Veranstaltet von der Ludwig-Maximilians-Universität gemeinsam mit dem Institute for International Cooperation, Technical Diplomacy and Communication widmete sich die Tagung der zentralen Frage, wie interreligiöse Bildung zur Stärkung demokratischer Prozesse beitragen kann.
Die Konferenz brachte internationale Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und eröffnete einen breiten Dialog zwischen politischer und religiöser Bildung. Dabei wurden nicht nur klassische Bildungsorte wie Schule und Hochschule in den Blick genommen, sondern auch gesellschaftliche Kontexte sowie digitale Räume, in denen demokratische Aushandlungsprozesse zunehmend stattfinden.
Einen wichtigen Beitrag aus religionspädagogischer Perspektive leisteten Prof. Vehid Podojak und Prof. Daniel Seper von der KPH Wien/Niederösterreich. Sie beleuchteten das Zusammenspiel von religiöser Bildung und Demokratiebildung aus muslimischer und christlicher Sicht und zeigten auf, wie religiöse und interreligiöse Lernprozesse zur Stärkung von Dialogfähigkeit, Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen können.
Die Konferenz machte deutlich, dass religiöse Bildung, wie sie im konfessionellen Religionsunterricht, aber auch in interreligiösen Projekten stattfindet, ein bedeutendes Potenzial für demokratische Lernprozesse birgt. Insbesondere in einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Pluralisierung kann sie dazu beitragen, Verständnis für unterschiedliche Weltanschauungen zu fördern und gemeinsame Werte zu reflektieren. Die diskutierten Ansätze und Impulse unterstreichen die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Bereichen der politischen und religiösen Bildung.
Die Veranstaltung lieferte damit wertvolle Anregungen für Forschung, Lehre und Praxis und setzte ein klares Zeichen für die Bedeutung interdisziplinärer Kooperationen in der Bildungsarbeit.

