Institut Jüdische Religion

KOMPETENZPROFIL

Awi Blumenfeld

Mag.

zur Person

Als Sohn zweier Schoaüberlebender in München geboren, aktiv in jüdischen Verbänden, Copräsident der jüd. Studierenden in Bayern, Vorstandmitglied der Deutschen Jüd. Studenten und der Bnei Akiva Bewegung. Nach dem Studium der Geschichte, Politik und Philosophie, Lehrender an der Bar Ilan Universität in Israel, Leiter der historischen Kommision der Claims Conference Tel Aviv, BErlin, New York, Berater diverser jüdischer Gemeinden in Europa, USA und Südamerika sowie des israelischen Diaspora Ministeriums. Leitungsteam und Gründungsmitglied von LIKRAT in der Schweiz, Deutschland sowie Initiator in Österreich. Glücklich verheiratet, 5 Kinder MItglied des Nationalen Forums gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben der öster. Regierung durch das Bundeskanzleramt.Mitglied des Expert:innengespräch des ORF zum Thema Religion. Berater der IKG und des Zentralrats zur jüdischen Bildungsarbeit, Schoaeducation, Nahostkonflikt, Zionismus und Antisemitismuskritischer Bildung.
Langjährige Lehrtätigkeit im Bereich Jüdische Religion, Shoah Education und interreligiöser Dialog an Schulen, Hochschulen& Universitäten. Aktiv in der formelen und informelen Erwachsenenbildung, Jugendarbeit mit Schwerpunkt Erinnerungskultur, Nahostkonflikt, Schoa und Antisemitismus sowie Judentum. Mitarbeit an Projekten zur Prävention von Antisemitismus, Förderung von Zivilcourage und jüdischer Gegenwartsdarstellung in der Bildung. Educational director bei MORAH

Themenschwerpunkte

Entwicklung von Bildungsformaten zur Shoah Education und Erinnerungskultur für Kinder und Jugendliche & Erwachsene..
Pädagogische Zugänge zu jüdischem Leben, Identität und Antisemitismusprävention - sowie kritische Bildung in Schule und Alltag
Förderung von interreligiöser sowie -kultureller Kompetenz und ethischer Urteilsbildung in der Lehrer:innenbildung.
Innovative Konzepte zur Vermittlung der Hintergründe des Nahostkonlikts, Zionismus, Judentum und Israel.
Entwicklung von Projekten zu Zivilcourage, Toleranz und demokratischer Verantwortung in der Bildungsarbeit.

Arbeitsgebiete in Lehre, Forschung und Entwicklung

Interreligiöser sowie -kultureller Dialog, Judentum, Schoa, Antisemitismus, Nahostkonflikt.
Arbeitsgebiete in Lehre, Forschung und Entwicklung. Jüdische Religionspädagogik und Erinnerungskultur in schulischen und außerschulischen Kontexten.

Wichtige Publikationen:
Awi Blumenfeld, ‘Geistige Führer in ernster Zeit?’ Bedeutung und Aufgabe der Rabbiner
in: Menora und Hakenkreuz. Zur Geschichte der Juden in und aus Schleswig‑Holstein, Lübeck und Altona (1918‑1998) Hg. Gillis-Carlebach Neumünster, 1998

Blumenfeld, Awi: Die Juden schenken den Deutschen ein Museum. Über die Funktion jüdischer Museen im heutigen Deutschland. Eine Neo-Carlebach’sche Interpretation, in: »… die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz (Daniel 12,3). Die sechste Joseph Carlebach-Konferenz. Joseph Carlebach und seine Zeit. Würdigung und Wirkung«, Hg. Miriam Gilis-Carlebach, München 2005

Zusätzliche Hinweise

Judentum, sowie Jüdinen und Juden sind nicht nur fast 2000jähriger Teil europäischer Geschichte und Gesellschaft, sondern eine der Basen westlich, abendländischer geprägter Kultur, sowie orientalisch in der Levante gerägter Denkstrukturen die "Morgen- und Abendland" wesentlich beeinflusst hat.
2500 Jahre negative Stigmatisierung durch andere Religionen, Kulturen und Gesellschaften führte zur Katastrophe nicht nur für Juden. Die größte gewaltsame Zäsur der Menschheitsgeschichte, die gerade von Deutschland und Österreich ausgehend, vor weniger als 100 Jahren Europa und die Welt, mehr als nur einfach prägte, hat dur hat nicht nur das jüdische Leben in Europa fast ausgelöscht, sondern auch das moralische Fundament der westlichen Zivilisation tief erschüttert. Der Zivilisationsbruch der Schoa steht bis heute als Mahnmal dafür, wie dünn die Schicht aus Aufklärung, Humanismus und Vernunft sein kann, wenn Hass, Nationalismus und Antisemitismus sich Bahn brechen.

Gerade Deutschland und Österreich, jene Länder, in denen jüdisches Denken, Kunst, Wissenschaft und Kultur über Jahrhunderte eine prägende Kraft waren, trugen die Hauptverantwortung für die industrielle Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden. Diese Schuld ist unauslöschlich – und sie verpflichtet zu einer dauerhaften, aktiven Erinnerung und Verantwortung sowie Handlungen.

Erinnerung darf dabei kein Ritual werden, keine bloße Pflichtübung an Gedenktagen, sondern muss als lebendiger Teil unserer demokratischen Kultur verstanden werden. Sie fordert uns auf, nicht nur zu erinnern, sondern auch zu handeln – gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Geschichtsvergessenheit.

Das Judentum ist keine Randnotiz der europäischen Geschichte, sondern eine ihrer tragenden Säulen. Ohne das jüdische Erbe wäre das geistige Fundament Europas und des Westens – von Philosophie über Ethik bis hin zu Musik, Literatur und Wissenschaft – kaum denkbar. Und ohne das Bewusstsein dieser Tatsache bleibt die Zivilgesellschaft unvollständig, ja innerlich ärmer.

Heute, in einer Zeit, in der antisemitische Übergriffe wieder zunehmen, in der Geschichtsfälschung, Relativierung und Gleichgültigkeit gefährlich um sich greifen, wird Erinnerung zur Bewährungsprobe. Sie entscheidet darüber, ob wir in Österreich aus unserer Geschichte gelernt haben – oder ob es erneut Gefahr läuft, dieselben Abgründe zu öffnen. Dialog, intereligiöser und interkultureller Austausch, Zusammenarbeit und Diskurs, Agree to Disagree und gemeinsam an der Gegenwart arbeiten, sind Säulen die Nichtjüdinnen und Nichtjuden, gemeinsam mit Jüdinnen und Juden die wir am Institut Jüdische Religion versuchen zu verwirklichen.

INSTITUT JÜDISCHE RELIGION

KOMPETENZPROFIL

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Awi Blumenfeld

zur Person

Als Sohn zweier Schoaüberlebender in München geboren, aktiv in jüdischen Verbänden, Copräsident der jüd. Studierenden in Bayern, Vorstandmitglied der Deutschen Jüd. Studenten und der Bnei Akiva Bewegung. Nach dem Studium der Geschichte, Politik und Philosophie, Lehrender an der Bar Ilan Universität in Israel, Leiter der historischen Kommision der Claims Conference Tel Aviv, BErlin, New York, Berater diverser jüdischer Gemeinden in Europa, USA und Südamerika sowie des israelischen Diaspora Ministeriums. Leitungsteam und Gründungsmitglied von LIKRAT in der Schweiz, Deutschland sowie Initiator in Österreich. Glücklich verheiratet, 5 Kinder MItglied des Nationalen Forums gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben der öster. Regierung durch das Bundeskanzleramt.Mitglied des Expert:innengespräch des ORF zum Thema Religion. Berater der IKG und des Zentralrats zur jüdischen Bildungsarbeit, Schoaeducation, Nahostkonflikt, Zionismus und Antisemitismuskritischer Bildung.
Langjährige Lehrtätigkeit im Bereich Jüdische Religion, Shoah Education und interreligiöser Dialog an Schulen, Hochschulen& Universitäten. Aktiv in der formelen und informelen Erwachsenenbildung, Jugendarbeit mit Schwerpunkt Erinnerungskultur, Nahostkonflikt, Schoa und Antisemitismus sowie Judentum. Mitarbeit an Projekten zur Prävention von Antisemitismus, Förderung von Zivilcourage und jüdischer Gegenwartsdarstellung in der Bildung. Educational director bei MORAH

Themenschwerpunkte

Entwicklung von Bildungsformaten zur Shoah Education und Erinnerungskultur für Kinder und Jugendliche & Erwachsene..
Pädagogische Zugänge zu jüdischem Leben, Identität und Antisemitismusprävention - sowie kritische Bildung in Schule und Alltag
Förderung von interreligiöser sowie -kultureller Kompetenz und ethischer Urteilsbildung in der Lehrer:innenbildung.
Innovative Konzepte zur Vermittlung der Hintergründe des Nahostkonlikts, Zionismus, Judentum und Israel.
Entwicklung von Projekten zu Zivilcourage, Toleranz und demokratischer Verantwortung in der Bildungsarbeit.

Kontakt

Interreligiöser sowie -kultureller Dialog, Judentum, Schoa, Antisemitismus, Nahostkonflikt.
Arbeitsgebiete in Lehre, Forschung und Entwicklung. Jüdische Religionspädagogik und Erinnerungskultur in schulischen und außerschulischen Kontexten.

Wichtige Publikationen:
Awi Blumenfeld, ‘Geistige Führer in ernster Zeit?’ Bedeutung und Aufgabe der Rabbiner
in: Menora und Hakenkreuz. Zur Geschichte der Juden in und aus Schleswig‑Holstein, Lübeck und Altona (1918‑1998) Hg. Gillis-Carlebach Neumünster, 1998

Blumenfeld, Awi: Die Juden schenken den Deutschen ein Museum. Über die Funktion jüdischer Museen im heutigen Deutschland. Eine Neo-Carlebach’sche Interpretation, in: »… die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz (Daniel 12,3). Die sechste Joseph Carlebach-Konferenz. Joseph Carlebach und seine Zeit. Würdigung und Wirkung«, Hg. Miriam Gilis-Carlebach, München 2005