Schulpastoral: Soulspace - Raum für die Seele

Mit dem Projekt Soulspace kann Schule zu einem Ort der Begegnung, Reflexion und Spiritualität werden. Ein Klassenraum, eine Kapelle oder ein anderer geeigneter Raum verwandelt sich in einen kreativ gestalteten spirituellen Erfahrungsraum, in dem Schülerinnen und Schüler an interaktiven Stationen zur Auseinandersetzung mit sich selbst, ihren Mitmenschen, der Welt und auch mit Gott eingeladen werden.

Menschen sitzen um einen Tisch mit Material

© KPH Daniel Seper

Im Rahmen des Seminars "Religionspädagogik und Schulpastoral" haben sich Studierende des Schwerpunkts katholische Religion mit diesem Projekt als mögliche Inspiration für die Schulpastoral auseinandergesetzt und einzelne Elemente daraus bei einem Lehrveranstaltungstermin gemeinsam vorbereitet und ausprobiert.

Entwickelt wurde "Soulspace" von der Jungen Kirche der Erzdiözese Wien als österreichische Adaption des englischen Projekts „Prayer Spaces in Schools“. Das Angebot ist bewusst offen gestaltet und richtet sich an junge Menschen unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. Verschiedene Stationen zu Themen wie Achtsamkeit, Dankbarkeit, Gemeinschaft, Trauer oder Selbstwirksamkeit ermöglichen persönliche Erfahrungen, fördern Selbstreflexion und schaffen Momente des Innehaltens im oft hektischen Schulalltag.

Für die Schulpastoral besitzt Soulspace eine besondere Bedeutung: Es eröffnet einen niedrigschwelligen Zugang zu Spiritualität und Glauben, stärkt die Persönlichkeitsentwicklung sowie das soziale Lernen und macht Schule als Lebensraum erfahrbar. Dabei werden christliche Impulse durch kreative und erfahrungsorientierte Zugänge erfahrbar gemacht. So trägt Soulspace dazu bei, eine Kultur der Achtsamkeit, des Miteinanders und der Sinnsuche in der Schule zu fördern.

Gerade für Religionslehrpersonen bietet das Projekt wertvolle Möglichkeiten, schulpastorale Akzente zu setzen und Schülerinnen und Schüler in ihrer persönlichen und spirituellen Entwicklung zu begleiten. 

 

Text und Fotos: Daniel Seper

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