Die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Niederösterreich beteiligt sich an einer hochschul- und länderübergreifenden Initiative zur Vernetzung von Demokratiebildung und (inter-)religiöser Bildung. Expertinnen und Experten aus den Bereichen Politikwissenschaften und Religionspädagogik gehen gemeinsam der Frage nach, wie religiöse Bildung die demokratische Kultur in Schulen fördern kann.
Das Projekt verfolgt das Ziel einer Professionalisierung von Lehrpersonen im evangelischen, katholischen und islamischen Religionsunterricht sowie der politischen Bildung. Dabei arbeiten nicht nur Vertreter und Vertreterinnen unterschiedlicher Disziplinen über Ländergrenzen hinweg zusammen, sondern gleichzeitig kooperieren Religionspädagoginnen und -pädagogen verschiedener religiöser Traditionen. Als Österreichs größte private Pädagogische Hochschule wurde die KPH Wien/Niederösterreich eingeladen, ihre Expertise in der konfessions- und religionsübergreifenden Lehrerinnen- und Lehrerbildung in das Projekt einzubringen. Für die Mitarbeit konnten Prof. Vehid Podojak, MA vom Institut Islamische Religion und Prof. Dr. Daniel Seper vom Institut Christliche Religion gewonnen werden.
In der ersten Phase der Zusammenarbeit wird eine Handreichung entwickelt, die Lehrkräften praktische Hilfestellungen bietet, um durch die Hervorhebung gemeinsamer Werte wie Toleranz, Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit und Menschenwürde Brücken zwischen Demokratiebildung und interreligiöser Bildung zu schlagen.
Begleitet wird das Projekt von wissenschaftlicher Forschung, die neue Erkenntnisse für die schulische Praxis liefern und die nachhaltige Verknüpfung von Religions- und Demokratiepädagogik fördern soll. Im Juni 2026 werden die Kooperationspartner auf einer Tagung in München zusammenkommen, um religiöse Bildung als Ressource für Demokratiebildung im europäischen Kontext aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren.
Das Kooperationsprojekt wurde von Prof. Markus Gloe und Oberstudienrätin Havva Doksar vom Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München initiiert. Neben der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Niederösterreich beteiligen sich die Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und die Universität Münster bei diesem Kooperationsprojekt.
