Erfolgreiche EULEAD Summerschool 2024

Am 22. August 2024 fand im malerischen Stift Lilienfeld die EULEAD Summerschool 2024 unter dem Leitthema "Leadership für psychische Gesundheit, Resilienz und Charakterstärken" statt. Rund 100 Schulleitungen und SQMs nahmen an der Summerschool teil, die von den Bildungsdirektoren von Niederösterreich und Wien eröffnet wurde. Die Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) berichteten von dem Event. Wir veröffentlichen einen ausführlichen Bericht über die Summerschool und einige Rückmeldungen von Teilnehmenden.

 

© Roland Bernhard

 

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Bericht zur EULEAD Summerschool

Die Summerschool, die bereits zum vierten Mal in einer Kooperation der KPH Wien/Krems mit der Bildungsdirektion Wien, der Bildungsdirektion Niederösterreich und dem European Club for Excellence in Leadership and Management (Präsident DDr. Hannes Schoberwalter) durchgeführt wurde, richtete sich an Schulleitungen, schulische Führungskräfte und an SQMs. „Großartig fand ich, dass auch viele VertreterInnen der Schulaufsicht da waren. Dies zeugt von großer Qualität und Nachhaltigkeit“, schrieb ein Teilnehmer in der Evaluierung der Veranstaltung.

„Ziel war es, aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich, insbesondere im Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften, zu adressieren und ihnen ganz praktische Werkzeuge für die Arbeit in den Schulen in die Hand zu geben“ fasste der Tagungsleiter Prof. Dr. Roland Bernhard die Veranstaltung zusammen. „Dabei ist es uns sehr wichtig, dass die schulischen Führungskräfte immer jeweils in der Woche vor Schulbeginn einen für sie sehr angenehmen und inspirierenden Tag erleben, um so gut in das neue Jahr starten zu können.“ Die Summerschool war von hochkarätigen Vorträgen, interaktiven Workshops und intensiven Austauschmöglichkeiten geprägt, die den Teilnehmenden wertvolle Impulse für ihre tägliche Arbeit gaben. Auch die kompetente Moderation durch Mag. Michaela Waldherr wurde im Feedback zur Tagung positiv hervorgehoben. 

Mitorganisator Mag. Dr. Michael Sörös von der Bildungsdirektion Wien drückte seine Freude über die gute Zusammenarbeit zwischen Schulaufsicht, Wissenschaft und Hochschulen aus, die jährlich im Rahmen der Summerschool zu spüren ist: „Die Zusammenführung von wissenschaftlich abgesicherten Fakten und viel praktischer Erfahrung ist eine der großen Stärken der EULEAD-Summerschool.“ Die Vorträge wurden von BildungsTV.at aufgenommen und werden in Kürze auf YouTube zur Verfügung stellen. 

Einige Schulleitungen nahmen schon am Tag davor an einer von IL Mag. Brigitta Schnaubelt organisierten gemütlichen Abendveranstaltung teil.


In diesem Bericht fassen wir die wichtigsten Informationen über die Summerschool zusammen.

Programmüberblick
Die Summerschool wurde offiziell durch die Bildungsdirektoren von Niederösterreich und Wien, Mag. Karl Fritthum und Mag. Dr. Arno Langmaier, sowie vom Präsidenten von EULEAD, DDr. Hannes Schoberwalter, eröffnet. Bildungsdirektor Fritthum sieht die EULEAD Summerschool Education als „ein bedeutendes jährliches Event, das stets wichtige Themen aufgreift und damit maßgeblich zur Professionalisierung und Weiterentwicklung im Bildungsbereich beiträgt.“

Prof. Dr. Roland Bernhard hielt den ersten Vortrag des Tages und führte dabei auch auf die zwei darauf folgenden Keynotes hin. In seinem Vortrag arbeitete er heraus, wie die Entwicklung von Charakterstärken in der Schule (Charakterbildung) zur psychischen Gesundheit beiträgt, und stellte dazu internationale Studien, insbesondere der Positiven Psychologie, vor, die das eindrucksvoll belegen. In Bezug auf die Gesundheit von Lehrkräften sei es wichtig, ihnen vor allem in den ersten Jahren Hilfe im Classroom Management zu geben. Er stellte verschiedene Fortbildungen der KPH Wien/Krems vor, die dabei unterstützen, darunter die „Modulare Reihe Unterrichte wie ein Champion“ und den Mooc zu Unterrichtstechniken und Classroom Management.

Prof. Dr. Peter Stippl widmete sich in seiner Präsentation den alarmierenden Entwicklungen im Bereich der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Er stellte die Ergebnisse einer aktuellen Studie vor, die eine besorgniserregende Zunahme von psychischen Belastungen und Suizidgedanken unter jungen Menschen aufzeigt. Prof. Stippl zeigte, wie schulische führungskräfte präventive Maßnahmen ergreifen und die psychische Gesundheit sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von Lehrkräften aktiv fördern können.

Mag. Doris Pfingstner, die Leiterin der Modularen Mittelstufe Aspern und Gewinnerin des Staatspreises „Innovative Schulen 2023“, erläuterte in ihrer Keynote, wie ein strukturiertes Onboarding zur Gesundheit von Lehrkräften beitragen kann. Sie stellte das Onboarding-Konzept ihrer Schule vor, das neue Lehrkräfte durch gezielte Workshops und Unterstützungsangebote schnell in das Schulsystem integriert und ihnen hilft, berufliche Herausforderungen effektiv zu meistern. Diese Maßnahmen fördern die Selbstwirksamkeit und beugen Überforderung vor, was wesentlich zur langfristigen Gesundheit und Zufriedenheit der Lehrkräfte beiträgt.

Die Workshops am Nachmittag deckten ein breites Themenspektrum ab, das von Resilienzstrategien für Schulleitungen bis hin zu praktischen Ansätzen zur Förderung der psychischen Gesundheit reichte. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, aus verschiedenen Workshops zu wählen und sich in kleinerer Runde intensiv mit den jeweiligen Themen auseinanderzusetzen. Zwei Workshops wurden mit KPH-Beteiligung durchgeführt. Katharina Hanyka, MA, und Brigitte Gartner-Denk, MSc, sprachen als Schulentwicklungsberaterinnen an der KPH Wien/Krems über „Supervision als Grundlage resilienter Führung – Angebote und konkrete Durchführung“. Ein weiterer Workshop behandelte das Thema „Empowering Minds: Ein Leadership-Ansatz für psychische Gesundheit und Resilienz an Schulen“ und wurde von der Professorin für Bildungspsychologie an der KPH Wien/Krems, Prof. Dr. Lena Cataldo-Schwarzl, gemeinsam mit Mag. Kurt Nekula, ehemaliger Sektionschef im Bildungsministerium, gehalten. In diesem Workshop wurde das Interreg-Projekt „Bounce Back“, das im Europabüro der Bildungsdirektion Wien angesiedelt ist, vorgestellt.

Stimmen zur EULEAD Summerschool 2024
Das Feedback zur EULEAD Summerschool 2024 war äußerst positiv. Viele Teilnehmende lobten die hohe Qualität der Vorträge und die Relevanz der behandelten Themen. Die Vorträge wurden als äußerst inspirierend und praxisnah empfunden. Auch die Organisation und die Auswahl des Veranstaltungsortes, Stift Lilienfeld, fanden große Anerkennung.


Wir veröffentlichen im Folgenden einige Rückmeldungen (alle Personen haben dankenswerterweise zugestimmt, dass wir ihre Statements zur Summerschool veröffentlichen dürfen).

Mag. Karl Fritthum, Bildungsdirektor von Niederösterreich:
"Die EULEAD Summerschool Education in Kooperation mit der KPH Wien Krems ist ein bedeutendes jährliches Event, das stets wichtige Themen aufgreift und damit maßgeblich zur Professionalisierung und Weiterentwicklung im Bildungsbereich beiträgt. Es freut mich sehr, dass das Feedback der schulischen Führungskräfte zu dieser Veranstaltung so überaus positiv ist. Jedes Jahr aufs Neue bietet die Summerschool kurz vor Schulbeginn eine Plattform für Austausch, Lernen und Inspiration für schulische Führungskräfte, indem hochkarätige Vorträge und Workshops angeboten werden, die uns alle in unserer Arbeit bereichern. Ich unterstütze diese Veranstaltung mit großer Überzeugung und freue mich, dass sie sich als fester Bestandteil der Fortbildungslandschaft in Niederösterreich etabliert hat."

Mag. Ulrike Mangl, Leiterin des Pädagogischen Dienstes der Bildungsdirektion Wien:
"Die EULEAD Summerschool ist mittlerweile eine feste Institution, die jedes Jahr wertvolle, wissenschaftsbasierte und sehr praxisnahe Impulse für die Weiterentwicklung unserer Schulen liefert. Ihre kontinuierliche Ausrichtung und der jährliche Fokus auf aktuelle und relevante Themen machen sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Fortbildung für Schulleitungen und SQMs. Insbesondere die positive Aufbruchstimmung und das Engagement, das bei den Organisatoren und Teilnehmer/-innen der Summerschool zu bemerken ist, möchte ich hervorheben. Ich begrüße diese Initiative aufs Herzlichste und freue mich über die gute, wohlwollende und wertebasierte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Schulaufsicht und Schulpraxis."

Mag. Susanne Ripper, Vorsitzende des Vereins der österreichischen Schulaufsicht (VÖSA):
"Sehr motivierend, unterstützend und berührend! Das Thema war absolut zeitgemäß und wichtig zu besprechen! Jeder Vortrag/Input/Workshop wird mir in meiner täglichen Arbeit sehr gut weiterhelfen. Danke, freue mich auf die nächste Summerschool!"

Mag. Georg König, Vorstand des Vereins Pädagogische Führungskräfte Austria (VPFA):
"Dem EULEAD-Team herzlichen Dank für das Engagement!"

Mag. Eva Bacher, Diözesaninspektorin Allgemeinbildende Höhere Schulen, Steiermark:
"Tolle Organisation, interessante Vorträge und Workshops, ansprechendes Vorabendprogramm."

Dr. Edwin Scheiber, Direktor der Sir Karl Popper Schule Wien:
"Danke für einen schönen Einstieg in ein neues Schuljahr, man konnte sich viel Motivation für die kommende Arbeit holen."

VD. Dipl.-Päd.in Beatrix Grunner-Hochrainer, M.A., Direktorin der OVS Draschestraße:
"Ich war bereits zum zweiten Mal bei der EULEAD Summerschool dabei und kann, wie bereits im letzten Jahr, nur bestätigen, dass es wieder sehr interessant und gewinnbringend für mich war. Einerseits sind die gewählten Themen sehr ansprechend, die Vortragenden sehr kompetent und die Workshops lassen es zu, sich persönlich einzubringen. Eine Vernetzung mit gleichgesinnten Ansprechpartnern rundet den Tag ab. Dankeschön."

VDn. Dipl.-Päd. Elisabeth Stürzer, Direktorin der OVS Prückelmayrgasse:
"Ich bitte das Team, weitere Summerschools zu organisieren! Vielen Dank für Ihr Engagement und die gelungene Moderation!"

VD. Corina Konrad Lustig, MSc, MA, BEd, Direktorin der OVS Wagramer Straße:
"Bitte weiter so!"

 

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