Studierende zu Besuch im Labor für Zukunftsfragen

Studierende der Ausbildung Wien des Schwerpunkts "Technik und Design" erkunden außerschulische Lernorte und verbinden digitale Fertigung mit gestalterischer Praxis – ein praxisnaher Zugang zur technischen Bildung.

© KPH, GH

Im Rahmen der Lehrveranstaltungen "Projektorientiertes Lernen und Fächerverbindung" sowie "Lernorte und situative Bedingungen in der technischen Bildung" an der KPH Wien/Niederösterreich werden mit Studierendengruppen des Schwerpunkts "Technik und Design" gezielt ausgewählte außerschulische Lernorte besucht. Ein exemplarischer Lernort stellt das Kinderbüro der Universität Wien im Dock – Labor für Zukunftsfragen dar. 

Im Zuge dieser Exkursion erhielten die Studierenden Einblicke in digitale Fertigungsprozesse, indem sie mithilfe der von Andrea Mayr-Stalder mitentwickelten Software "Turtle Stitch" eigenständig NC-Programmcodes erstellten. Diese wurden in weiterer Folge auf computergesteuerte Stickmaschinen übertragen, um die generierten Muster praktisch auf textile Materialien anzuwenden. Dabei wurden zentrale fachdidaktische Interessensdimensionen angesprochen, insbesondere im Hinblick auf die Verbindung von digitaler Modellierung, technischer Umsetzung und gestalterischer Praxis. 

Die Rückmeldungen der Studierenden verdeutlichen anfängliche Herausforderungen im Umgang mit der Software, einen nachhaltigen Kompetenzzuwachs, sowie gendersensible Aspekte:

"Die Exkursion war sehr interessant. Obwohl das Programm nicht einfach zu bedienen war, hat sie mir die Unsicherheit genommen und mir den Mut gegeben, künftig auch mit SuS an einer Stickmaschine zu arbeiten." (S.H.)

"Der Besuch beim Dock war sehr informativ, da ich zuvor noch keine Erfahrungen zu diesem Thema gemacht habe. Besonders gut hat mir der praktische Teil gefallen, wo wir unser Kleidungsstück mit einem von uns vorgezeichneten Muster besticken durften." (A.S.)

"Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Buben und Mädchen und ist bewusst geschlechtsneutral gestaltet. Es spricht alle Kinder unabhängig vom Geschlecht an, sodass sich sowohl Buben als auch Mädchen gleichermaßen angesprochen fühlen und gleichermaßen davon profitieren können." (C.H.)

Text und Zusammenstellung: Studierende und HS-Prof. Mag. Dr. Gert Hasenhütl, 2026.

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