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Rektor Prof.Dr.Christoph Berger


Geschätzte Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KPH Wien/Krems,


das Kalenderjahr neigt sich dem Ende zu, und ich hoffe, dass Sie eine besinnliche Adventzeit genießen können. Ich möchte bei dieser Gelegenheit kurz Bilanz über das vergangene Jahr ziehen und eine Vorschau auf unsere „KPH Highlights“ im Jahr 2013 geben.

Das Jahr 2012 war ein Jahr der Veränderung an unserer KPH Wien/Krems. Viele Führungspositionen wurden neu besetzt, daraus ergaben sich entsprechende Veränderungen. Die KPH Wien/Krems hat sich konsolidiert und steht organisatorisch und finanziell auf nunmehr festen Beinen.

Auch die Organisation hat sich verändert. Neben dem Rektorat, das für alle pädagogischen Belange und die öffentlichen Mittel verantwortlich ist, wirkt an der KPH jetzt die Geschäftsführerin der Hochschulstiftung, Frau Mag. Katja Pistauer, die für die finanzielle Gebarung der Trägerbudgets verantwortlich ist. Sie vereint nun die Funktion des Verwaltungsdirektors mit jener der Geschäftsführung in einer Person. Das neueOrganigramm bzw. der Organisationsplan verdeutlichen diese neue Struktur.

 

Was bringt das kommende Jahr?

1.) Neue Curricula für NMS und die R-Ausbildung: Viele Arbeitsgruppen arbeiten bereits daran. Ich danke allen sehr herzlich, die sich dafür engagieren, auch wenn das Curriculum nur ein „Übergangscurriculum“ ist. Der 4-jährige Bachelor ist derzeit nur als Grundsatzplan vorhanden, daher werden wir als KPH wieder eine Vorreiterrolle einnehmen.

2.) Ein neues Dienstrecht ab 1.10.2013: Die Eckpunkte sind ja bereits bekannt und das Gesetz ist erlassen (BDG/GehG). Dieses Dienstrecht gilt für alle Stammlehrer/innen und dienstzugeteilte Lehrer/innen (nicht für Mitverwendungen und auch nicht für Lehrende der Praxisschulen). Das neue Dienstrecht spricht nun von Dienstpflichten, die jährlich vom Rektor (bzw. von den Beauftragten) schriftlich festgelegt werden. Dazu zählen die Lehre, die Forschung, die Studienberatung und die Betreuung von Abschlussarbeiten, Organisations- und Verwaltungsaufgaben, die Entwicklung und Betreuung von Bildungsangeboten sowie die Begleitung von Schulentwicklungsprozessen. Das grundlegend Neue ist, dass es keine Werteinheiten mehr gibt und das Gesetz von einer 40-Stundenwoche ausgeht. Außerdem gibt es keine Ferien mehr, sondern einen 5/6-wöchigen Erholungsurlaub. Das heißt, dass auch während der lehrfreien Zeit die Dienstpflichten in zeitlicher und örtlicher Bindung nach den Erfordernissen des Hochschulbetriebs zu erfolgen haben. Für eine etwaige qualitative und quantitative Abgeltung aller Aufgaben des neuen Verwendungsbildes wird es eine Dienstzulage geben. Besondere Leistungen können durch Prämien abgegolten werden. Am 17. Jänner gibt es an den Standorten Strebersdorf und Krems jeweils eine Dienststellenversammlung mit Vertretern des Zentralausschusses, bei der Details des neuen Dienstrechts besprochen werden. Wir werden gemeinsam mit unserem Dienststellenausschuss eine gute Lösung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Umsetzung des Gesetzes anstreben.

3.) Das Upgrading: Mit der Novelle des Hochschulgesetzes wurde auch die hochschulische Nachqualifizierung zum Bachelor of Education (§ 65 HG) als berufsbegleitendes Ergänzungsstudium eingeführt. Erwartet werden viele Lehrer/innen, die nunmehr diesen akademischen Grad anstreben. Diese werden für die KPH quantitativ eine Herausforderung darstellen. Sobald der Umsetzungserlass seitens des BMUKK unterschrieben ist, finden Sie Details auf der Website www.nachqualifizierung.at. Wir werden die Entwicklungen weiter intensiv verfolgen.

4.) Die PädagogInnenbildung NEU: Vor Weihnachten hat die Vereinbarung der Minister des Wissenschaftsministeriums und des Unterrichtsministeriums der Entwicklung eine neue Dynamik gegeben. Die Eckpunkte der Ausbildung stehen nun fest (wir haben auf unserer Website schon berichtet). Daher sind wir derzeit im Rektorat in vielen Gesprächen mit anderen Pädagogischen Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen, um Kooperationen anzudenken. Wichtig ist uns, das eigene Profil zu wahren und weiterhin sichtbar werden zu lassen. Die bereits an der KPH eingerichtete Expert/innengruppe werden wir in der nächsten Zeit einladen, die Möglichkeiten zu bewerten und zukunftsträchtige Lösungen anzudenken.

 

Die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems mit ihren vier Standorten hat heuer ca. 2.400 Studierende in der Erstausbildung, und über 40.000 Lehrer/innen besuchen mindestens einen Fortbildungshalbtag pro Jahr an einem der Fortbildungsorte der KPH Wien/Krems. Zusätzlich laufen viele Lehrgänge, Hochschullehrgänge und bald acht Masterprogramme. Auch das neu aufgestellte Institut für Forschung & Entwicklung mit allen unseren Kompetenzzentren entwickelt laufend neue Ideen bzw. nationale und internationale Forschungsprojekte. Heuer haben sich die Studierendenzahlen der Mobilität Outgoing und Incoming verdoppelt bis verdreifacht. All das spricht für unsere attraktiven Angebote und engagierten Mitarbeiter/innen in der Verwaltung und Lehre.

Lassen Sie uns stolz sein auf unsere KPH! Schauen Sie bitte mit uns optimistisch in die Zukunft und lassen wir auch für andere unser europaweit einzigartiges ökumenisches Profil bei allen Gelegenheiten gut sichtbar werden!

Bei dieser Gelegenheit teile ich zudem mit, dass Herr Direktor Dr. Werner Gilg in den Ruhestand tritt. Ich möchte ihm auch über diesen Kommunikationsweg sehr herzlich danken, dass er in den letzten acht Jahren die Übungshauptschule, nunmehr die Neue Mittelschule Strebersdorf, hervorragend geleitet hat. Auch Frau Bundesministerin Dr. Schmied dankte ihm mit der Auszeichnung „Dank & Anerkennung“. Wir wünschen ihm nach mehr als 41 Dienstjahren, dass er die wohlverdiente Pension genießen kann. Alles Gute!

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, namens des Rektorats wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und Gesundheit, Freude an der Arbeit und Gottes Segen für 2013.

Christoph Berger 
Rektor