Raumbildung 6

6 RaumBildung darstellt, kann er beispielhaft dafür gelten, wie eine geschickte Anordnung von Gebäudetei- len und eine Fassade (hier hauptsächlich unbehandeltes Lärchenholz) dem Bau trotz seiner Größe Leichtigkeit verleihen kann. Innen sind die Bildungseinrichtungen durch ein Atrium verbunden. Zusammen mit weiteren Gestaltungselementen entsteht dadurch eine behagli- che Atmosphäre. Am Beispiel der Schule am See in Hard (Vorarlberg) zeigt Franz Hammerer auf, wie eine Schule durch das Hereinholen der Natur durch Innenhöfe und Terrassen oder entsprechende Ausblicke über große Fenster zu einem vielgestaltigen Lebensraum werden kann. Am Bei- spiel dieser Schule wird auch deutlich, dass Beton und die Farbe Weiß nicht das Empfinden von Kälte auslösen müssen, wenn sie im guten Kontrast mit anderen Materialien, hier mit Buchenholz, stehen. Die Fußböden aus Buchenholz sind in der Schule am See jedoch nicht vorrangig ein ästhetisches Gestaltungselement, sondern verkörpern für die Kinder geradezu eine Einladung für bodennahes Arbeiten. Katharina Tielsch und Claudia Maria Walther stellen unter dem Titel „ FEHRA*-Bildungsraum “ ein Projekt vor, das sie an der Volksschule und neuen Mittelschule Rappottenstein (Nieder- österreich), begleitet von dem Forschungsprojekt „Bildungslandschaften in Bewegung“, einer Kooperation zwischen der Technischen Universität Wien (TU) und der Allgemeinen Unfallver- sicherungsanstalt (AUVA) und von einem Entwurfsprojekt in Form von forschungsgeleiteter Lehre im Masterstudium Architektur an der TU Wien, durchführten. An diesem Projekt wird überzeugend sichtbar gemacht, wie selbst in einem Bestandsgebäude über einen partizipa- tiven Prozess, der auch die Entwicklung von neuen Möbeln umfasst, Schulräume zu Wohl- fühlräumen werden können. Franz Hammerer und Katharina Rosenberger HerausgeberInnen

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