Die Aktion „Autofasten am Hoch-Schulweg“ am Campus St. Pölten fand einen stimmungsvollen und gemeinschaftlich getragenen Abschluss. Über die Fastenzeit hinweg füllte sich das Plakat mit dem Baum im Eingangsbereich zunehmend mit Blättern. Dies ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass viele Studierende und Mitarbeitende ihren Weg zur KPH bewusst autofrei gestaltet haben und stattdessen zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder dem Scooter unterwegs waren. So wurde die Fastenzeit konkret als Zeit der Umkehr und der bewussten Neuorientierung im Alltag erfahrbar.
Zum Abschluss wurde ein Olivenbaum, der durch Unterstützung der Aktion Autofasten, des Instituts Christliche Religion und der Hochschulstiftung finanziert wurde, feierlich übergeben und gemeinsam gepflanzt. Die Feier wurde von Studierenden des Schwerpunkts katholische Religion gestaltet. Mit einem Lied, kurzen Impulsen und persönlichen Wünschen, die beim Einbringen der Erde ausgesprochen wurden, entstand ein ruhiger und zugleich verbindender Moment. Bereichernd wirkte zudem die Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher christlicher Traditionen, die den gemeinschaftlichen Charakter der Feier in besonderer Weise unterstrich und die gemeinsame Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung sichtbar werden ließ.
Der gepflanzte Baum bleibt als lebendiges Zeichen dieser Aktion bestehen, als Symbol für Wachstum, Hoffnung und die bleibende Aufgabe, achtsam mit der Schöpfung umzugehen. Die während der Fastenzeit bewusst erprobten Veränderungen im Mobilitätsverhalten können so über diesen Zeitraum hinaus in den Alltag weiterwirken.
Im Anschluss an die Feier machten sich die Studierenden gemeinsam zu Fuß auf den Weg zu den „Drei Kreuzen“ im St. Pöltner Stadtpakr. Dieser besinnliche Gang bot Raum, die Erfahrungen der vergangenen Wochen im Licht des eigenen Glaubens zu reflektieren und die Aktion bewusst ausklingen zu lassen.
Die Aktion „Autofasten am Hoch-Schulweg“, die als Service Learning-Projekt im Rahmen einer Lehrveranstaltung zu Schulpastoral unter der Leitung von Prof. Dr. Daniel Seper durchgeführt wurde, hat den Studierenden im 8. Semester des Schwerpunkts katholische Religion gezeigt: Kleine Schritte können Ausdruck einer größeren Haltung sein, einer Haltung der Verantwortung, der Achtsamkeit und der Bereitschaft zur Veränderung.




