Ingrid Schwarz bei der COP30 in Belém

© Ingrid Schwarz

Die 30. UN-Klimakonferenz (COP30), die im November 2025 im brasilianischen Belém stattfand, markiert einen historischen Moment. Zum ersten Mal wurden die globalen Klimaverhandlungen im Herzen des Amazonasgebietes ausgetragen, jener Region, die für das Weltklima von unermesslicher Bedeutung ist. Ingrid Schwarz war mit einem Beobachterstatus akkreditiert und erhielt damit direkten Zugang zu den Verhandlungen und Side Events in der Blue Zone. Diese Teilnahme ermöglichte Einblicke, die bedeutende Impulse für die hochschulische Bildung im Sinne der SDGs an der KPH Wien/NÖ bringen.
Vor Ort zeigte sich besonders deutlich, wie eng Klimaschutz, Biodiversität, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte miteinander verwoben sind. In Gesprächen mit indigenen Vertreter:innen aus Ecuador und Brasilien wurde die Dringlichkeit eines umfassenden Schutzes des Amazonasgebietes besonders spürbar. 
Nicht nur die Stimmen indigener Delegationen, sondern auch internationale Forschungsinstitutionen und NGOs prägten die Diskussionen. Universitäten und Forschungsinstitute legten aktuelle Forschungsergebnisse zu Klimarisiken, Klimafinanzierung, Migration, nachhaltiger Stadtentwicklung und zur Relevanz indigener Wissenssysteme vor. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen stellten Klimagerechtigkeit in den Vordergrund und machte darauf aufmerksam, dass jene Regionen, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen, gleichzeitig am stärksten unter ihren Folgen leiden. Die Panels verdeutlichten die Dringlichkeit einer fairen und transparenten Klimafinanzierung im Sinne von „Just Transition“, die besonders benachteiligte Regionen stärkt.
In der Atmosphäre der Verhandlungen wurde spürbar, wie intensiv Regierungen, Wissenschaft, NGOs und zivilgesellschaftliche Gruppen um ein Ergebnis ringen, das nicht nur technische Emissionsreduktionen umfasst, sondern auch Just Transition, Waldschutz, Klimagerechtigkeit, Menschenrechte und die konsequente Einbindung betroffener Gemeinschaften. Die COP30 verdeutlicht, wie notwendig eine globale Kraftanstrengung ist, die auf Respekt, Verantwortungsbewusstsein und internationaler Solidarität basiert. 
Die Präsenz in Belém zeigt eindrucksvoll, dass Bildung, Wissenschaft und Forschung einen zentralen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten kann. Die COP30 macht deutlich, dass Klimaschutz immer auch eine Frage des sozialen Zusammenhalts, der globalen Gerechtigkeit und der Achtung vor der Natur ist. Ingrid Schwarz wird diese Erfahrungen in die hochschulische Lehre an der KPH Wien/NÖ und in ihre Forschungsarbeiten einfließen lassen. „Nach vielen Jahren entwicklungspolitischer Bildungs-, Forschungs- und Öffentlichkeitsarbeit, beginnend mit der Ausstellung „Klima verbündet“, war die Teilnahme an der COP30 in Amazonien eine Stärkung für mich und meine Arbeit im Sinne von Pädagog:innenbildung in globaler Verantwortung“, so Ingrid Schwarz in ihrem persönlichen Resümee. 
 

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