Der Werkraum wurde zum Lern- und Gestaltungsort für Studierende des Inklusionsschwerpunkts. Im Mittelpunkt stand die Tageskette angelehnt an Maria Montessori – ein Material, das Kindern hilft, den Ablauf eines Tages zu überblicken und sich zeitlich zu orientieren. Durch die Verwendung von Holzwürfeln statt runder Perlen lässt sich zudem der Bezug zur Uhr und zum Zeitverlauf anschaulich herstellen.
Nach einer kurzen theoretischen Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Struktur, Visualisierung und Orientierung in inklusiven Lernumgebungen ging es an die praktische Umsetzung: Im Werkraum wurde gebohrt, geschliffen, lackiert, laminiert und geschnitten. Schritt für Schritt entstanden Tagesketten mit ergänzendem Material, die künftig im Unterricht eingesetzt werden können.
Die Arbeit machte deutlich, wie wichtig gut durchdachte Materialien für einen strukturierten und zugänglichen Unterricht sind. Visualisierte Tagesabläufe können Kindern Sicherheit geben, Übergänge verständlicher machen und selbstständiges Handeln unterstützen – besonders in heterogenen Lerngruppen.
Gleichzeitig zeigte sich einmal mehr ein zentrales Prinzip der Lehrer*innenbildung an der KPH: Pädagogische Konzepte bleiben nicht abstrakt, sondern werden praktisch erprobt und reflektiert. So wurde aus einer theoretischen Idee ein konkretes Material für den Unterricht.



