. Leykam Buchverlag.

 

Scientific Monitoring HLG DaZ

Leitung Beatrice Müller

abgeschlossen

Das Forschungsprojekt dient der wissenschaftlichen Begleitung und inhaltlichen Evaluation des Hochschullehrgangs “Deutsch als Zweitsprache Basis” für Primarstufe.

Ziele des Forschungsprojektes sind:

  • Analyse von Gelingensbedingungen und Implikationen in Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften für sprachlich diverse Schüler:innen
  • Entwicklung eines Profils von Deutsch als Zweitsprache in der Fort- und Weiterbildung an der KPH Wien/Krems
  • Lehrkräfte in ihrer Arbeit in verschiedenen Sprachförder- und bildungsmaßnahmen begleitend zu unterstützen
Publikation aus dem Projekt

Beatrice Müller/Verena Plutzar (2023) “Es geht ja um mich …?!” Die Arbeit an Einstellungen & Überzeugungen als wesentliches Instrument in der Lehrer:innenweiterbildung in einem reflexiven Seeting im Kontext von Sprachförderung, R&E-Source Bd. 10 Nr. 3, https://doi.org/10.53349/resource.2023.i3.a1145

 

Lingusti – Die kreative Sprachwerkstatt

Leitung Daniela Rotter/ PH Steiermark

abgeschlossen

Das Projekt hat die Entwicklung der Interaktionskompetenz von Lehrkräften mit mehrsprachig aufwachsenden Schüler:innen zum Ziel. Auf der Grundlage des Focus-on-Form-Ansatzes werden Interaktionen zwischen Lehrkräften und Schüler:innen in der Lingusti-Sprachwerkstatt aufgezeichnet, untersucht. Daraus sollen Hinweise für die Lehramtsaus- und -fortbildung abgeleitet werden und Materialien in Form von Videovignetten und Transkripten entstehen.

Publikation aus dem Projekt

Rotter, Daniela/Verena Plutzar (in Vorbereitung), Interaktionskompetenz von (angehenden) Lehrpersonen in der DaZ-Förderung, in: Julia Ricart Brede (Hrsg.) Publikation zum 18. Workshop „DaZ, Migration und Mehrsprachigkeit“ der Universität Passau.

 

Globale Bürger:innen? GCED im Theorie-Praxis-Transfer

Leitung Sabine Zelger, gem. mit Eva Knechtelsdorfer, Karsten Lehman, Doris Lindner, Pia Resnik und Stefanie Schwandner

Auf Basis der Ergebnisse der Projekte „GCED als Querschnittsanliegen“ (Knechtelsdorfer et al 2022) sowie „GCED und Deutschdidaktik“ (Wintersteiner/Zelger die 4/2021) wird für 2022-2025 ein Projektvorhaben zu Praxistransfer und weiterführender theoretischer Diskussion verfolgt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie GCED als Bildungs- und Forschungsagenda in interdisziplinäre Theoriebildung der Sprach-, Literatur- und Religionswissenschaften verankert und für das pädagogische Feld operationalisiert werden kann. Dazu werden entlang der Themen Politik, Wirtschaft, Sprache und Religion Text-Korpora gesichtet, auf deren Basis in Zusammenarbeit mit Institutionen der Praxis eine Handreichung für GCED-informierte Materialien für die Pflichtschule entwickelt wird. Entlang dieser thematischen Perspektiven sollen schließlich die theoretischen Grundlagen des Rahmenkonzepts weiterentwickelt

Publikation aus dem Projekt

2022 gem. mit Knechtelsdorfer, Eva/Karsten Lehmann/Pia Resnik/Stefanie Schwandner/Sabine Zelger, SDGs und Global Citizenship Education. Eine Forschungs- udn Bildungsagenda für die KPH Wien/Krems?, in: Thomas Krobath, Kerstin Schmidt-Hönig, Tanja Mikusch und Thomas Plotz (Hrsg.), Transformative Bildung. SDGs in Lehrer/innenbildung und Hochschulentwicklung, Lit Verlag, 43-70.