Sprachliche Bildung in der Freizeitpädagogik - ein ungehobener Schatz?

Ich befinde mich gerade in der Projektplanung und werde sehr bald hier mehr Informationen veröffentlichen.

 

 

 

 

Vorbereitung und Implementierung von Sprachbildungskoordinator:innen an Wiener Schulen

Sprachliche Bildung, Sprachförderung, Deutschförderklassen, Deutschförderkurse, Sprachbewusster Unterricht, Sprachsensibler Unterricht, Muttersprachlicher Unterricht – diese Begriffe zeigen, was in einer Schule alles im Kontext sprachlicher Bildung passiert. Um dieser Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben gerecht zu werden sowie ein koordiniertes und nachhaltiges Angebot zu schaffen, werden voraussichtlich ab dem Schuljahr 2023/24 Sprachbildungskoordinator:innen an allen Wiener Schulen mit einem Bedarf dafür eingesetzt.

An der KPH wird in Kooperation mit dem Sprachförderzentrum Wien und der PH Wien die Aufgaben, das Profil sowie die Ausbildung dieser Sprachbildungskoordinator:innen entwickelt.

Mit dem Wintersemester 2022/23 beginnt an den KPH sowie der PH Wien die Ausbildung der Sprachbildungskoordinator:innen. Das Projekt dient der wissenschaftlichen Begleitung sowie Evaluation der Entwicklungs- und Implementierungsphasen der Sprachbildungskoordinator:innen an Wiener Schulen.

 

 

Sprachliche Dimensionen von Unterricht – Eine reflexive Arbeit mit Hochschullehrenden

Unterrichten ist sprachlich. Besonders in sprachlich diversen Kontexten offenbaren sich die verschiedenen Dimensionen von Sprache als Medium, als Instrument zum Denken, zur Partizipation, von Zuschreibung oder Bildung von Identitätsprozessen.

Das Forschungsprojekt widmet sich der reflexiven Arbeit mit Lehrenden verschiedener Hochschulen (KPH Wien, PH Wien & Universität Wien) aus unterschiedlichen Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften in einer hochschulinternen Weiterbildung.

Die Teilnehmer:innen lernen zunächst Grundlagen zur Rolle von Sprache/n in Lehr-/Lernprozessen kennen, welche sie folgend angeleitet reflektieren und anschließend in Bezug auf das eigene Fach setzen. In Kooperation erarbeiten die Teilnehmer:innen Beispiele für die eigene Lehre, in denen die sprachliche Dimension des Unterrichts berücksichtigt wird.

In der Weiterbildung werden verschiedene sprachliche Dimension von Unterricht aus unterschiedlich fachdidaktischen sowie bildungswissenschaftlichen Perspektiven entwickelt und diskutiert. Das Forschungsprojekt dient der Entwicklung bzw. Spezifizierung theoretischer Ansätze und Materials von sprachlichen Dimension von Unterricht in einem Hochschulkontext.

 

Scientific Monitoring HLG DaZ

Sprachliche Diversität von Schüler:innen ist eine Gegebenheit auf die Lehrkräfte zwangsläufig reagieren müssen, um ihre Schüler:innen beim Lernen optimal zu unterstützen. Dafür benötigen sie zahlreiche Kompetenzen, wie  Fähigkeiten in der Sprachstandsbeobachtung, Analyse sprachlicher Anforderungen von Unterrichtsgegenstände, methodisch-didaktische Grundlagen eines sprachensensiblen Unterrichts sowie Grundwissen über Migrationsprozesse und Mehrsprachigkeit, die Bedeutung von sprachlicher Bildung für den Bildungserfolg sowie linguistische Grundbegriffe. (vgl. DaZKompP 2019)

Zur Weiterbildung von Lehrkräften dieser Kompetenzen für den Umgang mit sprachlicher Diversität in der Schule werden mit dem Studienjahr 2021/22 an der KPH Wien/Krems ein Hochschullehrgang sowie eine modulare Reihe angeboten. Das Forschungsprojekt dient der wissenschaftlichen Begleitung und inhaltlichen Evaluation des Hochschullehrgangs “Deutsch als Zweitsprache Basis” für Primarstufe sowie der modularen Reihe für die Sekundarstufe.

Ziele des Forschungsprojektes sind:

  • Analyse von Gelingensbedingungen und Implikationen in Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften für sprachlich diverse Schüler:innen
  • Entwicklung eines Profils von Deutsch als Zweitsprache in der Fort- und Weiterbildung an der KPH Wien/Krems
  • Lehrkräfte in ihrer Arbeit in verschiedenen Sprachförder- und bildungsmaßnahmen begleitend zu unterstützen

 

Reihenherausgabe: DaZ und DaF in der Diskussion im Peter Lang Verlag

DaZ und DaF werden in der Fachwissenschaft und -didaktik intensiv diskutiert. In der Reihe erscheinen Monografien und Sammelbände aus allen Bereichen des Deutschen als Zweit- und als Fremdsprache. Besondere Schwerpunkte bilden hierbei pädagogische, didaktische und methodische Konzepte, Aspekte der inter- und der transkulturellen Kommunikation sowie kontrastive Ansätze im Kontext Deutsch als Zweit- und Fremdsprache.
Unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Diversität und Mehrsprachigkeit thematisieren die einzelnen Bände unterschiedliche theoretische Überlegungen, empirische Untersuchungsergebnisse und praktische Umsetzungen aus den Bereichen DaZ und DaF.
Manuskriptvorschläge sind willkommen.
Manuskripte werden von allen drei Herausgeber:innen geprüft, und ggf. werden externe Gutachter:innen hinzugezogen.

 

Es handelt sich um eine Reihengerausgabe in Koooperation mit Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Jörg Meier (Pädagogische Hochschule Tirol) &  Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Thorsten Roelcke (Technische Universität Berlin).

Unsere Aufgabe als Herausgeberteam ist die Aquise, Betreuung und Redigieren der eingereichten Beiträge. Pro Jahr sind etwa ein bis zwei Veröffentlichungen geplant.

 

Das Herausgeber:innenteam übernahm die Reihe (ISSN: 2629-4907) seit Band 12. Erschienen sind bisher:

 

Deutsch als Fremdsprache in Aserbaidschan

von Gunel Babayeva (Autor:in) 2021. Dissertation 360 Seiten. Band 15

Deutsche Literatur & Kulturwissenschaften

Erwerb des wissenschaftlichen Schreibens in der Fremdsprache Deutsch

von Lissette Mächler (Autor:in) 2020. Dissertation 384 Seiten. Band 14

Deutsche Literatur & Kulturwissenschaften

Determinatorphrasen im Deutschen und Chinesischen

von Meng-Chen Lee (Autor:in) 2020. Dissertation 212 Seiten. Band 13

Linguistik

Sprachlernspiele im DaF-Unterricht in der VR China

Möglichkeiten und Herausforderungen ihres Einsatzes in Universitäten

von Jing Zeng (Autor:in) 2020. Dissertation 216 Seiten. Band 12

Deutsche Literatur & Kulturwissenschaften

 

 

Modelle der Sprachförderung in der Volksschule

Mit dem Schuljahr 2018/19 wurden in Österreich Deutschförderklassen bzw. Deutschförderkurse eingeführt, welche ein zuvor bestehendes Modell an „Sprachförderkursen“ und „Sprachstartgruppen“ (eingeführt mit dem Schuljahr 2006/7) ersetzten. Die Deutschförderklassen stehen seither im Fokus bildungspolitischer Diskussionen und sind auch für die Forschung von großem Interesse. Immer wieder wurde der Ruf nach empirischen Forschungsergebnissen zur Wirksamkeit und zu den Folgen von Deutschförderklassen laut, so etwa bei einer Veranstaltung am 28. Februar 2019 in Wien, bei der unter dem Titel „Deutschförderklassen: Erfahrungen und Perspektiven“ Lehrer*innen, Schulleiter*innen, Elternvertreter*innen und Wissenschaftler*innen Zwischenbilanz nach dem ersten halben Jahr zogen. Erste kleinere Studien wurden bereits durchgeführt, bislang existieren mit wenigen Ausnahmen allerdings kaum empirische Daten zu Deutschförderklassen.

Genauere Informationen finden Sie hier: https://www.univie.ac.at/germanistik/projekt/modelle-sprachfoerderung-volksschule/