GameLab der Universität Wien x KPH Wien/NÖ

Kooperationsvereinbarung

Im Jahr 2025 haben das Rektorat der KPH Wien/Niederösterreich und die Universität Wien (Zentrum für Lehrer:innenbildung) eine Kooperationsvereinbarung über das GameLab im Rahmen des Sparkling Science-Projektes Digital Game-Based Learning (Laufzeit: 2025-2028) abgeschlossen.

Ziele

Folgende Ziele mit entsprechendem Transferwert und Nutzen für beide Hochschulen sind darin u.a. festgehalten:

  1. Nutzung der Infrastruktur: Die durch das GameLab bereitgestellte technische Infrastruktur (Konsolen, Spiele, Medienproduktion) kann institutionenübergreifend von beiden Hochschulen genutzt werden.
  2. Entwicklung und Nutzung einer didaktischen Spieledatenbank, die nicht nur fächerübergreifende Unterrichtsmaterialien bereithält, sondern auch mit Beiträgen von Schüler:innen, Studierenden und Lehrkräften partizipativ weiterentwickelt wird: Diese Datenbank bietet einen niedrigschwelligen Zugang zu fachdidaktisch kuratierten Spielnutzungen im Unterricht.
  3. Gemeinsame Dissemination: Die im Projekt entstehende, öffentlich zugängliche Spieledatenbank dient beiden Institutionen als zentrale Plattform für Publikation, Sichtbarkeit und Multiplikator:innenarbeit (z. B. im Rahmen von Broschüren, Tagungen, Lehrer:innenfortbildung).
  4. Partizipation von Studierenden: In beiden Institutionen werden Studierende forschend und produktiv eingebunden (z. B. in der Datenaufbereitung, Methodenanwendung, Didaktisierung) – dies erhöht ihre Ausbildungsqualität und berufsbezogene Handlungskompetenz. Auch Masterarbeitsprojekte, sowohl an der KPH als auch an der Universität Wien, werden im Rahmen des Projektes und unter Rückgriff auf das GameLab und seine Infrastruktur, betreut und umgesetzt.
  5. Partnerschulen: Das Projekt kooperiert mit zwei Mittelschulen und einer HAK. Deren Klassen nehmen im GameLab an Workshops teil, die u.a. von Studierenden im Rahmen von Masterarbeiten gestaltet werden, sodass diese wiederum authentisches Datenmaterial von Schüler:innen für ihre Abschlussarbeiten erhalten.
  6. Verknüpfung von Theorie und Praxis: Die Verknüpfung von Forschung, Lehre und Schulpraxis erlaubt beiden Partnerinnen die kontinuierliche Rückkopplung von schulischer Realität und didaktisch-theoretischer Entwicklung. Besonders in der Lehrer:innenbildung sind so datenbasierte Innovationen möglich, entsprechend dem Forschungsansatz des Design Based-Research.

Innovationen und Transferwert für die Lehre

  • Spielbasierte Unterrichtskonzepte: differenziert nach Schulstufen, Fächern und Lernzielen
  • Medienästhetisches Arbeiten mit Schüler:innenprodukten: etwa durch Analyse von selbst erstellten Let’s Plays oder Spielkritiken
  • Neue Lehr-/Lernformate in der Hochschullehre: etwa mit Fokus auf kollaboratives Schreiben, multimodale Textproduktion oder das Experimentieren mit narrativen Formaten in Games
  • Authentische Datenbasis für Forschung und Lehre: Studierende analysieren Interviewdaten, Walkthroughs, Screencasts oder Beobachtungsprotokolle und lernen empirisch-qualitativ zu forschen
  • Professionalisierung zukünftiger Lehrkräfte in den Bereichen:
    • digitale Spielkulturen verstehen und kritisch reflektieren,
    • Unterricht spielbasiert gestalten,
    • Medienkompetenz und literarische Bildung verknüpfen
       

Ansprechpartner an der KPH Wien/Niederösterreich: MMag. Dr. Niku Dorostkar

Projektwebsite: Digital GameBase/D Learning